Frage des Tages -05.02.18

Ich liebe Brot.
Und noch mehr wenn es frisch gebacken ist, duftet und noch warm ist.
Allerdings gibt es immer weniger Bäckereien wo man wirklich frisch gebackenes Brot und Gebäck bekommt.
Die meisten Bäckereien hier in der Umgebung sind fest in türkischer Hand, da muss ich allerdings sagen schmecken mir weder die Semmeln noch das Brot. In Ausnahmefällen kann man mich mit einem Fladenbrot ködern.
Oder es sind Backketten, die Tiefkühlware aufbacken.

Gibt es bei euch noch richtige Bäckereien ?
Ist die so in der Nähe, dass sie zu Fuß zu erreichen ist ?
Was ist euer Lieblingsgebäck oder Brot ?

Frage des Tages – 04.02.18

Das Wetter ist im Moment, zumindest hier in Wien, grau in grau.
Die Nebelsuppe hängt wie eine Glocke über der Stadt.
Da schweifen die Gedanken oft zur nächsten Jahreszeit ab, man freut sich auf den nächsten Frühling.
Und es daueert ja auch nicht mehr lange, zumindest bis zum kalendarischen Frühlingsanfang.


Worauf freut ihr euch, wenn ihr an den Frühling denkt ?
Habt ihr irgendein spezielles Kleidungsstück, das ihr mit Frühling in Verbindung bringt ?

Frage des Tages – 03.02.18

Vor vielen Jahren, kurz nach meiner Scheidung hatten eine Freundin und ich die Idee, wir ziehen mit allen unseren Kindern zusammen und gründen eine WG. Wir waren grad beide geschieden und hatten die Nase voll von Männern.
Das wäre witzig gewesen, 2 Mütter mit zwar ähnlichem Erziehungsstil aber mit 6 total unterschiedlichen Kindern, in einer Wohnung.
Das wäre nie im Leben gut gegangen und heute sind wir beide froh, dass wir es damals nicht verwirklicht haben.
Dazu ist mir eine Frage an euch eingefallen:


Hättet ihr mit einem oder mehreren eurer Freunde oder Freundinnen zusammen wohnen wollen ?
Habt ihr es getan und wie ist es gelaufen ?

Frl.Yvi – “Wer bist denn du ?” (3)

