Neu in meiner Leselotte

Ich war in einer Buchhandlung.
An den Kochbüchern bin ich vorbei geschrammt, normalerweise gelingt mir das nur sehr selten.
Dann aber blieb mein Blick auf einem Taschenbuch hängen.
Erst hat mich ja nur das Cover angesprochen, dann als ich es in der Hand hielt, da wars schon halb um mich geschehen. Und erst als ich den Inhalt gelesen habe – gekauft.
Und so käme meine Leselotte wieder zu Ehren, allerdings nur so halb und halb, wenn ich im Bett lese.
Aber dieses Buch konnte ich eh nicht aus der Hand legen und so wanderte es gleich mal in meine Handtasche, weil ich meist ja im Bus lese.

Das Buch – das Cover-
6 Uhr41 – von Jean-Philippe Blondel

6uhr41

Der Inhalt:

Cécile hat das Wochenende bei den Eltern verbracht.
Am Montagmorgen sitzt sie erschöpft im Frühzug, ist auf dem Rückweg zu Mann und Kind.
Der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc.
Auch Philippe hat Cécile gleich erkannt. Doch beide schweigen sie geschockt.
Jeder für sich erinnern sie sich in den eineinhalb Stunden bis Paris, wie verliebt sie vor dreißig Jahren waren. Als sie zusammen ein romantisches Wochenende in London verbringen wollten und dort alles aus den Fugen geriet.
Je näher der Gare de l’Est kommt, desto größer wird die Ungewissheit: Soll er sie ansprechen?
Was könnte sie – nach all den Jahren – zu ihm sagen? Was wäre, wenn ..

Der Autor:

 

jean-Philippe_Blondel

Von Ji-Elle – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16943868

Jean-Philippe Blondel studierte Lehramt und machte 1987 einen Magister in Englisch.  Er arbeitet seit 1990 als Englischlehrer an einem Gymnasium in Troyes und am Institut universitaire de technologie de Troyes.
Als Schriftsteller hat er seit 2003 eine Reihe Romane und mehrere Jugendbücher veröffentlicht.

Die Frage des Tages – asozial ?

kinder3Immer wieder bekomme ich, leider auch in meinem Job, zu hören, dass Familien mit mehr als 2 Kindern doch asozial seien.
Erst kürzlich hatte ich ein derartiges Erlebnis im Autobus.
Es steigt eine Frau mit 5 Kindern ein. Es war nicht mal ersichtlich, dass alle Kinder ihr gehören würden. Gut, die Kinder waren nicht grad leise – da regt sich ein alter Mann fürchterlich auf. Der hat sich wohl in seinem Busnickerchen gestört gefühlt und wirft nach Überblicken der Lage gleich wieder diesen Satz :
“5 Kinder, eh klar, die sind ja asozial”,in den Busraum.
Der alte Mann ist dann ausgestiegen, weiter vor sich her schimpfend.
Der hat sicher zur Sorte ich reg mich über alles auf, sonst ist mir fad. gehört :-)

Dazu meine Frage des Tages:

Fragezeichen1
Selbst wenn alle 5 Kinder, die eigenen der Frau gewesen wären,
warum ist eine Familie, die sich für viele Kinder entscheidet,  asozial ?
Was versteht man überhaupt unter asozial ?

Die Frage des Tages – Der ideale Partner

backmann
Dass man sich keinen Mann/keine Frau  backen lassen kann, nach seiner Vorstellung, wissen wir ja eh alle.
Aber so ein klein wenig versucht man doch, den Partner zu finden, der seinen Idealvorstellungen entspricht.

Fragezeichen1Soll der ideale Partner lieb, einfühlsam, zärtlich sein, über Gefühle sprechen können ?
Brauchen manche Frauen einen kräftigen Schuss Macho dazu ?
Soll er/sie gut aussehen oder hat man dann Angst, dass er/sie einem nicht allein gehört ?

Erzählt mal so ganz allgemein, wie euer Traumpartner sein soll.

Wiener Zwiebelrostbraten

1zwiebelrostbraten1
Heute gibt es wieder ein typisches Gericht aus Wien.
Der Wiener Rostbraten wird nicht, wie vielleicht anderswo, kurz gebraten, sondern weich gedünstet.
Dadurch verbinden sich die Aromen des Fleisches besonders gut mit dem Saft.

 

Dafür braucht ihr:

4 Stück Rostbraten je ca. 200 g
4 große, in Ringe geschnittene Zwiebeln
Fett zum Braten
Rindsuppe nach Bedarf
Mehl zum Wenden
1 EL Butter
Pfeffer und Salz

Und so gehts:

Die Rostbratenscheiben klopfen, am Rand mehrmals einschneiden, leicht salzen und pfeffern.
Rostbraten in Mehl wenden, dann beidseitig in Fett braten (immer ein Stück nach dem anderen)
Wenn alle Scheiben geröstet sind, das Fleisch warm stellen und das Fett aus der Pfanne abgießen.
Einen Esslöffel Butter in derselben Pfanne schmelzen, 1 bis 2 Zwiebeln in Ringe geschnitten, darin braten
bis die Zwiebelringe braun sind, dann die Rostbratenscheiben wieder in die Pfanne legen, mit Suppe aufgießen und weich dünsten.
Jetzt die restlichen Zwiebelringe,leicht in Mehl wenden und in reichlich Fett goldbraun rösten, abtropfen lassen und salzen.
Zwiebelrostbraten auf Tellern verteilen, Saft zugießen und mit den gerösteten Zwiebelringen garnieren.
Dazu isst man Bratkartoffeln.

