Heute gut Stimmung bei uns im Haus

Wenn der Samstag Morgen so gut beginnt, dann kann es ja nur gute Stimmung geben.

Ihr wisst ja, Samstag ist mein Wiegetag.
Also raus aus dem Bett, Brille gesucht, gefunden und aufgesetzt und ins Bad.
Seit vorigen Samstag hab ich das doofe Ding, sprich die doofe Waage ja nicht mal angeschaut.

Das dürfte sie sich zu Herzen genommen haben und sie hat heute ein echt tolles Ergebnis angezeigt.

 

1,40 kg weniger !!
Na bitte, es geht doch !

 

 

 

 

Dann hat der Herzensmann ein gutes Frühstück gezaubert, mit einem Kornweckerl, mageren Schinken, einem weichen Ei, Räucherlachs und einem kleinen Obstteller.
Ein paar herzliche Lacher waren auch dabei.
Das hebt die Stimmung noch mal.

 

 

Und da wir gestern schon den Wochenendeinkauf erledigt haben, in aller Ruhe und ohne Stress, steht jetzt einem gemütlichen Nachmittag nichts mehr im Wege.

Ich mach uns jetzt einen richtig guten Kaffee, Kuchen will keiner haben, also wird das Backen gecancelt und dann schauen wir mal ob wir einen netten Film für uns finden.

Hoffe es geht euch auch so gut und ihr genießt den Samstag in vollen Zügen !

+1

Brieffreundschaften

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich schreibe heute tatsächlich über BRIEFFREUNDSCHAFTEN.

Vor mehr als 40 Jahren, als meine Töchter klein waren, da hatte ich natürlich noch kein Internet, da konnte man in einer Eltern-Zeitschrift, nach Brieffreunden suchen oder auch selbst eine Anzeige aufgeben damit man als Brieffreundin gefunden wird.

Ich hatte da mehreren Frauen mit Kindern so ca. im Alter meiner Kinder geschrieben und dann flogen da die Briefe hin und her.
Ich hab nahezu jeden Wochentag einen Brief bekommen und den auch immer gleich beantwortet.
Als man sich etwas besser kannte, wurden die Briefe immer länger und dann hat man auch Fotos ausgetauscht.
Das war richtig nett.
Irgendwann, als die Kinder größer geworden sind oder andere Umstände eingetreten sind sind diese Brieffreundschaften leider eingeschlafen.

Vor einiger Zeit habe ich Fotos sortiert und dabei sind mir ein paar Bilder in die Hände gefallen von der Briefschreiberin mit der ich den innigsten Kontakt gehabt habe.
Ich hab dann gegoogelt, aber von ihr nichts gefunden, aber da ihre Kinder sehr ungewöhnliche Namen hatten, hab ich eine ihrer Töchter gefunden.
Und ganz spontan hab ich der ein Mail geschrieben und ihr erklärt, dass ich ihre Mutter  vor so langer Zeit per Brief gekannt habe und ob sie so nett wäre und ihrer Mama meine Adresse geben könnte.
Es kam sehr schnell Antwort und sie versprach, die Adresse weiter zu geben.
Und gestern kam tatsächlich ein Brief von jener Brieffreundin.
Ich hab mich so gefreut und werde heute gleich zurück schreiben.
Sie wohnt immer noch unter der alten Adresse, ganz oben in Deutschland.
Da sie kein Internet hat, bzw. sich damit nicht befassen mag, werden wir zur alten Brieffreundschaft zurück kehren.
Diesmal muss es ein weißes Blatt Papier sein, aber gleich nächste Woche werde ich mir nettes Briefpapier besorgen und einen Fineliner und dann freu ich mich auf nette Briefe, die zwar mit der Schneckenpost kommen werden, aber die mich ein wenig in eine längst vergangene Zeit versetzen werden.

Ich frage mich, ob es anderen Leuten auch so geht ?
Hattet ihr Brieffreunde, die ihr vielleicht sogar irgendwann kennen gelernt habt ?

+2

In unserem Panoptikum-Haus

Diesmal spielt meine Erzählung nicht in unserem Panoptikum-Haus, sondern davor.

Wir leben ja hier in einer richtigen Hundegegend und unsere Gasse ist eine beliebte Gassi-Geh-Gasse.
Ich also raus aus unserem Haus und *schwupps* bin ich auch schon ins “Glück” gestiegen, also in eine Hinterlassenschaft eines der Hunde, die da Gassi geführt worden sind und dessen Herrchen oder Frauchen offenbar kein Sackerl mit dabei hatte.

Denn hier gilt eigentlich der Slogan, nimm ein *Sackerl fürs Gackerl*
Sackerl ist, für meine deutschen Mitleser, eine Tüte, aber Tüte reimt sich nicht auf Gackerl.
Und Gackerl ist das was man Hinterlassenschaft der Hunde nennt.

Ja nun, mein Schuh war, da ins Gackerl getreten, unbrauchbar.
Also musste ich zurück in die Wohnung und mir andere Schuhe anziehen.
Den vollgegackten Schuh hab ich noch schnell auf den Balkon gebracht, damit ich beim Heimkommen nicht eine Gasmaske brauch oder einer meiner Männer in Ohnmacht fällt.

