Der Blick vom Balkon

Grundsätzlich würde mir ja als Titel *Das Fenster zum Hof* besser gefallen, aber es würde nicht der Wahrheit entsprechen.
Wir haben kein Fenster zum Hof.
Nun müsst ihr wissen, wir wohnen in einem *Panoptikum-Haus*, gut Multikulti ist völlig ok, da hab ich gar kein Problem damit, bis auf manchmal, aber das hat nichts mit den anderen Kulturen an sich zu tun, sondern mit den Menschen.
Daher besser Panoptikum.
In den Wintermonaten passiert in unserem Hof nicht viel. Hin und wieder ein paar Jugendliche die meinen sie müssen um Mitternacht das Haus mit ihrer Musik aus dem Smartphone beglücken und auch ab und zu streiten sich einige Paare lautstark. Das ist aber alles nicht so wirklich erzählenswert.
Allerdings JETZT, mit den ersten warmen Tagen, geht die Saison im Hof, wieder los.

Und da wird es viel zu erzählen geben.
Und gleich heute…..
Man hört, obwohl Sonntag, dass da irgendwas gebaut, geschraubt, gehämmert wird. Zuerst war uns nicht mal klar woher die Geräusche kommen, aber dann…
Nach ein oder zwei Stunden, stand da in einem Minigarten, wie sie die Mitbewohner im Erdgeschoss haben, ein riesiges Trampolin.
Das Ding nimmt 1/3 des Gartens ein.
Gut, ist ja nicht unser Garten :-)
Der Besitzer hat das bestimmt deswegen gemacht, weil er den Rasen dieses Minigartens nicht mehr mähen will, denn dafür hatte er in der vergangenen Saison nämlich immer erst nach 22 Uhr Zeit.
Im Stockdunkel ist er mit dem elektrischen Mäher über seinen Rasen getuckert.
Und er hat gar nicht verstehen können, dass es Leute gibt, die um 22 Uhr schlafen wollen, weil sie am Morgen zeitig aufstehen müssen.
Seine Erklärung war, dass er immer erst so spät heim kommt und daher erst nachts mähen kann.
Wahrscheinlich will er am Samstag, der sich ja auch anbieten würde, ausschlafen und ärgert sich dann über die, die am Samstag Vormittag ihren Rasen mähen.

Und nun steht da ein riesiges Trampolin. Die Familie hat 2 Söhne, die sowieso eher sehr laute Gesellen sind.
Unter Tags wird das nicht so besonders schlimm sein, denn die Kinder kommen erst am früheren nachmittag von der Schule. Selbst wenn sie da mit Freunden hüpfen, johlen und schreien, wird das zu ertragen sein.

Man kann nur hoffen, dass sie nicht meinen, wenn Vater erst um 22 Uhr mäht, dann können sie auch noch johlend hüpfen.

Inzwischen ist das Trampolin fertig. Der erste Junge hüpft bereits und der Vater hat sein Werkzeug weg gebracht.
Die Ruhe am Sonntag !!!

Peggy liest…..

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Auf dem Wasser treiben
von Theresia Prammer

Jede von Stefans Beziehungen scheitert. Die Frauen verlassen ihn entnervt, weil er nie spricht. Schon gar nicht über die große Leere, die seit dem Weggang seines Vaters in ihm ist. Stefan war erst acht, als nach einem Tag an der Donau seine Familie auseinanderbrach. Jetzt weiß er nicht, wie er auf die Frau zugehen soll, die er bewundert. Als seine Mutter Hannah von ihrer Geburtstagsfeier weg läuft und unauffindbar bleibt, ist das für ihn der nächste Schlag. 

Wenn man nur den Titel liest, denkt man es sei ein Krimi oder Thriller.
Aber es ist eine Familiengeschichte und es liest sich sehr leicht und flüssig.
Vielleicht versteht man nach der Lektüre sogar wie die Liebe geht :-)

Der März ist da


Der Februar ist Geschichte, Hallo März !!
Und es ist metereologischer Frühlingsbeginn.
Jeder seht sich nach ein paar Sonnenstrahlen und Wärme, nach ein wenig Grün auf den Bäumen und ein paar Blümchen am Boden.

Und dann kommt der Frühling nicht auf leisen Sohlen, sondern gleich in voller Pracht und Herrlichkeit, mit Temperaturen jenseits der 20 Grad.
Mir ist da gleich wieder der Sommer 2018 eingefallen und vor Schreck hätte ich beinahe gesagt: Es ist viel zu warm.

Und wie wird das erst im Juni/Juli/August werden ?
Ich glaube ohne Klimanalage wird der Sommer wieder nicht zu ertragen sein.
Allerdings kommt jetzt erst mal ein anderes Übel auf viele von uns zu: Der Heuschnupfen, auch Pollenallergie genannt.
Viele husten und schnupfen vor sich hin, die Apotheken haben Hochsaison und so kommt man gar nicht dazu, den nahenden Frühling zu genießen.

