Plauderei im Cafe – Der geheimnisvolle Herr Moser

Der Jo, der Besitzer, des Lokals hat sein Cafe grad aufgesperrt, da stürmt die geschwätzige  Frau Winter herein und schaut sich suchend um.
„Wo ist denn der Herr Moser ?“ fragt sie laut schnaufend, man muss wissen die Frau Winter ist eine ziemlich beleibte Dame, mit einem außerordentlich lauten Organ.
Der Jo schaut ziemlich konfus, denn er kennt keinen Herr Moser, zuckt mit den Achseln und stellt der Frau Winter statt einer Antwort ein großes Glas Wasser auf den Tisch.

„Ich möcht aber den Herrn Moser sprechen“ entgegnet ihm die Frau Winter aufgebracht.
„Ist ja noch kein Mensch da, wie sie sehen“ – der Jo mag die Frau Winter nicht besonders, aber sie ist halt Gast in seinem Cafe, obwohl sie konsumiert ohnehin nur sehr selten was, meist trinkt sie nur ein Glas Wasser. Hin und wieder gibt sie dem Jo dafür ein paar Euro. Also lässt er sie gewähren.
Mit einem Plumps lässt sich Frau Winter in einen der Sessel fallen und schaut sehnsüchtig zur Tür.
Der Jo tut als ob es ihn nicht interessieren würde, wer der Herr Moser ist und was die Frau Winter von dem Herrn Moser möchte. Aber insgeheim hofft er doch, dass es sich offenbaren würde, worum es denn da geht.

Langsam kommen die Stammgäste zum Frühstücken, aber immer noch kein Herr Moser.
Die kleine Serviererin mit dem langen Zopf bedient die Leute schnell und freundlich und ignoriert die Frau Winter ebenfalls.
Da wird es der Frau Winter zu dumm und sie schickt sich an das Cafe zu verlassen, nicht ohne dem Jo aufzutragen, dass er den Herrn Moser, wenn er denn kommt, aufhalten möge. Sie geht nur schnell was einkaufen.
Der Jo grinst in sich hinein, denn er weiß ja gar nicht wie der Herr Moser ausschaut, aber er will sich auf keine Diskussion mit der Frau Winter einlassen und nickt nur geduldig hinter seinem Tresen.
Es kommen bald ein paar fremde Herren, bei jedem überlegt der Jo ob das der geheimnisvolle Herr Moser sein könnte, aber keiner fragt nach der Frau Winter.
Einer der Herren nimmt am Fenster Platz, bestellt einen Kaffee und kramt eine Zeitung raus.
Das ist er sicher nicht, denkt der Jo – oder doch ?
Der Mann trägt einen Anzug, Krawatte und hat beim Hereinkommen einen dunklen Hut abgenommen, den er neben sich auf die Fensterbank gelegt hat.
Jetzt ist er in seine Zeitung vertieft und rührt dabei schon länger in seinem Kaffee herum, dabei hat er nicht mal Zucker rein getan.
Schnell hat der Jo den Mann vergessen und ist dabei die Spülmaschine einzuräumen.
Da kommt die Frau Winter zurück und schnauft wie immer, ihr Kopf ist hochrot und sie schleppt eine Einkaufstasche, aus der Obst und Gemüse rausschauen.
„Ist er da ?“ fragt sie aufgeregt, der Jo zuckt wie immer nur mit den Schultern. Frau Winter schaut sich im Lokal um und geht dann tatsächlich auf den zeitungslesenden Mann zu und ruft mit ihrer lauten Stimme: „Ja Herr Moser, da sind sie ja“
Sie reicht ihm ihre etwas verschwitzte Hand und dreht sich zum Jo um und keift ihn an: „warum sagst mir denn nichts ?“
Der Jo sagt nur: „Kenn ihn ja nicht “ und seufzt, weil er wieder mal merkt, dass die Frau Winter nur bis zur Nasenspitze denkt.
Ohne auf eine Aufforderung zu warten setzt sie sich zum Herrn Moser an den Tisch, der umständlich seine Zeitung zusammen lagt und irgendwie gar nicht so erfreut drein schaut.
Die Frau Winter redet nun, in einer für sie ganz ungewöhnlichen Art, nämlich sehr leise, auf den Herrn Moser ein.
Der nickt nur ab und zu oder schüttelt den Kopf, aber leider kann der Jo nicht verstehen worum es geht.
Macht ihn ein wenig unrund, aber er denkt, spätestens am nächsten Tag wird ihm die Frau Winter sicher ausführlich von dem Gespräch erzählen.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, was die geschwätzige Frau Winter mit dem Herrn Moser besprechen hat müssen.

Fortsetzung folgt……

Sonntag= Muttertag= Familientag

Ja heute ist Montag, aber ich erzähl mal vom Sonntag.
Sonntag war Muttertag.
Bei uns ist Muttertag ja immer Familientag.
Mein Sohn und mein Schwiegersohn haben kurz vorm Muttertag Geburtstag und die beiden Geburtstage feiern wir immer mit dem Muttertag zusammen. Also Familientag.
Und das ist gut so.
Wir haben bei meiner jüngeren Tochter gefeiert und gegrillt.
Sehr, sehr lecker, jede Menge Grillgut, wunderbar zubereitetes Schmorgemüse und Salat.
Mein Sohn hat sich eigentlich erst Schnitzel und Pommes gewünscht, dann aber umdisponiert auf Grillen.
Ein Schnitzel und Pommes gabs trotzdem, eins für alle „lach“ – als Gag.
Angestoßen haben wir mit Prosecco und Orangensaft und als Nachtisch gabs dann auch noch eine wunderbare Schokoladentorte.
„boah“ – war ich angegessen.
Abendessen fiel demnach dann auch aus.

Ich liebe unsere Familientage.