Frau Huber im Park II


Wie sie es sich vorgenommen hat, ist die Frau Huber auch am nächsten Tag in den Park gegangen und  hat nach dem Kind Ausschau gehalten, aber von der kleinen Maja war nichts zu sehen, die Bank unter dem großen Baum war leer.

Frau Huber dreht eine große Runde, sieht auch das alte Pärchen, das immer Hand in Hand geht und lächelt die beiden grüßend an, im Vorbei gehen, der alte Mann winkt ihr fröhlich zu, ohne sein Frauchen loszulassen.

 

Auch nach einer halben Stunde ist von der kleinen Maja nichts zu sehen.
Auf der Bank sitzen jetzt zwei Männer, die sich lautstark unterhalten, ob sie nur diskutieren oder streiten ist nicht auszumachen.
Frau Huber geht nun zum Spielplatz um zu schauen, ob Maja sich vielleicht dort aufhält. Zwar hat sie ihr erzählt, dass die Mutter das nicht erlaubt, aber Kinder tun ja oft etwas, das sie Eltern nicht erlauben.
Aber auch dort ist Maja nicht.

So geht die Frau Huber unverrichteter Dinge wieder nach Hause und denkt den ganzen Abend über nach, warum das Kind heute nicht wie gewohnt auf der Bank im Park sitzt und auf seine Mutter wartet.

Auch am nächsten und am übernächsten Tag sieht Frau Huber die Kleine nicht.
Jetzt macht sie sich schon richtig Sorge, denn sie hat die Kleine ansonsten jeden Tag gesehen.

Die Linda, die Tochter der Frau Huber meint, die Mutter soll sich doch nicht solche Gedanken machen, man kennt die Familie ja nicht und weiß daher auch nicht was passiert ist, vielleicht hat die Mutter endlich eine Betreuung für Maja gefunden und daher muss die Kleine nicht mehr auf der Parkbank sitzen und warten bis ihre Mama von der Arbeit kommt.

Da es an den nächsten Tagen regnet, geht Frau Huber nicht in den Park, sie nimmt ja nicht an, dass das kleine Mädchen im strömenden Regen auf der Parkbank sitzen muss.
Da drehen sich sowieso ihre Gedanken weiter, was denn wirklich passiert, wenn das Wetter so schlecht bleiben sollte, bzw. was macht die Mutter der Maja, wenn es Winter wird, da kann so ein kleines Kind doch nicht stundenlang allein im Park sein und auf der Bank warten.

Fast bringen diese Gedanken, die Frau Huber schon um den Schlaf.
Sie muss sich dann wirklich zusammen nehmen und auf ihre Tochter hören, die meint, es ginge sie doch nichts an, was eine fremde Frau mit ihrem Kind macht.

Das fällt der Frau Huber richtig schwer.
Und als am nächsten Tag die Sonne wieder vom Himmel lacht, geht sie am frühen Nachmittag wieder in den Park und sieht schon von Weitem, dass die Kleine wieder auf der Bank sitzt.

“Hallo Maja, schön, dass du wieder da bist”
“Hallo” kommt von der Kleinen ganz leise.
“Ich bin die Frau Huber, aber du kannst auch gerne Lintschi zu mir sagen”
Da lacht die Kleine ganz laut, “das ist aber ein lustiger Name”
“Ja weißt du, eigentlich heiße ich ja Caroline, aber alle sagen nur Lintschi zu mir, ich glaube ich hab schon fast vergessen, dass ich Caroline heiße”
“Lintschi” wiederholt Maja ganz andächtig den Namen.
“Wo warst du denn vorgestern ?”
“Ich war krank, hatte Fieber und die Mama ist zu Hause geblieben, aber heute muss ich wieder raus, sagt die Mama, sonst hat sie bald keine Arbeit mehr”
Frau Huber wirft einen verstohlenen Blick auf die Ur, gleich 16.15 Uhr.
Und da kommt auch schon die Mutter von Maja um die Ecke und sieht verärgert, dass diese Frau schon wieder mit ihrem Kind redet.

