Dampfen

Ja, jetzt habe ich es auch probiert das Dampfen. Der Anfang war ja doch etwas steinig, aber das hatte Euch ja meine Herzensfrau schon beschrieben. Ich bin ja im Grunde schon ein ziemlicher Technik-Freak, programmiere selbst und kenne mich eigentlich recht gut mit Terchnischen Geräten aus. Trotzdem lese ich eigentlich in der Regel immer die Bedienungsanleitungen.

Doch das war dieses Mal ein echter Fehler … Ich war hinterher noch verwirrter als vorher. Kannte ich mich bis dato in Sachen Dampfen gar nicht aus, war ich nach dem Lesen regelrecht frustriert. Kein vernünftiges Deutsch, selbst die Englische Übersetzung eher hahnebüchen … und dann all die Fachbegriffe ..

Aber hey, es gibt doch Google … Fehlanzeige ..eine vernünftige Anleitung an einer Stelle .. Ich las also die verschiedensten Quellen, überlegte, notierte und verglich. Verdampfer, Basis, Clapton, Cubis, Ohm, Widerstand, Watt, VT-Mode, Power-Mode, Temperatur Modi ..TI, TF und was es da nicht noch so alles gibt.

Irgendwann fand ich dann endlich das für mich passende .. Einen sogenannten Clapton Verdampfer mit 1.5 Ohm (8-20 Watt), Betrieb lediglich im Power Mode. OK .. Alle Bedenken beiseite geworfen und das Gerät entsprechend konfiguriert, gespeichert und dann mit dem Wassermelonen Liquid befüllt…

Das ging 1.5 Tage gut, dann schmeckte das ganze plötzlich .. kokelig .. verbrannt .. ich erinnerte mich an Berichte, die von einer relativ kurzen Lebensdauer einiger Verdampfer sprachen und tatsächlich .. der war hin, aber ich hatte keinen zweiten dieser Verdampfer.

Also bei Amazon, bestellt und keine 4 Tage später waren die neuen Verdampfer da :) Welt gerettet … Alles wieder gut.

Ich merke,  je mehr ich dampfe, umso besser geht es mir .. schon nach 2 Tagen gehe ich Treppen wesentlich entspannter hinauf .. kein Keuchen und Schnaufen mehr wenn man oben ankommt .. Ob man es nun glauben mag oder nicht. Die in Dampferfachkreisen sogenannten “Pyrokracher” (echte Zigaretten) haben sich auf jeden Fall wesentlich reduziert

Ich werde weiter berichten…

Neue Düfte ziehen durchs Haus

Hier duftet es seit gestern nach Wassermelone und Wildkirsche.
Mein Mann versucht das Rauchen aufzugeben und dampft jetzt.
Das ging allerdings nicht ganz ohne Hindernisse:
Er kam am Freitag mit einer E-Zigarette, also mit so einem Dampfgerät nach Hause.
Bei dem Ding musste erst der Accu aufgeladen werden.
Der leuchtete zuerst rot und nach einer Weile grün und dann gar nicht mehr.
Kein Weiterladen, kein Drücken und kein Ziehen verhalf ihm wieder ins Leben, das hatte das Ding offenbar schon vor dem ersten Gebrauch ausgehaut.
Kein guter Einstieg dachte ich mir, aber da kennt man meinen Herzensmann schlecht.
Gegen seine Gewohnheit stand er am Samstag früher auf als sonst und brachte das tote Ding zurück in den Laden um mit einem dreimal so teurem Gerät wieder zu kommen. Wäre doch gelacht, wenn er sich schon vornimmt, den Glimmstengeln ade zu sagen, dann wird er sich doch von so einer kleinen Panne nicht aufhalten lassen.
Nun dachten wir, dass der Accu des neuen Geräts auch erst laden müsste, aber mit nichten, der war nahezu komplett aufgeladen.
Für meinen Begriff sieht der neue Dampfer auch noch sehr gut aus, schwarz, elegant und gut in der Hand liegend.
Dem Dampfen war nun Tür und Tor geöffnet und mein Schatz hat sich als erstes für den Duft Wassermelone entschieden.
Riecht echt gut, vor allem wenn man bedenkt, dass es hier bislang nach Zigarettenrauch gerochen hat.
Das Geräusch das dieser Dampfer macht ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ist echt Meckern auf hohem Niveau.

