Frau Huber und der Brief aus der Fremde

Frau Huber und der Brief aus der Fremde

Frau Huber fand den Brief zwischen Werbung, Bezirkszeitung und einem Kuvert von der Hausverwaltung.
Schon das Papier fühlte sich ungewöhnlich an, fester, fast feierlich. Die Handschrift ließ sie kurz innehalten, denn sie kam ihr seltsam vertraut vor, wie ein Lied, das man seit Jahrzehnten nicht mehr gehört hatte und trotzdem sofort mitsummen konnte.

Der Absender kam aus Kanada. Allein dieses Wort ließ Frau Huber kurz am Küchentisch Platz nehmen. Kanada, das war für sie immer ein Land gewesen, in dem es mehr Bäume als Menschen gab und Winter, die man nur mit sehr warmer Kleidung überstehen konnte. Und doch war es der Ort, an den vor vielen Jahren eine Schulfreundin ausgewandert war, eine von jenen, die man nie wirklich verabschiedet hatte, weil man jung war und glaubte, das Leben würde schon irgendwann wieder alle zusammenführen.

Der Brief erzählte von einem langen Weg, von Heirat, Kindern, Enkeln und von einem Haus mit Veranda, auf der man den Eichhörnchen beim Unsinnmachen zusehen konnte.
Dazwischen tauchten Erinnerungen auf, die Frau Huber längst in die hinterste Schublade ihres Gedächtnisses geräumt hatte. Schulbänke mit eingeritzten Initialen, das heimliche Abschreiben bei der Mathematikschularbeit und ein gemeinsamer Schwur, für immer Freundinnen zu bleiben, ausgesprochen mit der Überzeugung, die nur Vierzehnjährige besitzen.

Frau Huber bemerkte, dass sie lächelte, während sie las, und dass ihr Tee inzwischen kalt geworden war. Sie dachte an ihr eigenes Leben, an die Jahre, die gekommen und gegangen waren, an Menschen, die geblieben waren, und an solche, die sich leise davongeschlichen hatten. Es wunderte sie ein wenig, wie wenig Zeit eigentlich nötig war, um all das wieder hervorzuholen. Ein Brief, ein paar Seiten Papier, und schon war die Vergangenheit wieder im Wohnzimmer gestanden.

Am Ende des Briefes lag ein Foto. Zwei ältere Damen, Arm in Arm, vor einem Haus, das aussah, als würde es dem Winter trotzen. Frau Huber stellte fest, dass die Augen auf dem Foto immer noch dieselben waren, nur die Falten hatten sich dazugesellt, wie ungebetene, aber inzwischen akzeptierte Gäste.

Sie legte den Brief sorgfältig zusammen und beschloss, ihn nicht zu den wichtigen Papieren zu legen, sondern dorthin, wo sie die Dinge aufbewahrte, die ihr Herz ein kleines Stück wärmer machten. Später am Abend holte sie ihr bestes Briefpapier hervor, und machte sich daran ihre Geschichten der vergangenen Zeit aufzuschreiben.

Frau Huber muss zum Zahnarzt II

Die Frau Huber schläft in der Nacht vor dem Termin erstaunlich gut.

„So schlimm kann’s ja nicht sein“, murmelt sie, als sie am Freitag in der Früh aufwacht. Erst beim Frühstück fällt ihr der Blick auf den Kalender.

Freitag, der 13.

Sie bleibt einen Moment stehen, das Kaffeehäferl in der Hand.

„Na super“, sagt sie zu sich selbst. „Erst die junge Zahnärztin und jetzt auch noch der 13er. Das fangt ja gut an.“

Vorsichtshalber legt sie die Beisserl besonders sorgfältig in die Dose. Man weiß ja nie. Dann zieht sie ihre guten Schuhe an – die ohne Absätze, weil man beim Zahnarzt eh schon genug wackelt – und verlässt die Wohnung.

Im Stiegenhaus begegnet sie der Frau Gruber aus dem dritten Stock.

„Na, Frau Huber, wo geht’s denn hin?“

„Zum Zahnarzt.“

„Am Freitag, dem 13.?“

„Danke“, sagt die Frau Huber trocken, „des hab i eh fast vergessen.“

Schon vor der Ordination beschließt sie: Wenn jetzt noch was passiert, geht sie wieder heim. Aber es passiert nichts. Kein Stolpern, kein schwarzer Kater, nicht einmal ein falscher Knopf im Lift.