“Lassen sie mein Kind in Ruhe” blafft sie die Frau Huber an.

Sie nimmt Maja an die Hand und will ganz schnell weggehen.

“Bleiben sie bitte einen Augenblick, ich möchte mit ihnen reden.”
“Vielleicht kann ich ihnen helfen!”

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Frau Huber im Park


Wie jeden Tag, macht sich Frau Huber am Nachmittag fertig für ihren Spaziergang.
Meist führt ihr Weg in den nahe gelegenen Park.
Manchmal setzt sie sich, bei schönem Wetter auf einer der Bänke und beobachtet die Leute die vorbei gehen oder auf einer der anderen Bänke sitzen.

Da ist das Pärchen, so um die 70 Jahre, immer Hand in Hand gehend.
Und der alte Mann, der schon am Stock geht, aber anscheinend die tägliche Bewegung braucht.
Nebenan ist ein Kinderspielplatz, von dort hört man das Schreien und Kreischen der Kinder, das wird der Frau Huber manchmal fast zu viel, dann geht sie ein Stück weiter.
Unter einem großen Baum stehen zwei Bänke, die sind nur leider fast immer besetzt, weil es dort sehr geschützt ist, im Sommer vor allem vor der Hitze und im Herbst kann man dort sogar sitzen bleiben, auch wenn es leicht regnen sollte.

Seit ein paar Tagen sitzt ein kleines Mädchen, mutterseelenallein auf einem der Bankerl.
Die Frau Huber wundert sich ehrlich, weil das Kind immer an der selben Stelle sitzt und weit und breit keine Mutter oder Vater zu sehen ist.
Sie überlegt ob sie das Mäderl ansprechen soll, lässt es dann aber sein, denn manche Eltern sehen es gar nicht gerne, wenn man ihr Kind anspricht.
Am dritten Tag aber ist es der Frau Huber zu dumm und sie setzt sich ans andere Ende der Bank und nimmt eine bunte Illustrierte aus der Tasche und tut so, als ob sie darin lesen würde.
Das Kind beäugt sie neugierig.
Langsam rutscht die Kleine immer näher an die Frau Huber heran.
Frau Huber lächelt das Mädchen freundlich an, das Mädchen lächelt zurück und kommt jetzt ganz nahe um einen Blick in die bunte Zeitschrift zu werfen.

*Magst die Zeitung anschauen?*
Frau Huber hält ihr die Zeitschrift hin, aber die kleine schüttelt nur den Kopf und rutscht wieder ans andere Ende der Bank.
*Was für ein eigenartiges Kind* denkt die Frau Huber und lächelt die kleine wieder freundlich an.
*Wie heißt du denn ?*
Mit zusammengepressten Lippen sagt das Mädchen *Maja*
*Was für ein schöner Name*
Irgendwie fällt der Frau Huber das Lied von der Biene Maja ein.
*Bist du allein hier im Park ?*
Die Kleine nickt nur.
*Warum bist du denn nicht am Spielplatz?*
*Da darf ich nicht hin* flüstert Maja.
*Warum denn nicht ?*
*Mama erlaubt es nicht* jetzt spricht die Kleine schon etwas lauter.
*Und wo ist deine Mama ?*
*Die arbeitet bis 4 Uhr und ich muss hier sitzen bleiben und auf sie warten*
Frau Huber seufzt, armes Mädchen fährt es ihr durch den Kopf.
So ganz nebenbei schaut die Frau Huber kurz auf ihre Armbanduhr und sieht dass es 16.15 ist.
Und da biegt auch schon eine junge Frau um die Ecke und Maja springt freudig auf und läuft ihr entgegen.

Misstrauisch schaut die junge Frau die Frau Huber an, nimmt ihr Kind an die Hand und verschwindet.