Mein Wunsch ans Universum – möge die Übung gelingen !!

Supermarkt-Erlebnis

Meine Nachbarin (nein, nicht die Frau Huber ggg) meinte gestern, wenn es ihr zu heiß wird in unserem Betonbau, geht sie in den Supermarkt, dort kann man sich wunderbar abkühlen.
Ich persönlich würde ja einen Hüpf in einen Pool bevorzugen oder ein schattiges Plätzchen unter einem großen Sonnenschirm, aber wenn Frau Nachbarin meint….

Nun musste ich am Nachmittag ohnehin in den Laden meines Vertrauens zum Einkaufen, was ich nur sehr ungern mache. Der Blick in unseren Kühlschrank belehrte mich allerdings, dass da Nachschub gefordert wird.
Beim Eintreten in das Geschäft war es im ersten Moment tatsächlich angenehm kühl, da wird wohl doch einiges des Etats für die Klimaanlage ausgegeben.
Bei den Milchprodukten ist es naturgemäß sowieso immer etwas frischer, ich fing an mich richtig wohl zu fühlen und dankte im Geiste der Frau Nachbarin für den Erfrischungstipp.
Aber dann …. ich hörte nerviges Gebimmel…..
Ich schob meinen Einkaufswagen in Richtung Brottheke und traute meinen Augen nicht.
Da stand die Herrin über Brot und Semmeln bei offener Backofentür und ließ mindestens 200° Hitze aus dem Ofen strömen, während sie ein Schwätzchen mit einem Kunden hielt.
Ich hab zwar nicht verstanden worum es in der Unterhaltung ging, aber die beiden waren sehr vertieft in das Gespräch.
Weder die heiße Luft – nein nicht die des Gesprächs – die aus dem Backofen – noch das Gebimmel des Geräts, das offenbar nicht amused war über die offene Tür, haben die beiden gestört.

Ich bin da eilenden Fußes zur Kasse, wo es nicht mehr ganz so kühl war, hab gezahlt, wobei sich meine EC Karte noch geweigert hat mit NFC zu zahlen, musste sie also in herkömmlicher Art in den Schlitz stecken und den PIN eingeben, und hab dann so schnell ich konnte den Laden verlassen.
An der Tür hat es mir dann wieder die 30° Außentemperatur um die Ohren gehauen, aber gebimmelt hat nichts mehr.