Am kommenden Wochenende soll es, zumindest am Samstag, regnen. Das schafft den Allergikern ein wenig Erholung, da wäscht es die Pollen zumindest für den Tag, etwas weg.

Momentan blühen Hael und Erle und in der nächsten Woche soll schon die Birke dazu kommen. Die ist für viele, die unter diesen Pollen leiden sehr schlimm, aber die gute Nachricht ist, dass sie heuer nicht so intensiv Pollen verstreuen wird, wie im Vorjahr.

Ich wünsche allen, die mit so einer Allergie kämpfen, dass es bald ausgestanden ist.
Und ein schönes, erholsames 1. Wochenende im März !

Der Freitags-Füller

Ich hab bei diesem Spiel, das es jede Woche bei BARBARA gibt, lange nicht mehr mit gemacht.
Jetzt hat mich die Lust dazu wieder gepackt.
Und ich werde versuchen wieder öfters den Freitagsfüller, wie der Name schon sagt, auszufüllen.

1. Die Kombination von hell und dunkel macht sich auf Fotos besonders gut.

2. Manche Wortmeldungen in der Politik sind überflüssig.

3.  Pizza mit Käse kann ich leider nicht essen.

4.  Hier sagt man nicht Karneval, denn in Wien ist das der Fasching

5.  Ich sag besser nicht, was ich von manchen jungen Eltern denke.

6.   Die Sonne  wärmt mich bei diesem Wetter.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gutes Essen , morgen habe ich geplant, endlich den Wasserhahn zu reparieren  und Sonntag möchte ich gerne richtig ausschlafen !

Ich wünsche einen schönen Freitag !

Zur Info: Die fett geschriebenen Worte sind meine Füller, die normal geschriebenen Worte sind von Barbara vorgegeben.

Die angepatze Frau

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Das ist wieder mal eine U-Bahngeschichte, teil witzig für die Zuseher, teils ärgerlich für die Beteiligten.
Für jene die es nicht wissen können, weil keine Wiener, sei erklärt, dass seit irgendwann im Jänner, ein allgemeines Essverbot in der Wiener U-Bahn besteht.

Es war erst nur auf der Linie U6, weil dort offenbar viele Leute es für nötig gefunden haben, ihre Mahlzeiten in der U-Bahn einzunehmen.
Aber nicht, dass ihr denkt, man hätte dort picknickmäßig eine Serviette ausgebreitet und Teller und Besteck hervorgeholt, nein es wurden einfach Kebab, Pizza und Döner gefuttert, die eine etwas erhöhten Geruchsverbreitung hatten.

Nachdem das offenabr gut angekommen ist bei der Bevölkerung, hat man das allgemeine Essensverbot auf alle U Bahn Linien ausgedehnt. Und es per Piktogramm, Durchsagen ect. verbreitet.

Und nun zur heutigen Geschichte.
Es steigt eine junge Frau, ich hab sie auf knapp unter 30 geschätzt mit einem Becher Eis ein und nimmt neben einer anderen Frau Platz, die sie argwöhnisch anschaut, aber nichts sagt.
Die Frau löffelt mit seligem Blick ihr Eis, bis die U Bahn mit einen kräftigen Ruck stehen bleibt. Im dunklen Schacht sieht man nicht warum. Aber der Frau mit dem Eis entgleitet ein Löffelchen der Masse Eis und landet, anstatt im geöffneten Mund, auf ihrer Jean.
Nun ja, was solls, sie kramt mit einer Hand in ihrem Rucksack nach einem Taschentuch und versucht etwas ungelenk, weil ja der Becher Eis in der anderen Hand, samt Löffelchen ist, den Fleck weg zu putzen. Das gelingt ihr nur mäßig, eher vergrößert sich das Unglück.
Die Bahn fährt wieder an und sie kann das Löfferl wieder im Mund verschwinden lassen.
Genau bis zum nächsten Ruck, der diesmal gar nicht so heftig war, aber Frau war wohl durch den Fleck auf der Jean, den sie weiter argwöhnisch beäugt, etwas abgelenkt und *wies der Teufel will* landet die rosa-weiße Eismasse diesmal auf der Jacke ihrer Nachbarin.