Ich finde es nicht nur lästig, dass die Leute ihre Hunde mitten auf den Gehsteig schei….
lassen, sondern ausgesprochen frech, dass die das dann einfach liegen lassen und eben nicht mit einem Sackerl entfernen.

Sogenannte WasteWatcher sorgen durch Kontrollen und notfalls Strafen für die Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln. Nur ist meist keiner der WasteWatcher da, wenn man einen braucht.

+3

Internationaler Tag des Händewaschens

 

 

Den Tag gibt es ja schon länger, aber nie war er so aktuell wie heuer.

Diese Maßnahme, neben dem Mund-Nasen-Schutz, ist wohl die wichtigste um dem Corona-Virus Herr zu werden.
Nebenbei bemerkt, ist Händewaschen immer schon wichtig gewesen.
Wenn man beobachtet, wie wenig Leute sich nach der Toilette die Hände waschen, da muss man echt den Kopf schütteln.

 

 

 

 

+3

An der Supermarkt Kasse

Gestern war ich im Supermarkt, ein paar Häuser weiter und hab ein paar Dinge fürs Abendessen geholt.
Unweigerlich komme ich zur Kassa.
Vor mir zwei Mädels, kleine Teenager.
Sie legen zwei Dosen eines Softgetränks aufs Band, kostet eine 90 Cent und stöbern dann in den kleinen Schütten, die Kleinkinder so sehr lieben und die damit ihre Mütter zur Verzweiflung bringen.
Eins der Mädel kramt einen Kaugummi aus der Schütte und fragt die Kassadame was der denn kostet.
*Steht eh drauf* kommt die unwirsche Antwort und da entdeckt das zweite Mädchen auch schon das Preisschild. 29 Cent.
Die Mädchen haben anscheinend nur 2 Euro zur Verfügung und beratschlagen ob sich das ausgeht, die beiden Dosen und der Kaugummi.
Nimmt die eine doch glatt ihr Handy zu Hand und rechnet mit dem Ding aus ob 2x 90 Cent plus 29 Cent mehr oder weniger als 2 Euro sind, ob sie also den Kaugummi auch noch nehmen können.
In dem Augenblick hat die Kassendame allerdings schon die beiden Dosen gescannt und verkündet laut 1,80 Euro.
Die beiden Rechenkünstlerinnen sind mitsamt ihren Dosen und ohne Kaugummi abgezogen und haben geflüstert: *Wär sich also doch nicht ausgegangen*

Was würden diese Jugendlichen eigentlich machen, wenn sie kein Handy hätten ?

+4

Frau Huber im Park


Wie jeden Tag, macht sich Frau Huber am Nachmittag fertig für ihren Spaziergang.
Meist führt ihr Weg in den nahe gelegenen Park.
Manchmal setzt sie sich, bei schönem Wetter auf einer der Bänke und beobachtet die Leute die vorbei gehen oder auf einer der anderen Bänke sitzen.

Da ist das Pärchen, so um die 70 Jahre, immer Hand in Hand gehend.
Und der alte Mann, der schon am Stock geht, aber anscheinend die tägliche Bewegung braucht.
Nebenan ist ein Kinderspielplatz, von dort hört man das Schreien und Kreischen der Kinder, das wird der Frau Huber manchmal fast zu viel, dann geht sie ein Stück weiter.
Unter einem großen Baum stehen zwei Bänke, die sind nur leider fast immer besetzt, weil es dort sehr geschützt ist, im Sommer vor allem vor der Hitze und im Herbst kann man dort sogar sitzen bleiben, auch wenn es leicht regnen sollte.

Seit ein paar Tagen sitzt ein kleines Mädchen, mutterseelenallein auf einem der Bankerl.
Die Frau Huber wundert sich ehrlich, weil das Kind immer an der selben Stelle sitzt und weit und breit keine Mutter oder Vater zu sehen ist.
Sie überlegt ob sie das Mäderl ansprechen soll, lässt es dann aber sein, denn manche Eltern sehen es gar nicht gerne, wenn man ihr Kind anspricht.
Am dritten Tag aber ist es der Frau Huber zu dumm und sie setzt sich ans andere Ende der Bank und nimmt eine bunte Illustrierte aus der Tasche und tut so, als ob sie darin lesen würde.
Das Kind beäugt sie neugierig.
Langsam rutscht die Kleine immer näher an die Frau Huber heran.
Frau Huber lächelt das Mädchen freundlich an, das Mädchen lächelt zurück und kommt jetzt ganz nahe um einen Blick in die bunte Zeitschrift zu werfen.