Zu gern hätte Frau Huber sie gefragt, ob sie denn keine Betreuung für ihr Kind hat.
Denn in den Augen der Frau Huber, kann es doch nicht sein, dass ein kleines Kind, das Mädchen ist vermutlich 6 oder 7 Jahre alt, jeden Tag auf einer Bank im Park warten muss, bis ihre Mama aufhört zu arbeiten.

Nachdenklich macht sie sich auf den Weg nach Hause.
Und denkt darüber nach wie gut es eigentlich ihrer Tochter Laura gegangen ist, die nie allein warten musste bis ihre Mama sie von irgendwo abgeholt hat.

Irgendwie lässt der Vorfall der Frau Huber keine Ruhe und sie beschließt auch am nächsten Tag zu der Bank im Park zu gehen und nach dem Mädchen zu sehen.

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Frau Huber muss zum Zahnarzt

Zeichnung: Dominik Voss

Frau Huber hat noch einige eigene Zähne, der Rest ist zum Herausnehmen.
natürlich putzt sie sowohl die eigenen als auch die transportablen Zähne, die sie liebevoll *Beisserl* nennt, regelmäßig, trotzdem bleibt ab und zu ein Besuch beim Zahnarzt nicht aus.
Und da sie eine Plombe aus einem ihrer Zähne verloren hat und sie das empfindlich stört, hat sie beim Zahnarzt, zu dem sie schon jahrelang geht angerufen und musste mit Schrecken feststellen, dass der gute Mann vor einem halben Jahr in Pension gegangen ist.
*Der ist doch noch gar nicht so alt, wieso geht der in Pension* regt sich die Frau Huber bei ihrer Freundin, der Liesel auf.
*Geh Lintschi, der ist über 70, der darf schon in Pension gehen*
*Und was mach ich jetzt ?*
*Na du gehst einfach zum Nachfolger*
*Liesel, das ist eine Zahnärztin, eine Frau*
*Lintschi, wo ist das Problem, meinst die kann deine Beisserchen nicht reparieren?*
*Na ich weiß nicht, mit so jungen Ärzten oder Ärztinnen hab ich es nicht so, denen fehlt die Erfahrung*
*Lintschi, wenn sich das jeder denkt, dann werden die nie ihre Erfahrungen machen* sagt die Liesel schon etwas genervt.
*Aber doch net an mir, ich bin ja kein Versuchskaninchen*
*Nein, Versuchskaninchen bist keins, aber ein Angsthase*
*Weißt was, Lintschi, mach was du willst, nützt eh nichts, wenn ich dir sag, dass das ein Blödsinn ist, was du da sagst.*

Seufzend bricht die Frau Huber das Gespräch ab und denkt ein paar Stunden nach und redet mit dem Fritzi, ihrem Wellensittich, der ihr nicht so widerspricht, wie ihre Freundin, die Liesel.

Am nächsten Tag, es ist ein Freitag, nimmt die Frau Huber all ihren Mut zusammen und ruft bei der neuen Zahnärztin an. Eine sehr freundliche Dame meldet sich und fragt nach ihren Wünschen.
Schon nach kurzer Zeit, weiß diese Dame, dass die Frau Huber Patientin vom Herrn Doktor ist, der in Pension gegangen ist, sie haben den Patientenstamm übernommen.
Und einen Termin findet die Dame auch gleich:
*Ist ihnen der 09. recht, ginge gleich in der Früh um 09.00 Uhr. ?*
Schnell sagt die Frau Huber zu und kommt dann als sie aufgelegt hat, drauf, dass das ja schon am kommenden Montag ist, also gleich nach dem Wochenende.
Nicht viel Zeit zum seelischen Vorbereiten.