Frau Huber und der Einkaufszettel

frauhuber1Frau Huber musste dringend einkaufen gehen. Im Kühlschrank war nur noch Milch, Butter und ein paar Blatt Käse.
Nur wusste sie noch nicht, was sie heute kochen sollte.
Frau Huber kocht immer für 2 Tage, weil nur eine Portion, das würde sich nicht lohnen.
Auf dem Tisch liegen neben der Zeitung ein Block und ein Stift. Da notiert die Frau Huber was sie einkaufen möchte.
Eigentlich hätte sie Lust auf Hendel mit Reis und Erbsen.
Schnell notiert sie: Hendl, Erbsen – Reis ist noch genug da. Ach ja, dieses Brathendlgewürz, das ist auch leer, also ebenfalls notiert. Obst wäre auch wieder mal gut, Äpfel oder Bananen. Und eine Gurke, zum Hendl mit Reis passt Gurkensalat sehr gut.
Frau Huber trinkt noch ihren Kaffee aus, richtet die Einkaufstasche und die Geldbörse her.
Ein Blick aus dem Fenster – ja leider den Regenschirm wird sie auch mitnehmen müssen, es tröpfelt schon ein wenig.
Also Schuhe angezogen und den Mantel, Hut aufgesetzt – ja Frau Huber trägt seit neuestem Hut, weil der Herr Haller gesagt hat, der steht ihr so gut.
Und dann geht es zum Supermarkt.

Im Stiegenhaus trifft sie die Nachbarin, die Frau Weber. Die neugierige Nase, wie sie die Frau Huber im Geheimen nennt. Die Frau Weber ist aber gar nicht mehr so arg neugierig, sie kennt inzwischen die meisten Leute im Haus und hat immer neue Informationen.
So erzählt Sie der Frau Huber, dass die Tochter vom Hausmeister ein Kind bekommt, von einem Ausländer – na sowas aber auch – die Frau Huber rollt mit den Augen und will schnell weiter gehen, bevor ihr die Frau Weber noch mehr Hausklatsch erzählt, aber die Frau Weber hält sie am Ärmel fest und flüstert ihr zu, dass neue Mieter einziehen werden, weil der alte Mann, der im 1. Stock gewohnt hat, der immer so verwirrt war, jetzt ins Altersheim ziehen hat müssen.
Die Frau Huber weiß aber, dass der alte Mann in ein Pflegeheim musste, weil er an Alzheimer erkrankte. Das tut der Frau Huber echt leid und in Gedanken hofft sie, dass ihr das nicht auch passiert.
Dann kann sie sich endlich von der Frau Weber losreißen und sich  zum Supermarkt aufmachen.

Dort angekommen sucht sie zuerst diese Marke, um einen Einkaufswagen zu nehmen. Sie kramt in der Einkaufstasche, in der Geldbörse und ärgert sich schon fast, dass sie den zu Hause vergessen hat, da findet sie ihn in ihrem Mantelsack. Offenbar schlummerte er dort noch vom letzten Einkauf.
Und dann…. ja wo ist denn nur der Zettel auf dem sie sich ihre Einkäufe notiert hat – wieder stöbert sie ihre Tasche durch und schaut in die Börse, aber da war kein Einkaufszettel.
Der liegt offenbar noch zu Haus am Tisch, neben der Tageszeitung und dem Stift.
Frau Huber seufzt und denkt, dann muss der Einkauf eben ohne Zettel gehen –

und wie war das mit der Hoffnung nicht so vergesslich zu werden, wie der alte Mann aus dem ersten Stock ?

Die Frage des Tages – Lauschen ?

bus150.150Ich sitz im Autobus, vor mir zwei Frauen, die ich flüchtig kenne.
Die drehen sich aber nicht um und quatschen frisch fröhlich vor sich hin.
Dabei unterhalten sie sich über eine Person die ich kenne.
Na ja sagen wir mal, diese Person kommt in der Unterhaltung nicht wirklich nett weg.
Als sie aussteigen, spiegelt sich Entsetzen in ihren Gesichtern, weil sie erkannt haben, dass ich hinter ihnen gesessen bin und wohl oder übel ihre Unterhaltung mit angehört haben muss.

Dazu meine Frage des Tages:

Fragezeichen1
Fällt das eher ungewollte Zuhören auch unter Lauschen ?
Lauscht ihr manchmal Gesprächen, die sich vor oder hinter euch abspielen ?

WIEN – wie ich es sehe

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Foto: Andrea Voss

Der Raimundhof
ist nach dem Schauspieler Ferdinand Raimund benannt, der im dort angesiedelten Haus “Zum goldenen Hirschen” 1790 geboren wurde. Das Haus auf der Mariahilfer Straße 45 ist ein Durchhaus, das in Aneinanderreihung mehrere Stiegenhäuser und Höfe die Mariahilfer Straße mit der Windmühlgasse verbindet.
Eine Einkaufspassage sowie kleine Lokale und Cafés beleben heute den Raimundhof.

Textquelle: wien.gv.at

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