Im Wartezimmer setzt sie sich auf denselben Platz wie beim letzten Mal. Sicherheitshalber. Die Lichter sind hell, die Musik leise, und es riecht nach irgendwas Frischem, das nicht nach Zahnarzt riecht.

„Verdächtig“, denkt sie.

Als ihr Name aufgerufen wird, ist es wieder die junge Doktor Zimmermann.

„Grüß Gott, Frau Huber“, sagt sie freundlich.

„Grüß Gott“, antwortet die Frau Huber und fügt in Gedanken hinzu: Und bitte seien’s heut besonders vorsichtig.

Im Behandlungsstuhl kneift sie die Augen zu.

„Haben Sie Angst?“, fragt die Zahnärztin.

„Na“, sagt Frau Huber, „i bin nur sehr gespannt.“

Die Plombe ist schneller drin, als die Frau Huber „Beisserl“ denken kann. Kein Ziehen, kein Drücken, nicht einmal ein unangenehmes Geräusch.

„So, das war’s schon“, sagt die Zahnärztin.

Die Frau Huber öffnet ein Auge. Dann das andere.

„Des war’s?“

„Ja.“

„Am Freitag, dem 13.?“

Die Zahnärztin lacht. „Sehen Sie, ein Glückstag.“

Draußen bleibt Frau Huber kurz stehen. Sie fühlt mit der Zunge vorsichtig nach. Alles an seinem Platz.

„Na schau“, sagt sie, „man lernt halt doch nie aus.“

Zu Hause erzählt sie dem Fritzi alles ganz genau.

„Gar net schlimm war’s“, sagt sie. „Und weißt was? Die Junge is gar net so schlecht.“

Der Fritzi zwitschert zustimmend.

Und die Frau Huber denkt sich:

Vielleicht sind Freitage, der 13., gar nicht so gefährlich. Man muss ihnen nur eine Chance geben.

Frau Huber und der Herr Karl

Jeden Vormittag, wenn die Sonne langsam über den Dächern aufging, trafen sich Frau Huber und Karl Berger auf der kleinen Bank im Park.
Die Bank stand unter einer alten Linde, deren Blätter im Sommer Schatten spendeten und im Herbst leise zu Boden fielen.

Im Winter lag dort oft eine dünne Schneeschicht, die von ihren Schritten knirschend unterbrochen wurde.

Frau Huber brachte meist eine Thermoskanne mit Tee mit, Karl zwei kleine Kekse, sorgfältig in Servietten gewickelt.
Sie saßen nebeneinander, schauten auf den Teich.
Manchmal war es genug, einfach da zu sein.
Manchmal aber konnten sie nicht aufhören zu erzählen.
Die Enten zogen ruhige Kreise im Wasser, und von irgendwoher hörte man die Kirchenglocken.

„Weißt du“, sagte der Herr Karl eines Tages leise, „früher dachte ich, Glück müsse laut sein.“
Frau Huber lächelte und nickte. „Und heute?“
„Heute weiß ich, dass es leise sein darf.“

Sie erzählten sich von früheren Zeiten, von Sommern voller Kinderlachen und von Wintern, die länger schienen als heute.
Doch oft sprachen sie auch über das Jetzt: über die warme Sonne im Gesicht, den Duft der Lindenblüten oder das Gefühl, nicht allein zu sein.

Als sie sich verabschiedeten, versprachen sie sich nichts Großes.
Nur, am nächsten Tag wiederzukommen. Und genau darin lag ihr Frieden – in der Gewissheit, dass es jemanden gab, der den gleichen Weg ging, zur gleichen Zeit, zur gleichen Bank.

Und so wurde dieser kleine Platz im Park zu ihrem gemeinsamen Zuhause für den Moment – still, freundlich und voller Leben.

Wie wir auf den Apfel gekommen sind

Der Werdegang

Wir vielleicht einige von Euch wissen, gehören meine Herzensfrau und ich ja zur  Generation der sogenannten Digital Natives und insofern haben wir natürlich auch die Entwicklung der Mobiltelefone nahezu von Beginn an miterlebt. 