Am Montag ist sie dann aber kurz vor 09.00 Uhr vor der Tür der Zahnärztin.
Das Wartezimmer hat sich sehr verändert, viel freundlicher und heller, als früher und es riecht gar nicht mehr so nach Zahnarzt, wie beim alten Doktor.
Nachdem sie ihre ecard hergezeigt hat und alle Formalitäten erfüllt sind, wird sie auch schon zum Röntgen gebeten.
Der alte Doktor hat nur geröngt, wenn einem was weh getan hat, aber auch davon war die Lintschi Huber sehr angenehm überrascht, das war gar nicht mehr so unangenehm wie früher.
Trotzdem sitzt sie dann mit laut klopfendem Herzen im Warteraum, aber ehe sie sich überlegt hat ob sie ihre Brille eingepackt hat, um eine der Zeitschriften zu lesen wird schon ihr Name genannt und eine junge, sehr hübsche Frau, die sich als Doktor Zimmermann vorstellt, bittet sie in den Behandlungsraum.
*Augen zu und durch* denkt die Frau Huber und schreitet tapfer zum Stuhl, der ihr immer so viel Schrecken eingejagt hat.
Die junge Zahnärztin lobt die Frau Huber, dass ihre Zähne sehr gepflegt aussehen und dass da neben der fehlenden Plombe noch eine Kleinigkeit zu richten sei.
*Das machen wir aber das nächste Mal*
Und schon kann die Lintschi wieder gehen.
*Ich nehm mir aber keinen Termin mehr an einem Montag* denkt sie *Da ist mir ja das ganze Wochenende verdorben*
Die Dame an der Rezeption schaut einen Augenblick in ihren Computer und meint, am Freitag wäre noch was frei, aber erst um 11 Uhr, wäre das auch recht:
Freudig sagt die Frau Huber zu, Wochenende gerettet.

Erst zu Hause kommt sie drauf, dass an diesem Freitag ausgerechnet der 13. ist.

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Wieder mal eine Geschichte von Frau Huber

 

 

Jetzt gab es schon länger keine Geschichte von unserer Frau Huber.
Das soll sich jetzt sofort ändern.

 

 

 

 

Dank Corona, muss auch Frau Huber auf das eine oder andere Vergnügen und Treffen verzichten. Sie gehört auf Grund ihres Alters zur Risikogruppe und möchte nichts riskieren.
Sie geht 2x die Woche einkaufen, trägt da natürlich den Mund-Nasenschutz und versucht ihren Einkauf so zu legen, dass die Geschäfte nicht grad bummvoll sind.
Einige Dinge besorgt ihr ihre Tochter, die Linda, weil die mit ihrem Auto doch etwas mobilier ist.
Ab und zu ein Spaziergang, allein, muss auch sein.
Und ansonsten ist Frau Huber sehr froh, dass sie sich rechtzeitig an ihr Mobiltelefon gewöhnt hat.
So kann sie mit ihrer Freundin, der Liesel und auch mit dem Herrn Emanuel telefonieren.
Der Emanuel ist der Uhrmacher, den die Frau Huber kennen gelernt hat, als sie die Ur ihres verstorbenen Mannes zur Reparatur gebracht hat.
Leider ist er wenig später in eine Altersresidenz gezogen.
Von dort erzählt er ihr immer wieder sehr nette Geschichten, wie das leben in so einer Gemeinschaft ist und ein wenig hat die Frau Huber den Eindruck, er will ihr so eine Alterswohngemeinschaft schmackhaft machen.
Sie hat sich den Betrieb dort auch schon angeschaut und es auch sehr angenehm und wohnlich empfunden, aber solange sie ohne irgendwelche Hilfe zurecht findet, möchte sie in ihren eigenen 4 Wänden bleiben.

Beim letzten Telefonat hat ihr der Herr Emanuel erzählt, dass er jetzt sehr oft mit einer gewissen Lore spazieren geht, er wirkte fast ein wenig verliebt, der alte Filou.
Er schmeichelt sich ja bei den Frauen, die dort in der Überzahl sind ein, indem er ihre Uhren kostenlos einem Service unterzieht und auch schon x alte, nicht mehr getragene Uhren wieder zum Leben erweckt hat.

