In unserem Panoptikum-Haus

Diesmal spielt meine Erzählung nicht in unserem Panoptikum-Haus, sondern davor.

Wir leben ja hier in einer richtigen Hundegegend und unsere Gasse ist eine beliebte Gassi-Geh-Gasse.
Ich also raus aus unserem Haus und *schwupps* bin ich auch schon ins “Glück” gestiegen, also in eine Hinterlassenschaft eines der Hunde, die da Gassi geführt worden sind und dessen Herrchen oder Frauchen offenbar kein Sackerl mit dabei hatte.

Denn hier gilt eigentlich der Slogan, nimm ein *Sackerl fürs Gackerl*
Sackerl ist, für meine deutschen Mitleser, eine Tüte, aber Tüte reimt sich nicht auf Gackerl.
Und Gackerl ist das was man Hinterlassenschaft der Hunde nennt.

Ja nun, mein Schuh war, da ins Gackerl getreten, unbrauchbar.
Also musste ich zurück in die Wohnung und mir andere Schuhe anziehen.
Den vollgegackten Schuh hab ich noch schnell auf den Balkon gebracht, damit ich beim Heimkommen nicht eine Gasmaske brauch oder einer meiner Männer in Ohnmacht fällt.

Ich finde es nicht nur lästig, dass die Leute ihre Hunde mitten auf den Gehsteig schei….
lassen, sondern ausgesprochen frech, dass die das dann einfach liegen lassen und eben nicht mit einem Sackerl entfernen.

Sogenannte WasteWatcher sorgen durch Kontrollen und notfalls Strafen für die Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln. Nur ist meist keiner der WasteWatcher da, wenn man einen braucht.

+3

Internationaler Tag des Händewaschens

 

 

Den Tag gibt es ja schon länger, aber nie war er so aktuell wie heuer.

Diese Maßnahme, neben dem Mund-Nasen-Schutz, ist wohl die wichtigste um dem Corona-Virus Herr zu werden.
Nebenbei bemerkt, ist Händewaschen immer schon wichtig gewesen.
Wenn man beobachtet, wie wenig Leute sich nach der Toilette die Hände waschen, da muss man echt den Kopf schütteln.

 

 

 

 

+3

An der Supermarkt Kasse

Gestern war ich im Supermarkt, ein paar Häuser weiter und hab ein paar Dinge fürs Abendessen geholt.
Unweigerlich komme ich zur Kassa.
Vor mir zwei Mädels, kleine Teenager.
Sie legen zwei Dosen eines Softgetränks aufs Band, kostet eine 90 Cent und stöbern dann in den kleinen Schütten, die Kleinkinder so sehr lieben und die damit ihre Mütter zur Verzweiflung bringen.
Eins der Mädel kramt einen Kaugummi aus der Schütte und fragt die Kassadame was der denn kostet.
*Steht eh drauf* kommt die unwirsche Antwort und da entdeckt das zweite Mädchen auch schon das Preisschild. 29 Cent.
Die Mädchen haben anscheinend nur 2 Euro zur Verfügung und beratschlagen ob sich das ausgeht, die beiden Dosen und der Kaugummi.
Nimmt die eine doch glatt ihr Handy zu Hand und rechnet mit dem Ding aus ob 2x 90 Cent plus 29 Cent mehr oder weniger als 2 Euro sind, ob sie also den Kaugummi auch noch nehmen können.
In dem Augenblick hat die Kassendame allerdings schon die beiden Dosen gescannt und verkündet laut 1,80 Euro.
Die beiden Rechenkünstlerinnen sind mitsamt ihren Dosen und ohne Kaugummi abgezogen und haben geflüstert: *Wär sich also doch nicht ausgegangen*

Was würden diese Jugendlichen eigentlich machen, wenn sie kein Handy hätten ?

+4

Frau Huber im Park


Wie jeden Tag, macht sich Frau Huber am Nachmittag fertig für ihren Spaziergang.
Meist führt ihr Weg in den nahe gelegenen Park.
Manchmal setzt sie sich, bei schönem Wetter auf einer der Bänke und beobachtet die Leute die vorbei gehen oder auf einer der anderen Bänke sitzen.

Da ist das Pärchen, so um die 70 Jahre, immer Hand in Hand gehend.
Und der alte Mann, der schon am Stock geht, aber anscheinend die tägliche Bewegung braucht.
Nebenan ist ein Kinderspielplatz, von dort hört man das Schreien und Kreischen der Kinder, das wird der Frau Huber manchmal fast zu viel, dann geht sie ein Stück weiter.
Unter einem großen Baum stehen zwei Bänke, die sind nur leider fast immer besetzt, weil es dort sehr geschützt ist, im Sommer vor allem vor der Hitze und im Herbst kann man dort sogar sitzen bleiben, auch wenn es leicht regnen sollte.