Zeichnung: Dominik Voss

Yvi hat sich das alte Smartphone von Annchen geborgt und da ihre Simkarte rein getan.
Und es dann notdürftig für ihre Zwecke eingerichtet.
Annchen hat aber gleich angemerkt, dass sie es ihr nur leihen kann, weil sie bereits eine potentielle Käuferin an der Hand habe.
Dem Nachbarn, der leider nicht zu Hause war, hat sie ein Zettelchen an die Tür geklebt, dass er sich bitte bei ihr melden soll.
Der wird nicht schlecht staunen, wenn er von seiner Nachbarin so eine Nachricht an der Tür picken hat.
Bei dem Gedanken kichert Yvi leise in sich hinein und ist gespannt ob er sich tatsächlich melden wird.
Und sie hofft natürlich sehr, dass er ihr Smartphone wieder zum Leben erwecken kann.
Als es dann an der Tür klingelt, erschrickt Yvi so sehr, dass ihr beinahe das geliehene Smartphone aus der Hand fällt.
Na das wäre was gewesen, wenn das auch noch kaputt gehen würde.
Vor der Tür steht aber nicht der heiß ersehnte Nachbar, sondern der Pizzabote.
Die Pizza duftet verführerisch und Yvi hat richtig Hunger und langt ordentlich zu.
Annchen hat natürlich gleich wieder was zu meckern: “Wolltest du nicht abnehmen ?”
Yvi bleibt der Bissen im Hals stecken, herrje daran hat sie ja gar nicht mehr gedacht, klar will sie abnehmen, aber doch nicht heute.
Immer wieder schaut sie verstohlen auf das Display des Handys, es war nun schon fast eine Stunde her, dass sie Patrick eine lange Nachricht gesendet hat, aber es kommt einfach keine Nachricht.
Ihr zweiter Vorname ist MissUngeduld.
Annchen nervt weiter, denn sie will wissen was denn so wichtig wäre, dass sie unbedingt ein Handy braucht und sie nicht warten kann bis ihres gerichtet ist.
In knappen Worten erzählt Yvi ihrer Cousine von dem zufälligen Chat mit einem Fremden und von der Sache, dass ihr Smartphone einfach den Geist aufgegeben hat.
Anna zeigt ihr den Vogel, denn sie kann gar nicht verstehen, dass man sich auf eine Unterhaltung mit einem komplett Fremden einlassen kann.
Ja, Yvi weiß selbst, dass das eigentlich Unfug war, aber es war so nett und sie fühlte sich irgendwie total gut dabei.
Die beiden Mädels machen noch Orangensaft für den Fernsehabend, räumen die Pizzaschachteln weg und gehen dann zum gemütlichen Teil des Abends über.
Kurz nach 21.00 Uhr klingelt es wieder an der Tür, diesmal ist es tatsächlich der Nachbar, den Anna ins Wohnzimmer bittet.
Yvi hat ihn bisher nur in seiner Motorradkluft, im Stiegenhaus gesehen.
Jetzt ist sie angenehm überrascht einem gepflegten jungen Mann in Jeans und Poloshirt zu sehen.
Sie erzählt ihm ihr Missgeschick mit ihrem Smartphone und dass er doch mal angeboten hat zu helfen, wenn es nötig sein würde.
Er bittet sie, ihm das Teil zu geben und verspricht es sich anzusehen.
Er runzelt ein wenig die Stirn, beim Anblick des Telefons und meint er käme morgen wieder.
In dem Augenblick ertönt der Klingelton des Messengers und eine Nachricht von Patrick kommt.
Anna begleitet den feschen Nachbarn zur Tür und denkt:”Der würde mir gefallen”.
Wieder am Sofa fragt sie Yvi wie ihr der Nachbar, der sich als Mo vorgestellt hat, gefällt.
“Na ja, eh ganz gut” – und tippt weiter eine Nachricht an Patrick.
Annchen schüttelt den Kopf und fragt sich, was Mo heißen kann. Vielleicht Moritz ?
Yvi hat inzwischen versucht aus Patrick mehr herauszubekommen und er umgekehrt von ihr, zu gern hätte sie ein Foto von ihm gehabt, aber das traut sie sich einfach nicht fragen.
Als er ihr aber sagt, dass er fast 40 ist, seufzt sie ein wenig, das ist doch schon recht alt.
Anna meint dazu lakonisch:”Wenn es denn stimmt, der kann dir doch gar viel erzählen”
Und Patrick erzählt ihr auch, dass seine erste Nachricht eigentlich an seine Freundin, jetzt aber Exfreundin gehen hätte sollen.
Eine volle Stunde schreiben die beiden wie wild hin und her, als es erneut an der Tür klingelt und Mo das Smartphone für Yvi zurück bringt.
“War nur ein kleiner Wackler”- alles wieder ok,” damit reicht er Yvi das Smartphone, die gleich fragt, was sie ihm denn schuldig sei.
Ein wenig verlegen meint Mo, “Geh morgen mit mir was trinken”.
Erstaunt schaut Yvi den Nachbarn an, meint dann aber “Klar, sehr gern, wann ?
“Treffen wir uns um 18.00 Uhr am Eingang vom Stadtpark!” – und weg ist er, der Mo.
Yvi ist ein wenig verdattert – hat sie nun morgen tatsächlich ein Date mit Mo ?

Mit den Öffis unterwegs

Ich fahr ja nun leider nicht mehr so regelmäßig und auch nicht mehr so oft mit den Öffis und erlebe daher auch nicht mehr so viele kuriose Geschichten.
Aber hin und wieder kommt mir schon der eine oder andere Lacher aus, bzw. bleibt mir der Mund offen vor Staunen.
Ihr erinnert euch vielleicht an meine Geschichte von der Frau mit dem prall gefüllten Rucksack, die mir schnuppernder Weise Parfüm verkaufen wollte.

Nun ist es mir doch echt passiert, gleiche Buslinie wie damals, vor mir steht an der Haltestelle wieder diese Frau mit dem dicken Rucksack. Sie hat diesmal aber offenbar nicht mich im Visier, sondern eine junge, hübsche Frau, im knappen Minirock.
Der Rock ist mir deswegen aufgefallen, weil es an dem Tag doch eher kalt war und ich mir überlegt habe, dass ich Angst hätte mich zu erkälten, mit so einem kurzen Rock.
Aber die Jugend ist da eher hart im Nehmen.
Aber zurück zu dem dicken Rucksack, die Frau war übrigens auch dick, aber das ist nicht wichtig für die Story :-)
Wie damals, als sie mich angesprochen hat, schnuppert sie auch diesmal an der jungen Frau und spricht sie dann an.
Was sie sagt kann ich nur ahnen, hören kann ich es nicht.
Es wird aber ein ähnlicher Text sein, wie der den sie mir ins Ohr geflüstert hat.
Erst schüttelt das Fräulen den Kopf, dann wird sie aber neugierig, nämlich in dem Moment als die dicke Frau den Rucksack öffnet und ihr ihre “Beute” zeigt.
Ich erinnere mich, dass die Packungen original verpackt ausgesehen haben. Also entweder sind die wirklich geklaut oder Fälschungen, die täuschend ähnlich aussehen.
Das Mädel zeigt wirklich Interesse und die Rucksackfrau deutet ihr, dass sie mit ihr aussteigen soll, damit sie ihr das Parfüm ihrer Wahl verscherbeln kann.

