Frau Huber und die Musik

frauhuber1Manchmal klagt mir die Frau Huber ihr Leid. Neben ihr sind neue Leute eingezogen, mit den alten Nachbarn hat sie sich super verstanden, bei denen hat die Mutter gelebt und die war im gleichen Alter wie die Frau Huber und da waren viele Themen die beide Damen interessiert haben.
Dann hat sich die Nachbarsmutter entschieden ins Altersheim zu gehen und die Jungen, die gar nicht mehr soooo jung waren, sind in eine kleinere Wohnung gezogen, in einen anderen Bezirk.
Dann wurde die Wohnung renoviert und jetzt ist ein Ehepaar eingezogen mit einem Sohn. Der Knabe hört gerne Musik. “Tschinbumm” wie Frau Huber das nennt. So von der Sorte “besonders laut”. Und das mag Frau Huber gar nicht.
Sie hat auch schon mit dem Jungen geredet und auch mit den Eltern, dann dreht er etwas leiser, ein paar Tage lang, aber wenn er dann wieder mal allein zu Hause ist, dann gehts wieder los.
Frau Huber mag Musik sehr gern, aber eben eine ganz andere Art.
Sie mag z.b. den Musikantenstadl und ist ganz traurig, dass diese Sendung aufgelassen wird. Der Andy Borg tut ihr auch so leid, weil der hat ja nun keinen Job mehr. Na ja zum Arbeitsamt wird er schon nicht pilgern müssen.
Und da gibt es ja auch noch den Florian Silbereisen und die Carmen Nebel, alles Sendungen auf die sich Frau Huber sehr freut. Da kann sie dann sogar den Ärger über den Nachbarsbuben vergessen.
Ich bin ja gespannt wie das mit der Nachbarschaft weiter gehen wird. Hoffentlich kommt der Knabe bald in ein Alter wo ihm Tschinbumm-Musik nicht mehr gefällt.

Man fragt sich ja oft, wer sind denn eigentlich die Leute, die sich so Sendungen rund um Schlager und Volksmusik anschauen. Ich geb zu, dass die Frau Huber die Einzige ist, von der ich weiß, dass sie sich auf solche Sendungen freut, alle anderen Leute verdrehen eher die Augen, wenn sie Musikantenstadl hören.
Aber es muss sie wohl geben, die vielen Frauen Huber, denn sonst gäbe es solche Sendungen ja nicht.

 

Urheberrechte/© Andrea Voss

Gott ist eine Frau – Geschichten vom Stefan

Stefan ist 8 Jahre alt und diese Episode hat sich vor Ostern abgespielt.
Seine Mama hat sie auf Facebook erzählt und mir erlaubt sie hier zu veröffentlichen.

osterbaumStefan springt vor dem Einschlafen nochmal aus dem Bett, wirft sich mitten am Zimmerboden auf die Knie und betet inbrünstig.

Wieder im Bett “So, jetzt bekomme ich hoffentlich viele hundert Osternester.
Mit vielen Cinderella-Sachen!”
Mama fragt: “Was hast Du da gemacht?”
“Ich habe Gott gesagt: Bitte, ich will viele viele Osternester!”
Mama: “Gott? Wer ist das?” “Gott!
Stefan: “Eine wunderschöne, gold-weiße Frau!”
Mama: “Gott ist eine gold-weiße Frau?”
Stefan: “Ja! Viiiiiel Gold, sie hat superviel Geld und kann mir viele hundert Geschenke kaufen!”

Helikopter-Eltern

Wisst ihr was das ist ?

hubschrauberUnter Helikopter-Eltern, auch Hubschrauber-Eltern versteht man umgangssprachlich –  überfürsorglicheEltern, die sich (wie ein Beobachtungs-Hubschrauber) ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu überwachen und zu behüten. Ihr Erziehungsstil ist geprägt von (zum Teil paranoider) Überbehütung und exzessiver Einmischung in die Angelegenheiten des Kindes.

Solche Eltern haben sich gestern hier bei uns im Hof, gleich neben dem Spielplatz versammelt.
Offenbar hat sich eins der Kinder mit einem anderen geprügelt. Jungs halt….
Die Helikoptermütter waren aber sofort da um den Übeltäter auszuforschen.
Da kam dann noch die Mutter (anscheinend keine Helikoptermutter, da vorher nicht anwesend) des Knaben der wahrscheinlich mit der Rauferei angefangen hatte und schon war ein Geschrei und Gekeife los, da musste man sich die Ohren zu halten.