Die Liesel spekuliert jetzt auch damit, in die Residenz zu ziehen.
Na das wird was werden, wenn sie alle, die sich aus dem Cafe kennen, dort landen werden.

Frau Huber lebt aber noch sehr gern allein in ihrer netten Wohnung und seit sie ihren Vogel, den zugeflogenen Wellensittich hat, fühlt sie sich gar nicht allein.

Sie hat auch sehr nette Nachbarn und Mitbewohner im Haus, die sich immer ein wenig sorgen, wenn sie sich mal ein paar Tage nicht meldet.

So darf es noch eine Weile bleiben, trotz Corona fühlt sie sich wohl und denkt noch nicht über eine grundlegende Veränderung nach.

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Frau Huber und der Vogel

Und hier ist der schon sehnsüchtig erwartete 3. Teil.

Bin gespannt ob er euch auch so gut gefallen wird.

Huber hat einen Vogel III

 

 

 

Lange hat die Frau Huber darüber nachgedacht, wie sie heraus bekommen könnte, wem der Wellensittich, der ihr zugeflogen ist und der es sich bei ihr gleich so gemütlich gemacht hat, gehören könnte.
Der Gedanke, dass er vielleicht einem kleinen Kind gehört, das sich die Augen ausweint, weil sein Vögelchen weg geflogen ist, machte ihr echt Kopfzerbrechen.

 

 

Wieder Mal holte sie sich Rat bei ihrer Tochter.
Die Linda meinte, sie könnten das Vögelchen doch fotografieren und einen Brief dazu entwerfen, den sie auf ihrem Computer ausdruckt und den sie dann in der Umgebung verteilen könnten.
Beim Bäcker und im Blumengeschäft und vielleicht auch im Supermarkt kann man bestimmt solche Zettel aufhängen.
Das Enkelmädchen meinte dann auch noch, dass sie ein paar dieser Zetteln auch auf Bäume hängen könnten.
Die Idee fand die Frau Huber ganz toll und die drei Frauen machten sich gleich ans Werk.

 

 

Am Abend waren die Zetteln mit Foto und mit der Telefonnummer der Frau  Huber schnell verteilt.
Die Frau Huber hat dann den ganzen Abend das Telefon nicht aus den Augen gelassen.
Fritzi saß beim Fernschauen auf ihrer Schulter und pickte sie ab und zu ins Ohrläppchen.
Um Mitternacht ist sie dann ins Bett gegangen, den Vogelkäfig zugedeckt mit einer Decke, damit es der Fritzi schön kuschelig und dunkel hat.

Ihr letzter Gedanke war, dass sie echt traurig wäre, wenn Fritzi wieder *nach Hause* gehen müsste, aber da würde sie halt durch müssen.

 

 

Beim Frühstück klaute ihr der vorwitzige Vogel wieder ein Stück Butterbrot und bekam dann ein Stück Apfel als Trost.
Um acht Uhr läutet dann tatsächlich das Telefon und eine männliche Stimme sagte: “Mir gehört der Vogel nicht” – na sehr interessant.

Aber es kamen noch ein paar so spaßige Anrufe, ein paar Mal waren es Kinder, die ins Telefon kicherten.

Zu Mittag dann aber war es soweit, eine weibliche Stimme meldete sich und frage nach ein paar Details, ob der Vogel vom Butterbrot abbeißt oder ob er ins Ohrläppchen beißen würde.
Da war der Frau Huber sofort klar, dass das die Besitzerin sein muss.
Seufzend beantwortet sie die Fragen der unbekannten Frau und war etwas verzagt, weil sie sicher war, dass die ihr Vögelchen wieder haben wird wollen.

 

 

Aber ganz überraschend meinte die weibliche Stimme:
“Wollen sie das Viech behalten ?”
Allein der Ausdruck *Viech* – Frau Huber musste schnell nach Luft schnappen und fragte gegen, ob sie ihn denn nicht wieder haben wolle.
“Nein, wissen sie, der ist mir mit seinem Gezippe am frühen Morgen, schon so auf die Nerven gegangen. Behalten sie ihn !”
……………….und aufgelegt war.