Die ersten Mobiltelefone, unseres war ein Nokia 6150, waren ja noch lange nicht „smart“ wie man heute zu sagen pflegt. Das war im so etwa anno 2003, diese Ära dauerte dann noch so bis etwa 2008, wo dann Google mit dem legendären „Google G1“ die Ära der echten Smartphones einläutete. 

Auf damals recht abenteuerlichen Wegen fand dann auch ein ebensolches „Google G1“ Smartphone den Weg in meine Hände. Dazu muss ich sagen, dass ich schon immer sehr technikinteressiert war und folgerichtig auch diese neue Technologie natürlich mein Interesse weckte. Das erste Mal ehrfürchtig so ein Smartphone in den Händen zu halten ist schon ein tolles Gefühl, viele von Euch werden das wohl nachfühlen können. Ein solches Gefühl beschleicht mich heute noch immer, wenn ich ein neues Gerät in die Hände bekomme. 

Die Ernüchterung

Damals fasziniert von dieser neuen Art das Internet zu nutzen, folgten natürlich schnell neue Smartphones. Eines konnte da noch mehr wie das jeweils vorhergehende. Doch die Neuerungen wurden weniger, zum einen weil vieles einfach bereits funktionierte und zum anderen weil in den letzten Jahren einfach nicht so viel neues dazugekommen ist. Was Innovationen angeht war also in den letzen Jahren schon etwas Ebbe.
Auch Hardwaretechnisch betrachtet hat sich in den letzten Jahren nicht besonders viel getan. Ok, die eine oder andere Neuerung hat es schon gegeben, allerdings waren diese nicht so bahnbrechend wie noch einige Jahre zuvor.

Die Sicherheit

Bei Mobilgeräten muss man heutzutage immer mehr auch ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit legen. Das beginnt mit dem Versperren des Handys, dem Augenmerk sich nicht in fremde, ungeschützte WLan-Netzwerke einzuloggen usw. Ganz besonders wichtig ist es aber, immer die neuen Hersteller-Updates zu installieren, damit gefundene Sicherheitslücken gestopft werden und das Handy nicht manipuliert oder Daten geklaut werden können. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte… 

Zeit für Veränderung

In den letzten Jahren waren wir von Samsung als Hersteller abgekommen und hatten die Handys der Fa. Huawei für uns entdeckt. Der Grund dafür war einfach die massive Bloatware (unerwünschte Anwendungen) welche Samsung auf seinen Handys uninstallierbar platziert und zum anderen die stetig steigenden Preise bei gleichbleibender Leistung.
Huawei hingegen lieferte wesentliche leistungsfähigere Handys mit weniger Bloatware und vor allem einem dazu angemessenem Preis. Soweit so gut, doch dann kam der Amerikanische Huawei Bann und gegen Ende des Jahres 2020 versiegten dann nicht nur die neuen Android Handys von Huawei, sondern auch die Updates für bestehende Modelle. So war die Zeit gekommen sich nach etwas neuen umzusehen und wir fanden nicht viele Alternativen im Android Universum.

Die Veränderung kam

Wenn Android nichts hergibt was unseren Vorstellungen entspricht, so kommt man schnell auf Apple und sein doch etwas eigenes Universum. Ich muss dazu sagen, dass ich Apple lange Zeit nicht unbedingt als Alternative vor Augen hatte, obwohl ich technisch gesehen mit Apple schon sehr positive Erfahrungen gemacht hatte. 

Eine besonders liebe Freundin hat mir dann ein ausgedientes iPhone 8 zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Es war klein und alt, aber hey .. es hat sich trotz seiner Tage sofort auf die neueste Version upgedatet und hat schlicht funktioniert. Nach einigen Tagen intensiven Testens und auch der Begutachtung meiner Herzensdame viel dann mein Entschluss, es wird ein iPhone werden. 

Und die Veränderung war gut

So prüfte und verglich ich eine Zeitlang die verschiedenen Angebote und entschied mich dann für ein iPhone 12 pro, welches ich dann Anfang 2021 erwarb. Nach der Einrichtung und einiger Zeit der Benutzung war für mich relativ rasch klar, das ist die neue Linie. Die Gründe dafür waren einerseits die Performance des Handys, die in dieser Technologie verborgenen Möglichkeiten und die schlichte Erfahrung, es funktioniert einfach. So etwas kannte ich schlicht nicht von Android. Es ist so ziemlich egal was man mit dem iPhone anstellt, es funktioniert einfach. Der Support ist einzigartig und es gibt einfach auf jede Frage eine Antwort durch den Hersteller. Auch meine Herzensdame bekam nun relativ rasch ein iPhone. Sie hatte zunächst ein zwei schwierige Tage, die mit Eingewöhnungsproblemen behaftet waren, in denen sie fast das Handtuch geworfen hätte aber dann begeisterte auch sie sich zunehmend. 