Dass die nicht amüsed war, kann man sich vorstellen.
Mit einem *sans gscheit* – was soviel heißt wie *sind sie verrückt* (ja der Wiener Dialekt sagt nicht immer das was gemeint ist) pfaucht die Nachbarin die Eisesserin an.
Die zieht den Kopf ein wenig ein und murmelt ein *Tschuldigen*
Aber sie hat nicht mit der Reaktion der umsitzenden, anderen Fahrgäste gerechnet, denn die erklären jetzt einer nach dem anderen und auch durcheinander, dass doch ein allgemeines Essverbot besteht, dass man das doch auch sehen kann, wenn man nicht lesen kann (woher der gescheite Mann die Weisheit genommen hat, dass die Eisesserin nicht lesen kann, weiß ich nicht)
*Aber doch nur für Pizza und Döner, Eis stinkt ja nicht* kommt die wenig schlaue und leise Antwort der Patzerin.
Die angepatzte Frau will jetzt *die Daten* der Eisesserin haben, weil die muss die Reinigung der Jacke übernehmen.
Da ist sie aber grad an die Richtige gekommen. Als geübte Hausfrau sieht sie auf einen Blick, dass die angepatze Jacke waschbar sei und das schleudert sie der *angepatzten Frau* auch entgegen.
Im breitesten Wiener Dialekt schleudert sie der angepatzten Frau entgegen: “Steckens die Jacke in die Woschmaschin und lassens mi in Ruah”
Ehe sich die andere weiter aufregen hat können, weil sie ob so viel Frechheit, erst mal Luft hat holen müssen, hat die Eisesserin verschwunden., Den leeren Becher hat sie auf den Sitz gestellt.
Dort steht er vermutlich noch immer.

Ich hab das Schauspiel amüsiert verfolgt und mir gedacht, jetzt hab ich mir doch glatt die Karten fürs Simple (das ist eine Kabarett Bühne in Wien) erspart.


Vitamin D Mangel

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Am Ende des Winter haben wie nahezu alle einen Vitamin D-Mangel. 
Dabei haben wir nichts falsch gemacht, es ist einfach so, dass in unseren Breiten im Winter zu wenig Sonnenschein ist und die Sonne ist der sicherste Spender von Vitamin D, das eigentlich gar kein Vitamin ist.

Man kann diesen Mangel mit Tabletten oder Tropfen zu Leibe rücken.
Ich gebe zu, ich bin da nicht sehr konsequent.
Einfacher ist für mich eine sogenannte Tageslichtlampe.
Die schalte ich jeden Morgen für ca. 30-60 Minuten ein. Sitze davor und lese oder häkle.
Bei schönem Wetter gehe ich auch raus und halte mein Gesicht in die Sonne, aber das ist nachweislich zu wenig.
Im Vorjahr habe ich meinen Vitamin D Mangel sehr gut im Griff gehabt.
Wie es heuer ist, wird sich bei der nächsten Blutuntersuchung herausstellen.

Habt ihr eine andere Methode, diesen Mangel zu bekämpfen ?

Die Handy-Mamas

Langsam hab ich das Gefühl, dass mich Gott und die Welt für eine Kinderhasserin hält, aber nein, ganz im Gegenteil, meist tun mir diese lauten, unsteten Kinder in der Seele leid.
Ich meine damit nicht lebhafte, fröhliche Kinder, sondern die, die monoton mit einem Gegenstand irgendwo drauf hauen und so versuchen ihre Mutter auf sich aufmerksam zu machen.
Die aber hängt, ohne auf ihr Kind zu achten, am Handy und tippt.
So auch gestern im Wartezimmer der Ärztin.
Eine junge, ziemlich blasse und schlecht aussehende, junge Frau, mit neugeborenem Baby im Arm, ein ca. 3 jähriger Bub dabei, der mit einem Plastikhammer immer wieder gegen alle möglichen Gegenstände im Warteraum geschlagen hat, sass mitten im ziemlich vollen Wartezimmer.
Die junge Frau war schwer vertieft in ihr Smartphone, das Baby hat geschlafen und dem Bub war langweilig.
Kann man auch verstehen.
Also hat er Lärm gemacht.
Da das halbe Wartezimmer offenbar auch arg krank war, es wurde gehustet, geschnupft und gestöhnt, war der Lärm des plastikhämmernden Jungen nicht wirklich angenehm. Die Mutter hat das entweder nicht gestört oder sie hat es einfach ausgeblendet.

Ein Mann hat den kleinen Mann dann am Herumlaufen gehindert und leise und ganz freundlich zu ihm gesagt, dass er doch bitte aufhören soll mit dem Gehämmer. Hat nichts gebracht und Handy-Mama hat das nicht mal mit bekommen, dass ihr da jemand in die Erziehung hat pfuschen wollen.

Als der Bub merkte, dass das Handy seiner Mama wohl wichtiger sein muss, als seine kleine Schwester, die selig schlafend im Arm der Mama hing und er, der sich eh schon so lautstark bemerkbar macht, hat er angefangen zusätzlich zu seinem Gehämmer, zu jaulen.
Er dachte wohl, dass er singt, aber das war echt ein Gejaule und hat schon fast weh getan in den Ohren.
Gott sei Dank hat die Assistentin die kleine Familie dann aufgerufen und die Mutter hat, das Baby in den Kinderwagen verfrachtet, ins Handy gelächelt und sich offenbar vom unsichtbaren Gesprächspartner verabschiedet , den Buben gerufen um im Arztzimmer zu verschwinden.

Es ging ein allgemeiner Seufzer durch den Warteraum.
Solche Kinder tun mir wirklich leid, weil Mama ist bestimmt nicht nur im Arzt-Wartezimmer mit dem Handy verwachsen und kriegt die Welt um sich herum nicht mit.

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