Sonntag mit den Öffis

Gestern war ein wirklich schöner Tag, es hatte um die 25°, einige nette Wölkchen am Himmel, eine sanfte Prise Wind und viel Zeit für einen Ausflug.
Wir haben uns mit unseren Fotofreunden für das Lusthauswasser im Wiener Prater entschieden.
In der Hoffnung dort einige Fotomotive zu finden, haben wir alle 4 auch unsere Cameras mit genommen.
Allerdings hieß es zuerst einen Treffpunkt auszumachen und dann die Route zu bestimmen.
Mein Herzensmann und ich haben uns entschieden mal wieder unsere Jahreskarte für die Wiener Linien zum Glühen zu bringen und sind erstmal mit dem Bus zur U-Bahn gefahren, außer dass wir über 10 min auf den Bus warten mussten, der fährt nämlich am Sonntag nur alle 15 min, war die Fahrt unspektakulär.
Dann der Abstieg zur U-Bahn, wiederum einige Minuten warten. Geht halt nicht anders….
Beim Einstieg in die wunderbar gekühlte Bahn geht ein Mädchen vor uns, wie könnte es anders sein, mit angewachsenen Handy, darauf tippend, bleibt einen Schritt nach dem Einstieg genau in der Tür stehen, hinter ihr und uns, noch mindestens 10 Personen. Das Mädel schien nun auch am Boden angewachsen zu sein, denn alle Schubbserei hat nichts genützt sie blieb wo sie war und tippte weiter.
Endlich merkte sie, dass sich da hinter ihr was tat und sie sprintete auf einen freien Platz, den Blick nahm sie allerdings nicht von ihrem Handy, aber sie las nun nur noch, war wohl die Antwort auf ihr Getippse.
Das Rudel Menschen hinter uns verteilte sich auf den Wagon und wir fanden auch jeder ein Plätzchen.
Da nahte bereis das nächste Kuriosum, zwei Englisch sprechende Damen, mit großer Tasche, einigen Beuteln und Handtaschen nahmen auf der einen langen Bank, wo 6 Leute sitzen könnten. Da die beiden Damen aber dachten sie wären allein auf der Welt, haben die 5 Plätze belegt, 2 auf denen sie ihre Pöpsche platziert haben und drei fürs Gepäck, wobei eine Handtasche allein sitzen durfte. Es hat sich aber keiner derer die stehen mussten aufgeregt.
Ich bin ja bereits gesessen, also hab ich nur die Augen verdreht, was die Damen nicht gestört hat, wahrscheinlich haben sie es gar nicht auf sich bezogen.
Dann war Umsteigen in die nächste U-Bahn angesagt. Da mussten wir nur noch 2 Stationen fahren und das war gut so, denn der nette Zeitgenosse vis a vis hatte offenbar einen leichten Schnupfen, aber kein Taschentuch bei der Hand.
Dann lagen bis zur Weiterfahrt einige Stunden dazwischen, in denen wir 6 km gewandert sind und uns danach an Spaghetti, Bier für meinen Herzensmann und Hollundergetränk für mich, gelabt haben.
Für die Rückfahrt haben wir uns für die S- Bahn entschieden, weil wenn wir schon die Jahreskarten glühen lassen, dann für mehrere Verkehrsmittel der Wiener Linien.
Den Spaziergang durch den Wurstelprater hätten wir uns sparen können. Millionen von Menschen, aller Nationen haben sich da getummelt und 10 min länger und ich hätte heute statt zum Augenarzt, zum HNO-Arzt gehen müssen.
Bei der S- Bahn hatten wir großes Glück, die kam innerhalb von 2 min.
Und es waren ausreichend Plätze, wenn auch sehr enge, aber besser unbequem gesessen, als gestanden.
Neben uns saß eine kleine Familie, Mama, Papa und ein ca. 2 jähriger Bub.
Die Mama hatte eine Tupperdose mit Apfelstückchen und lies die im Mündchen des kleinen Manns verschwinden, beim vorletzten Bröckchen möchte der Kleine das nicht mehr und hat es auf den Boden der Bahn geschmissen.
Papa wurde böse und hat ihm erklärt, dass man das nicht macht, Mama verstaut das Döschen im Rucksack, in dem Moment mein Junior er könnte doch ein wenig Bewegung gebrauchen, da musste die Bahn leider leicht bremsen und der Bub köpfelt ungebremst von seinem Sitz.
Ehrlich, ich dachte, der hat mindestens ein blutendes Cut oder sich überhaupt den Kopf auseinander geschlagen.
Großes Geschrei, eh klar, der hat sich mächtig erschreckt.
Aber es ist halt schon ein wenig unaufmerksam, ein zweijähriges Kind, ohne es zu halten, allein auf dem Sitz zu lassen.
Es ist dem Bübchen Gottseidank nichts passiert, keine Schramme, keine blutende Lippe, nur ein Schreck.

Dann waren wir wieder zu Hause angekommen und ich geb zu, jetzt hab ich wieder eine Weile keine Lust auf Öffi fahren, Jahreskarte hin oder her…..

Sonntag= Muttertag= Familientag

Ja heute ist Montag, aber ich erzähl mal vom Sonntag.
Sonntag war Muttertag.
Bei uns ist Muttertag ja immer Familientag.
Mein Sohn und mein Schwiegersohn haben kurz vorm Muttertag Geburtstag und die beiden Geburtstage feiern wir immer mit dem Muttertag zusammen. Also Familientag.
Und das ist gut so.
Wir haben bei meiner jüngeren Tochter gefeiert und gegrillt.
Sehr, sehr lecker, jede Menge Grillgut, wunderbar zubereitetes Schmorgemüse und Salat.
Mein Sohn hat sich eigentlich erst Schnitzel und Pommes gewünscht, dann aber umdisponiert auf Grillen.
Ein Schnitzel und Pommes gabs trotzdem, eins für alle “lach” – als Gag.
Angestoßen haben wir mit Prosecco und Orangensaft und als Nachtisch gabs dann auch noch eine wunderbare Schokoladentorte.
“boah” – war ich angegessen.
Abendessen fiel demnach dann auch aus.

Ich liebe unsere Familientage.