Inzwischen … 

Mittlerweile haben wir alle Android Geräte gegen Apple Geräte ausgetauscht. Der Grund ist schlicht, dass im Apple Universum die Zusammenarbeit untereinander so verdammt viel besser funktioniert und es einfach Spass macht damit zu arbeiten. Ob das von iPad zu iPhone, von Apple Watch zu iPad oder vom MacBook zum iPad ist. Wir haben unsere halbe Wohnung mittlerweile mit dem Apple Home verdrahtet verwalten die Einkaufszettel für uns drei gemeinsam und so weiter und so fort … 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? 

Das ist ein Gastbeitrag von Peggy`s Herzensmann

Es ist August …..

Heute ist der 01. August……

…………….und ich hab mir vorgenommen, den August für einen neuen Start in meinem Blog zu nützen.

Mal schauen wie weit ich komme.
Ob es mir wieder Spaß macht jeden Tag zu schreiben oder ob es ein ab und zu werden wird, ich weiß es noch nicht.

Mein Alltag ist sehr spannend geworden, vor allem seit seit ich Oma bin.
Die kleine Zuckermaus ist schon fast 6 Monate alt. Also am 8. August wird sie ein halbes Jahr.
Momentan rollert sie durch die Wohnung, was echt niedlich aussieht.

Mein Herzensmann ist immer noch im Home Office.
Das hat meinen Alltag eigentlich am meisten verändert, denn dass mein Mann den ganzen Tag zu Hause ist, das war ich nicht gewöhnt, aber ich hab mich dran gewöhnt und ich glaube wenn er wieder täglich ins Büro gehen muss, dann wird er mir hier zu Hause wahrscheinlich recht abgehen.

Ich hab diese Corona Zeit dazu genützt die Wohnung zu entrümpeln.
Es ist ja echt unglaublich was sich so im Laufe der Jahre ansammelt und auch wenn ich immer wieder dazu angesetzt habe, Ballast abzuwerfen, gleich danach hat sich wieder an einer anderen Ecke was angesammelt.

Momentan begrüßt der August uns mit einem Gewitter, auch etwas woran ich mich in den letzten Wochen gewöhnt habe.
Nur diese elende Hitze ist etwas woran ich mich nie gewöhnen werde.
Nur gut, dass wir eine kleine Klimaanlage haben, die macht es einigermaßen erträglich.

Nun hoffe ich, dass es allen meinen Lesern gut geht und niemand ernsthaft erkrankt ist.

Bis demnächst
Eure

Zeitumstellung

Es war mal wieder soweit, wir mussten die Uhren umstellen.
Von Winterzeit, die eigentlich die Normalzeit ist, auf Sommerzeit:

Zwar war in den letzten Jahren mehrmals die Rede davon, dass diese Umstellungen zwei Mal im Jahr abgeschafft werden sollten, aber da man sich innerhalb der EU nicht auf eine gemeinsame Zeit hat einigen können, hat man es gleich ganz gelassen:
Ok, im Moment hat man andere Sorgen, als sich mit der Winter/Sommerzeit zu beschäftigen.
Die Idee, dass jedes Land selbst bestimmen kann, welche Zeit es haben möchte, klang ja ganz nett, wurde aber auch wieder verworfen.

So werden wir bestimmt noch ein paar Jahre im Frühling die Zeit eine Stunde vor und im Herbst eine Stunde zurück stellen.

Mir persönlich ist ja die Winterzeit bei weitem lieber, weil sie einfach meinem persönlichen Rhythmus näher ist, aber ich weiß, dass viele Menschen die Sommerzeit bevorzugen würden, weil man denkt dass es da länger hell bliebe.
Mag sein, allerdings wird es dann im Winter wesentlich später hell.
Wie dem auch sei, es wird wie immer, ein paar Leute geben die zufrieden sind und andere werden schreien, das will ich nicht.

Man muss es nehmen wie es kommt !

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