 

 

Jetzt blieb der Drau Huber echt der Mund offen, das konnte sie gar nicht fassen.
In dem Augenblick kommt Fritzi angeflogen, setzt sich auf ihre Schulter und piepst ganz laut.
“Fritzi, du darfst bei mir bleiben! ” jubelt sie.
“Das muss ich der Linda erzählen, das glaubt mir ja kein Mensch !!”

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Frau Huber und der Vogel

Sicher wartet ihr schon auf die Fortsetzung der *Vogelgeschichte*
Nun hier kommt sie. Ich will euch nicht länger warten lassen.
Der erste Teil steht hier
https://peggytalk.peggy-forum.at/?p=9016

 


Frau Huber hat einen Vogel II

Das Vögelchen ist während dem Telefonat mit der Linda auf den Kopf der Frau Huber geflogen und hat es sich in ihrem Haar gemütlich gemacht.
Unglaublich wie zutraulich das kleine Tierchen ist, denkt sich die Frau Huber.
Die Linda hat versprochen, ihr einen Vogelkäfig zu bringen, aber einen großen, gell, denn der Kleine soll Platz haben.
Linda seufzt zwar vor sich hin, verspricht aber so schnell wie möglich vorbei zu kommen.

 

Das Vögelchen macht keinerlei Anstalten, aus dem immer noch weit geöffneten Fenster zu fliegen.

Es hüpft vom Kopf auf die Schulter der Frau Huber und dann auf ihren Arm und begleitet sie in die Küche, setzt sich auf die Lehne des Küchenstuhls und schaut ihr zu, wie sie den Abwasch macht und das Essen für zu Mittag vorbereitet.

 

Schon eine Stunde später kommt Linda mit einem wirklich wunderschönen Käfig, mit einem Säckchen Vogelsand und allerhand Zubehör, die so ein Vögelchen halt braucht.
So nebenbei knöpft sie ihrer Mutter eine doch recht beachtliche Summe für das neue Zuhause des Vogels ab.
Ja Tierhaltung kostet…..

Als die beiden Frauen alles fertig hergerichtet haben, fliegt der Vogel, der  noch keinen Namen hat, einfach auf das Dach des Käfigs und beäugt von oben sein vermeintliches neues Zuhause.
So ein Käfig scheint ihm nicht fremd zu sein, denn er klettert von Sprosse zu Sprosse und findet ohne Scheu den Eingang.

Frau Huber und ihre Tochter staunen nicht schlecht.
“Wie soll der Piepmatz denn eigentlich heißen ?” fragt die Linda ihre Mutter.
Spontan fällt der Frau Huber kein passender Name ein.
“Ist das ein Manderl oder ein Weiberl?” fragt sie, mehr sich selbst als ihre Tochter.
“So frech wie der ist, muss das ein Manderl sein” meint die Linda.
“Na dann soll er FRITZI heißen”

 

Dann macht Linda aber ein ernstes Gesicht.
“Willst du das Vogerl, also den Fritzi, wirklich behalten ?
“Ja aber klar, warum denn nicht “

“Na der ist doch sicher irgendwo ausgeflogen, vielleicht sitzt da irgendwo ein Kind und weint, weil ihm der Vogel abhanden gekommen ist.”

Daran hat die Frau Huber noch gar nicht nachgedacht und bei dem Gedanken an ein weinendes Kind bekommt sie ein ganz schlechtes Gewissen.
Und sie beginnt nachzudenken wie sie heraus bekommen könnte, ob der Vogel jemanden in der Umgebung gehören könnte.