Seit ein paar Tagen sitzt ein kleines Mädchen, mutterseelenallein auf einem der Bankerl.
Die Frau Huber wundert sich ehrlich, weil das Kind immer an der selben Stelle sitzt und weit und breit keine Mutter oder Vater zu sehen ist.
Sie überlegt ob sie das Mäderl ansprechen soll, lässt es dann aber sein, denn manche Eltern sehen es gar nicht gerne, wenn man ihr Kind anspricht.
Am dritten Tag aber ist es der Frau Huber zu dumm und sie setzt sich ans andere Ende der Bank und nimmt eine bunte Illustrierte aus der Tasche und tut so, als ob sie darin lesen würde.
Das Kind beäugt sie neugierig.
Langsam rutscht die Kleine immer näher an die Frau Huber heran.
Frau Huber lächelt das Mädchen freundlich an, das Mädchen lächelt zurück und kommt jetzt ganz nahe um einen Blick in die bunte Zeitschrift zu werfen.

*Magst die Zeitung anschauen?*
Frau Huber hält ihr die Zeitschrift hin, aber die kleine schüttelt nur den Kopf und rutscht wieder ans andere Ende der Bank.
*Was für ein eigenartiges Kind* denkt die Frau Huber und lächelt die kleine wieder freundlich an.
*Wie heißt du denn ?*
Mit zusammengepressten Lippen sagt das Mädchen *Maja*
*Was für ein schöner Name*
Irgendwie fällt der Frau Huber das Lied von der Biene Maja ein.
*Bist du allein hier im Park ?*
Die Kleine nickt nur.
*Warum bist du denn nicht am Spielplatz?*
*Da darf ich nicht hin* flüstert Maja.
*Warum denn nicht ?*
*Mama erlaubt es nicht* jetzt spricht die Kleine schon etwas lauter.
*Und wo ist deine Mama ?*
*Die arbeitet bis 4 Uhr und ich muss hier sitzen bleiben und auf sie warten*
Frau Huber seufzt, armes Mädchen fährt es ihr durch den Kopf.
So ganz nebenbei schaut die Frau Huber kurz auf ihre Armbanduhr und sieht dass es 16.15 ist.
Und da biegt auch schon eine junge Frau um die Ecke und Maja springt freudig auf und läuft ihr entgegen.

Misstrauisch schaut die junge Frau die Frau Huber an, nimmt ihr Kind an die Hand und verschwindet.

Zu gern hätte Frau Huber sie gefragt, ob sie denn keine Betreuung für ihr Kind hat.
Denn in den Augen der Frau Huber, kann es doch nicht sein, dass ein kleines Kind, das Mädchen ist vermutlich 6 oder 7 Jahre alt, jeden Tag auf einer Bank im Park warten muss, bis ihre Mama aufhört zu arbeiten.

Nachdenklich macht sie sich auf den Weg nach Hause.
Und denkt darüber nach wie gut es eigentlich ihrer Tochter Laura gegangen ist, die nie allein warten musste bis ihre Mama sie von irgendwo abgeholt hat.

Irgendwie lässt der Vorfall der Frau Huber keine Ruhe und sie beschließt auch am nächsten Tag zu der Bank im Park zu gehen und nach dem Mädchen zu sehen.

+5

Bei uns im Panoptikum-Haus

Die Wohnung unter uns ist ja schon seit einem Jahr unbewohnt.
Zwar hör ich ab und zu Geräusche, die anscheinend aus dieser Wohnung kommen, aber der Herzensmann meint, ich bilde mir das nur ein, denn es wohnt ganz sicher niemand in der Bude.

Bude muss man deswegen sagen, weil die Leute, die da gewohnt haben, sie in einem echt schlimmen Zustand, vor allem geruchsmäßig, hinterlassen haben.
Ob das der Grund ist, warum diese Wohnung so lange schon leer steht, weiß ich nicht, könnte aber sein.
Denn es heißt ja immer, dass es in Wien die Wohnungsnot sehr groß sein soll und dann stehen Wohnungen weit länger als ein Jahr leer und die Genossenschaft, die dafür zuständig ist, schafft es nicht sie zu vermieten.

Wie schon erwähnt, bei der Wohnung könnte ich mir vorstellen, dass der Gestank aus der Wohnung, trotz Renovierung, nicht ganz entfernt worden ist.
Aber gegenüber steht eine andere Wohnung, gleiche Größe, ebenso lang schon leer.