Leider wird der Rucksackfrau das öfter als man denkt gelingen, dass sie Frauen, die sie anspricht, tatsächlich für ihre, wahrscheinlich geklauten Parfüms, Cremen ect., begeistern kann.
Ich hab mir überlegt, wie weit man sich, als Käufer solcher Dinge,von denen man annehmen kann, dass sie nicht ehrlich erworben sind, auch strafbar macht.

In meinem Ebook-Reader

Meine wunderbare Buchhandlung

Aus einer Schnapsidee heraus bemühte sich Petra Hartlieb im Urlaub gemeinsam mit ihrem Mann um eine gerade geschlossene Traditionsbuchhandlung in Wien – und bekam überraschend den Zuschlag.
Von einem auf den anderen Tag kündigte sie ihren Job und begann mit ihrer Familie ein neues Leben in einer neuen Stadt, ohne zu wissen, worauf sie sich einlässt …

In diesem Buch erzählt sie ihre eigene Geschichte und die ihrer Buchhandlung. Einer Buchhandlung, die zum Wohnzimmer für die eigene Familie wird, und zum Treffpunkt für die Nachbarschaft. Mit Stammkunden, die zu Freunden werden, und Freunden, die Stammkunden sind. Petra Hartlieb erzählt in einem schlagfertigen und humorvollen Ton, der jede Zeile zu einem großen Vergnügen macht und jedes Kapitel zu einer Liebeserklärung an die Welt der Bücher.

Quelle: amazon

Die Autorin


Petra Hartlieb
wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte in Wien Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg. Seit 2004 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien.

Plauderei im Cafe – Türkischer Kaffee

Zeichnung: Dominik Voss

Sonntagmorgen, im Cafe war nicht sehr viel los.
Der Herr Moser, der Fotograf kam vorbei um mit Jo, den Bilderwechsel zu besprechen und trinkt dann einen Kaffee und liest die Zeitung.
Die Frau Winter nimmt ihren Morgenkaffee und ist ungewöhnlich still und am Fenster sitzt noch ein fremder Mann, der heute das erste Mal im Cafe ist, der wollte Tee mit Sahne, was die kleine Serviererin sehr ungewöhnlich findet.
Sie hat den Jo erst Mal gefragt, was sie bei Sahne nehmen sollte, Kaffeeobers oder Schlagobers ?
Der Jo hat Kaffeeobers entschieden und nachdem der Mann den Tee genüsslich schlürft, dürfte die Entscheidung richtig gewesen sein. Er wollte dann auch noch eine Buttersemmel mit Salz, die ihm die kleine Serviererin ohne Salz brachte, den Salzstreuer aber dazu stellte.