“Mir wird schon was einfallen, jetzt bleibt er erst mal da! “
Und als ob der Fritzi es verstanden hätte, macht er ganz laut *Piep*

 

 

**** wies weiter geht, erfahrt ihr demnächst, hier auf diesem Kanal ***

 
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Frau Huber hat einen Vogel

Vielleicht habt ihr schon drauf gewartet, dass es endlich wieder eine neue Geschichte hier im Peggy-Talk gibt.
Von einigen Mitlesern ist eine Geschichte von Frau Huber urgiert worden.
Ich hatte da leider ein wenig eine Schreibblockade, nein es war eher eine Einfalls-Blockade, aber heute scheint es so, als ob sich diese gelöst hat.

 


Frau Huber hat einen Vogel

 

Wie jeden Morgen klingelt bei Frau Huber um 7.00 Uhr der Wecker.
Nach wenigen Augenblicke des Wachwerdens, schlüpft sie in ihre Pantoffeln und versucht sich dann im Bad, den Schlaf aus den Augen zu vertreiben.
Danach gehts dann in die Küche zum Kaffee kochen und ein Butterbrot streichen.
Frühstück eben.
Vorher öffnet sie aber im Wohnzimmer beide Fenster und schlägt die Vorhänge beiseite um die Morgenluft herein zu lassen.

 

Danach holt sie ihre Zeitung, die man ihr auf die Fußmatte, vor ihrer Wohnungstür gelegt hat.
Das Radio läuft dann auch schon, denn um 7.30 kommen die ersten Kurznachrichten, die müssen jeden Morgen sein.
Heute allerdings ist irgendwas anders.
Ihr ist, als ob die einen Vogel hören würde, aber das ist eigentlich nicht möglich, denn in der Straße, in der die Frau Huber wohnt, da singen selten Vögel.

 

Da ist es aber wieder, das leise Zwitschern. 
Da muss die Frau Huber einfach nachschauen gehen, das zwitschern kommt aus dem Wohnzimmer.
Ja und da traut die rau Huber tatsächlich ihren Augen nicht, mitten in ihrem Wohnzimmer, auf der Kante des Sofas, da sitzt ein himmelblauer Wellensittich, der sie freundlich anschaut, das Köpfchen zur Seite legt und sie anzwitschert.

 

“Ja, wo kommst du denn her ?” fragt die Frau Huber den Vogel.
Nun ja, der gibt ihr natürlich keine Antwort.
Langsam nähert sie sich dem Eindringling, der aber bleibt seelenruhig sitzen und zwitschert fröhlich weiter.
Nun breitet er auch noch seine Flügel aus und fliegt der Frau Huber auf die Schulter.
Sie weiß im Augenblick gar nicht, wie sie sich verhalten soll.
Mit dem possierlichen Tierchen auf der Schulter,  geht sie in Richtung Fenster. Offenbar in der Hoffnung, dass der Vogel wieder das Weite such, aber weit gefehlt. Der Sittich fliegt von ihrer Schulter ein paar Mal quer durchs Zimmer, setzt sich kurz auf die Kommode und dann wieder zurück auf die Kante des Sofas.

 

“Na dann bleib halt da – ich geh mein Frühstück fertig essen.
Dann schauen wir wie es mit dir weiter geht”
Mit diesen Worten geht Frau Huber wieder zurück an ihren Küchentisch und nimmt einen großen Schluck Kaffee.
Da hat die Frau Huber aber die Rechnung ohne den neuen Bewohner gemacht. Der fliegt ihr frech hinterher und  landet knapp neben ihrem Butterbrot, das er intensiv beäugt und dann seinen Schnabel drauf senkt und sich ein Bröckchen abbeißt.
Da muss Frau Huber herzlich lachen, denn so einen frechen Vogel hat sie bisher noch nie erlebt.