Da man ja nicht weiß, wer in so eine Wohnung einziehen wird, bin ich grundsätzlich nicht böse, dass sie leer steht, aber im Winter ist es, da unter uns nicht geheizt wird, doch ziemlich kalt, zumindest der Boden.

So gesehen, soll sich die Hausverwaltung eben noch Zeit lassen.
Wenn ich nur nicht immer Geräusche hören würde (die ich mir vermutlich eh nur einbilde)

0

Ich glaube, wir sind sie los

Seit Monaten kämpfen wir in immer wiederkehrenden Abständen mit diesen elenden Lebensmittelmotten.
Eine echte Plage.

Mehrmals habe ich sämtliche Lebensmitteln in denen wir sie vermutet haben, weg geworfen, alles gründlich gereinigt und neu bestückt. Und nach wenigen Wochen hatten wir diese Viecher wieder.
Fallen die wir aufgestellt haben, haben nur bedingten Erfolg gebracht.

Vor ca. 6 oder 7 Wochen haben wir uns dann Schlupfwespen bestellt.
Das sind kleine Briefchen in denen diese Schlupfwespen, die klein winzig sind und nicht herum fliegen, sind.
Diese Briefchen legt man in die Laden oder Schränke, wo man Mehl, Brösel, Gries ect. aufbewahrt. Und die Schlupfwespen vernichten die Eier der Motten und so können sich die nicht vermehren.
In Abständen von 2 Wochen haben wir 3 mal diese Briefchen per Post bekommen und auch gleich verwendet..

Und jetzt schaut es echt gut aus, ich glaube wir sind die Dinger endlich los.

Beim Kauf von manchen Lebensmitteln muss man extrem aufpassen, die Dinger bohren sich nämlich sogar durch Alusäckchen, in denen wir z.b. Mohn gekauft haben.
Man bringt sich die also mitunter schon aus dem Supermarkt mit nach Hause.
Und sämtliche Lebensmittel die dafür in Frage kommen, am besten gleich in Dosen oder Gläser geben, die gut schließen, sollte tatsächlich in einer Packung Larven oder Eier sein, dann sind die hoffentlich isoliert auf diese Art und Weise.

+1

BLOG – Talk am Dienstag 13.10.

Foto: Dominik Voss

Mal ehrlich…..

……….passiert es euch manchmal, dass ihr etwas sagen wollt und ein bestimmtes Wort fällt euch absolut nicht ein ? Wortfindungsstörung !!
Mich nervt das ungemein.
Und irgendwie hab ich so ganz nebenbei Angst, dass das eine beginnende Demenz sein könnte.
Was dann noch dazu kommt, ich hatte mal ein phänomenales Namensgedächtnis und jetzt bin ich manchmal froh, wenn mir mein eigener Name einfällt.
Da seh ich einen Film mit einer sehr bekannten Schauspielerin und ich grübel den halben Film lang, wie die heißt und am Ende des Films weiß ich kaum etwas von der Handlung und den Namen auch nicht.

Das ist soooo nervig !
Es würde mich beruhigen, wenn es euch auch ein klein wenig so geht !
Weil dann könnte ich annehmen, dass das altersgemäß normal ist.

+2

Tee oder Kaffee ?

Normalerweise würde ich ohne zu zögern auf die Frage *Tee oder Kaffee* laut und deutlich KAFFEE sagen.
Ich trinke für mein Leben gern Kaffee, zwar in letzter Zeit immer öfter koffeinfreien Kaffee, aber da ich einen echt guten gefunden habe, stört mich das gar nicht.
Nach dem Aufstehen allerdings muss es ein *echter* Kaffee sein.
Am Vormittag, je nachdem und am Nachmittag dann 1-2 Tassen koffeinfreien Kaffee.

Ich trinke ihn seit längerer Zeit schwarz, also ohne Milch. Früher gab es eher Milchkaffee, kann ich mir irgendwie gar nicht mehr vorstellen.

Aber im Herbst, so wie jetzt, da hab ich am Nachmittag manchmal auch Gusto auf ein Häferl Tee. Da zünde ich mir eine Kerze an, mach es mir am Sofa bequem, in eine kuschelige Decke gewickelt, ein schönes Buch im Reader und eine Kanne oder ein Häferl Tee.

Da freu ich mich echt drauf, so darf der Herbst gern sein, auch wenn es wie heute da draußen regnet und so ein richtiges *Schiet-Wetter* ist wie mein Herzensmann zu sagen pflegt.

Und ihr ? Tee oder Kaffee ?

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