Klack – Klack – Klack
Da war seit einigen Tagen ein seltsames Geräusch, das offenbar von der Straße kommt, aber jedesmal wenn der Jo dachte, er muss mal schauen was oder wer das Geräusch verursacht, war er grad so beschäftigt, dass er nicht vor die Tür gehen konnte.
Klack-Klack-Klack – da war es wieder.
Jo war grad dabei die Einnahmen vom Samstag zu zählen und in die Banktaschen zu sortieren, hob lauschend den Kopf und konnte wieder nicht raus laufen um zu schauen.
Die Frau Winter sieht seinen fragenden Blick und fragt gleich:
“Fragst dich, was da so klackt ?”
“Ja, ich hör das schon seit ein paar Tagen immer wieder, dann ist das Geräusch weg und kommt nach einiger Zeit wieder”
Die Frau Winter grinst wissend…
“Das ist die Frau Kamila, die hat vor ein paar Wochen einen Schlaganfall gehabt und muss wieder Gehen lernen.
Und ihr Mann der Jakup geht jeden Tag mit ihr die Gasse rauf und runter, zwei Mal, einmal am Vormittag und einmal am Abend. Und das Klacken, das ist der Stock von der Frau Kamila”.
“Aha” staunt der Jo. “Die Leute kenn ich noch gar nicht”.
Die Frau Winter die, wie immer alles weiß, klärt den Jo auf; ” Das sind Türken, die haben früher in einem anderen Bezirk gewohnt, sind erst vor ein paar Monaten her gezogen und dann ist gleich das Unglück passiert”
“Kamila und Jakob sind aber keine türkischen Namen, oder ?”
“Jo, das heißt Jakup, mit u, net mit o und mit p nicht mit b” klärt die Frau Winter auf.
“Was sie immer alles wissen, Frau Winter, sagenhaft” der Jo schüttelt den Kopf und verstaut weiter sein Geld.
Da hört man das Klack-Klack-Klack wieder, jetzt hat der Jo Zeit um raus zu gehen und kann mit eigenen Augen sehen, wie das ältere Ehepaar die Straße runter kommt.
Er lächelt den Beiden zu und bekommt ein “Grüß Gott! ” zurück.
Jo fragt, ob die beiden Lust hätten, auf einen Kaffee ins Lokal zu kommen – “geht aufs Haus” schiebt er gleich nach.
Der Herr Jakup antwortet: ” Tut leid, wir trinken nur türkischen Kaffee, haben sie den ?”
Da musste der Jo allerdings passen, Türkischen Kaffee gibt es bei ihm keinen – noch nicht.
Dann hatte er einen Geistesblitz……
“Kommen sie doch rein und zeigen sie mir, wie sie türkischen Kaffee machen”
Der Herr Jakup bekam große Augen, ungläubig fragt er: “Wollen sie das wirklich ?”
“Ja klar, ihre Frau kann sich inzwischen in den bequemen Sessel setzen und sie kommen zu mir in die Küche und zeigen mir wie man euren Kaffee macht”
Das Ehepaar war sehr erfreut, die Frau Kamila stützt sich auf ihren Stock und wankt allein zu dem besagten Sessel und der Herr Jakup übersetzt seiner Frau, die nicht sehr gut Deutsch spricht und nicht ganz verstanden hat, was da passiert, warum sie jetzt in dieses Cafe gehen.
Der Herr Jakup nimmt 2 Mokkatassen, normale halt, weil diese typischen Tassen hat der Jo natürlich nicht, füllt 2x Wasser und je 2 Kaffeelöffel Kaffee, der auch nicht so ideal gemahlen ist und kochte alles zusammen auf kleiner Flamme auf,  bis so ein Häubchen entstanden ist, davon kommt in jede Tasse etwas, den Kaffee noch einmal aufkochen und in die beiden Tassen verteilen und schon war der türkische Kaffee fertig.
Der Jo serviert den beiden Leutchen den so entstandenen Kaffee.
Die Frau Winter und der Herr Moser, der das Geschehen auch beobachtet hat, applaudieren und alle lachen fröhlich.
Der Herr Moser gibt dem Jo den Rat, sich auch türkisches Geschirr zu besorgen, dann würde er mit seiner Kamera kommen und die Tassen fotografieren. So ein Bild würde sich bestimmt gut machen, an der Wand des Lokals.
Die Idee gefällt dem Jo.
Das Paar Kamila und Jakup verabschieden sich und versprechen bald wieder zu kommen, wenn die Frau Kamila wieder ihre Gehübungen machen muss.
So entstehen Freundschaften……

Die Frage des Tages – 27.01.18

Ich hatte einen großen Berufswunsch – ich wollte sooo gern Ärztin werden.
Meine Eltern waren da aber ganz anderer Meinung, das wäre kein Beruf für ein Mädchen.
Und wenn schon was Medizinisches, dann Krankenschwester, am besten Säuglingsschwester.
Na ja, das war zwar nicht ganz das was ich wollte, aber ich musste nachgeben, denn fürs Gymnasium war zu wenig Geld da und ohne Matura gab es kein Studium.
Das mit der Krankenschwester wurde dann auch nicht wirklich was, weil ich im zarten Alter von 15 Jahren, grad im ersten Jahr meiner Ausbildung meinen ersten Mann kennen gelernt habe und da war plötzlich alles andere wichtiger, als Berufsausbildung.
Gelandet bin ich dann zuerst bei einem Zahnarzt – ok war auch was mit Medizin und vor allem mit geregelter Arbeitszeit und später dann bei einem Anwalt im Büro.

Nun meine Frage des Tages:

Habt ihr euren Berufswunsch verwirklichen können ?
Oder seid ihr ganz was anderes geworden, als geplant ?

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