Was besonders witzig war, weil die Mütter alle in unterschiedlichen Sprachen gekeift haben.
Ob die sich untereinander trotzdem verstehen ???
Irgendwann wurde dann, sogar auf Deutsch, der Ruf nach dem Jugendamt laut.
Die beiden Prügelknaben hatten sich in der Zwischenzeit bereits getrollt und spielten friedlich auf der Wiese Fußball.

Sehr amüsant – und ich bin sicher, in diesem Sommer werden die Helikopter-Mütter viel zu tun bekommen, denn die Kinder sind jetzt alle ca 6-8 Jahre alt und haben eigentlich wenig Lust ständig von ihren Müttern überwacht zu werden.

Frau Huber und der Herr Hans

frauhuber1Ich hab ja schon mal erwähnt, dass die Frau Huber Witwe ist und einen platonischen Freund hat. Den Herrn Hans.
Der ist eigentlich der Mann einer Freundin, die vor ein paar Jahren verstorben ist. Nach der Beerdigung von der Freundin hat es sich ergeben, dass der Herr Hans die Frau Huber zum Spaziergang eingeladen hat und die hat sich gefreut.
Er hat halt jemanden gebraucht zum Reden, nach dem Tod seiner Frau.
Und so hat es sich ergeben, dass die Frau Huber einen Freund hat.
Aber sie wollte auf keinen Fall einen Mann, der bei ihr einzieht, weil sie wollte keine Socken und Hemden mehr waschen. Dem Herrn Hans war das auch sehr recht und so haben sich zwei gefunden.
Leider muss der Herr Hans jetzt umziehen, die Wohnung, in der er mit seiner Frau gewohnt hat, wird ihm zu groß.
Er machte sich aber Sorgen, dass er vielleicht keine geeignete Bleibe in der Nähe finden wird.
Das würde der Frau Huber auch nicht gefallen, weil sie doch mit dem Herrn Hans dann nicht mehr spazieren gehen könnte und er vielleicht auch nicht mehr ins Kaffeehaus um die Ecke kommen würde.
Nun heute ist ein Brief gekommen und der Herr Hans hat eine Zusage für eine kleine Wohnung bekommen, gleich eine Gasse weiter.
Die platonische Freundschaft ist also gerettet.

Ich finde es ja gut, wenn ältere Leute sich wohnungsmäßig verkleinern. Viele traun sich das ja nicht, weil man ja einen alten Baum nicht verpflanzen soll. Aber es wird den alten Leutchen dann doch zu viel wenn sie eine große Wohnung putzen und betreuen müssen.

Ich glaub ja, dass ich fast lieber in eine Senioreneinrichtung gehen würde, als mir eine andere Wohnung zu suchen. Kommt aber schon auch drauf an wie alt man ist, wenn dieses Problem auf einen zu kommt.

Urheberrechte/© Andrea Voss

Buddhistischer Friedhof in Wien

Auf dem Wiener Zentralfriedhof gibt es einen buddistischen Teil.
Ich hab den erst am vergangenen Sonntag entdeckt, obwohl ich eigentlich sehr oft am Zentralfriedhof bin.
Inmitten auf einer nie belegten Wiese blitzt seit 2005 der traditionelle buddhistische Sakralbau, der Stupa, durch die umstehenden Bäume.

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Der buddhistische Friedhof ist ein einzigartiges und bisher einmaliges Projekt auf einem europäischen Friedhof. Bei der Eröffnung im Mai 2005 wurden durch Mönche heilige Sutren-Texte im Stupa eingeschlossen. Dieser kann auf acht Wegen erreicht werden; sie entsprechen dem achtfachen Pfad des Buddhismus, der zusammengefasst als Praxis des ethischen Handelns, der Meditation und Weisheit beschrieben wird.

Quelle: Der Wiener Zentralfriedhof

Pikante Blätterteigtörtchen

blaetterteig-toertchen-mit-parmaschinken50 g Parmaschinken
125 g Mozzarella
6 Cocktailtomaten
1 kl Knoblauchzehe
1 EL Petersilie
etwas Thymian
1 Ei
1 Pkt. Blätterteig aus dem Kühlregal

Ein Muffinblech ganz leicht einfetten und aus dem Blätterteig Kreise ausstechen (etwas größer als die Muffinform) und locker in die Vertiefungen legen.

Alle Zutaten in kleine Würfelchen schneiden (Tomaten ohne Kerne) und gut miteinander vermengen.
In die Förmchen füllen (bis 1 cm unter den Rand)
Im Backofen, mittlere Leiste, bei 180 Grad/Umluft, ca. 25 Minuten backen.

Diese Törtchen eignen sich hervorragend als Vorspeise, auf gemischten Salatblättern serviert.

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