*Magst die Zeitung anschauen?*
Frau Huber hält ihr die Zeitschrift hin, aber die kleine schüttelt nur den Kopf und rutscht wieder ans andere Ende der Bank.
*Was für ein eigenartiges Kind* denkt die Frau Huber und lächelt die kleine wieder freundlich an.
*Wie heißt du denn ?*
Mit zusammengepressten Lippen sagt das Mädchen *Maja*
*Was für ein schöner Name*
Irgendwie fällt der Frau Huber das Lied von der Biene Maja ein.
*Bist du allein hier im Park ?*
Die Kleine nickt nur.
*Warum bist du denn nicht am Spielplatz?*
*Da darf ich nicht hin* flüstert Maja.
*Warum denn nicht ?*
*Mama erlaubt es nicht* jetzt spricht die Kleine schon etwas lauter.
*Und wo ist deine Mama ?*
*Die arbeitet bis 4 Uhr und ich muss hier sitzen bleiben und auf sie warten*
Frau Huber seufzt, armes Mädchen fährt es ihr durch den Kopf.
So ganz nebenbei schaut die Frau Huber kurz auf ihre Armbanduhr und sieht dass es 16.15 ist.
Und da biegt auch schon eine junge Frau um die Ecke und Maja springt freudig auf und läuft ihr entgegen.

Misstrauisch schaut die junge Frau die Frau Huber an, nimmt ihr Kind an die Hand und verschwindet.

Zu gern hätte Frau Huber sie gefragt, ob sie denn keine Betreuung für ihr Kind hat.
Denn in den Augen der Frau Huber, kann es doch nicht sein, dass ein kleines Kind, das Mädchen ist vermutlich 6 oder 7 Jahre alt, jeden Tag auf einer Bank im Park warten muss, bis ihre Mama aufhört zu arbeiten.

Nachdenklich macht sie sich auf den Weg nach Hause.
Und denkt darüber nach wie gut es eigentlich ihrer Tochter Laura gegangen ist, die nie allein warten musste bis ihre Mama sie von irgendwo abgeholt hat.

Irgendwie lässt der Vorfall der Frau Huber keine Ruhe und sie beschließt auch am nächsten Tag zu der Bank im Park zu gehen und nach dem Mädchen zu sehen.

+5

Bei uns im Panoptikum-Haus

Die Wohnung unter uns ist ja schon seit einem Jahr unbewohnt.
Zwar hör ich ab und zu Geräusche, die anscheinend aus dieser Wohnung kommen, aber der Herzensmann meint, ich bilde mir das nur ein, denn es wohnt ganz sicher niemand in der Bude.

Bude muss man deswegen sagen, weil die Leute, die da gewohnt haben, sie in einem echt schlimmen Zustand, vor allem geruchsmäßig, hinterlassen haben.
Ob das der Grund ist, warum diese Wohnung so lange schon leer steht, weiß ich nicht, könnte aber sein.
Denn es heißt ja immer, dass es in Wien die Wohnungsnot sehr groß sein soll und dann stehen Wohnungen weit länger als ein Jahr leer und die Genossenschaft, die dafür zuständig ist, schafft es nicht sie zu vermieten.

Wie schon erwähnt, bei der Wohnung könnte ich mir vorstellen, dass der Gestank aus der Wohnung, trotz Renovierung, nicht ganz entfernt worden ist.
Aber gegenüber steht eine andere Wohnung, gleiche Größe, ebenso lang schon leer.

Da man ja nicht weiß, wer in so eine Wohnung einziehen wird, bin ich grundsätzlich nicht böse, dass sie leer steht, aber im Winter ist es, da unter uns nicht geheizt wird, doch ziemlich kalt, zumindest der Boden.

So gesehen, soll sich die Hausverwaltung eben noch Zeit lassen.
Wenn ich nur nicht immer Geräusche hören würde (die ich mir vermutlich eh nur einbilde)

Ich glaube, wir sind sie los

Seit Monaten kämpfen wir in immer wiederkehrenden Abständen mit diesen elenden Lebensmittelmotten.
Eine echte Plage.

Mehrmals habe ich sämtliche Lebensmitteln in denen wir sie vermutet haben, weg geworfen, alles gründlich gereinigt und neu bestückt. Und nach wenigen Wochen hatten wir diese Viecher wieder.
Fallen die wir aufgestellt haben, haben nur bedingten Erfolg gebracht.

Vor ca. 6 oder 7 Wochen haben wir uns dann Schlupfwespen bestellt.
Das sind kleine Briefchen in denen diese Schlupfwespen, die klein winzig sind und nicht herum fliegen, sind.
Diese Briefchen legt man in die Laden oder Schränke, wo man Mehl, Brösel, Gries ect. aufbewahrt. Und die Schlupfwespen vernichten die Eier der Motten und so können sich die nicht vermehren.
In Abständen von 2 Wochen haben wir 3 mal diese Briefchen per Post bekommen und auch gleich verwendet..

Und jetzt schaut es echt gut aus, ich glaube wir sind die Dinger endlich los.

Beim Kauf von manchen Lebensmitteln muss man extrem aufpassen, die Dinger bohren sich nämlich sogar durch Alusäckchen, in denen wir z.b. Mohn gekauft haben.
Man bringt sich die also mitunter schon aus dem Supermarkt mit nach Hause.
Und sämtliche Lebensmittel die dafür in Frage kommen, am besten gleich in Dosen oder Gläser geben, die gut schließen, sollte tatsächlich in einer Packung Larven oder Eier sein, dann sind die hoffentlich isoliert auf diese Art und Weise.

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