 

Nun überlegt Frau Huber aber ernsthaft, was sie mit dem Tierchen machen soll.
Ihn einfach aus dem Fenster bugsieren, nein das bringt sie nicht übers Herz. Aber ihn behalten, das wird auch nicht gehen, denn so ein Vogel braucht ja wohl ein Plätzchen, zum Schlafen, Fressen und zum Baden.
Soviel weiß Frau Huber, denn ihre Schwester hatte früher auch ein Sittichpärchen.
Aber woher soll sie denn jetzt so auf die Schnelle einen Käfig herbekommen ?
Also da war guter Rat teuer.
Inzwischen hat der kleine Piepmatz sich weiter über das Butterbrot her gemacht. Fast könnte man annehmen, dass er das so gewöhnt ist.

 

Während sich Frau Huber anzieht und sich die Zähne putzt fällt ihr ein, dass sie ja ihre Schwester fragen könnte, wo sie gut und günstig einen Vogelkäfig herbekommen könnte oder ihre Tochter, die Linda, ja die sollte ihr da auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Also greift sie gleich zum Telefon und ruft die Linda an.
Der fällt vor Lachen fast der Hörer aus der Hand.

“Mutter, du bist nicht auf den Hund gekommen, nein du hast einen Vogel”

 

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Frau Huber – Veränderungen

Neues Jahr und jede Menge Veränderungen im Haus und Leben der Frau Huber.
Das junge Pärchen ist ganz überraschend aus der Nachbarswohnung ausgezogen.
Das war echt sehr traurig für unsere Frau Huber, denn grad eben hat sie sich ein wenig mit den jungen Leuten angefreundet und sogar einen der Weihnachtsfeiertage mit ihnen verbracht.

Sie hat das Pärchen spontan für den 2. Weihnachtsfeiertag zu sich zum Essen eingeladen und sich sehr gefreut, dass die jungen Leute ihre Einladung auch angenommen haben.
Traditionell hat sie einen Stefaniebraten gemacht.
Für all jene die nicht wissen, was ein Stefaniebraten ist, sei erklärt, dass das ein Faschierter Braten oder auch Hackbraten ist, in dem hart gekochte Eier und Karotten eingebunden sind.
Und bei der Familie Huber wird dieser Braten immer am zweiten Weihnachtsfeiertag, dem Stefanietag, serviert.
Dazu gab es Petersilkartoffeln und einen grünen Salat.

Die junge Frau hat gebeten ob sie die Nachspeise mitbringen darf und Frau Huber hat da freudig zugesagt.
In einer Glasschüssel hat das Mädel ein wunderbares Apfel-Tiramisu zubereit. Der Bursche hat eine Flasche guten Wein mitgebracht und es wurde ein wunderbares Essen, bei dem sie viel gelacht und geredet haben.

Leider war es ein kurzes Vergnügen, diese Bekanntschaft, denn schon  am Neujahrstag haben die beiden der Frau Huber mitgeteilt, dass sie ausziehen werden.
Es kam für alle sehr überraschend, denn die Eltern der jungen Frau haben ihnen ihre Eigentumswohnung zur Verfügung gestellt, weil sie, die Eltern in ein geerbtes Haus ziehen werden.

Dafür wird der Bruder des Burschen und dessen Freundin, also wieder ein junges Pärchen in die Nachbarswohnung ziehen.
Somit sieht Frau Huber diese Veränderung mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Und im Erdgeschoss, da gibt es auch Veränderungen.
Die junge Familie hat Nachwuchs bekommen.
Erst kurz vor Weihnachten war der Frau Huber das Bäuchlein der jungen Frau aufgefallen.
Auf ihre Frage, wann es denn soweit sein werde, meinte die Neo-Mama, in ein paar Tagen.
Und tatsächlich, pünktlich im Neuen Jahr stand dann der Kinderwagen vor der Tür.
Ein kleines Mädchen war eingezogen, mit ganz dunklen Haaren und ebenso dunklen Augen.
Den Namen des Babys hat sich Frau Huber leider nicht merken können.

So nimmt das Leben im Haus der Frau Huber seinen Lauf und man darf gespannt sein, wie es weiter gehen wird.

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