Das war meine Woche #49

Wieder mal ist eine Woche vorüber und ebenso das Wochenende.

Und was hat sich getan ?

 

 

 

 

Gesehen: … dass am 12. Dezember Vollmond ist

Getroffen: viele Mädel aus meinem Forum, wir hatten Weihnachtstreffen !

Gehört: “Last Christmas”  gesungen von Papermoon, ganz ungewöhnlich

Getan: geradelt auf dem neuen Hometrainer 

Gelesen: außer Zeitung leider nichts

Gedacht: … dass die Zeit viel zu rasch vergeht

Gekauft: Neue Brille für den Sohn  

Gefreut: wieder über die neue Zahl auf meiner Waage (minus 10 kg)

Gegessen: jeden Tag eine andere Suppe (ich liebe Suppen)

Geplant: Das Menü für die Feiertage

Was hat sich bei euch getan ?

2. Adventsonntag

Die Eisblumen am Fenster

Kalt war es geworden im Zimmer des Herrn Jakob.
Er wundert sich sehr, als er aus seinem Bett steigt und an den Fenstern sah, dass Eisblumen über Nacht gewachsen sind.
Er schlüpft in seine Pantoffeln und greift zur Heizung.
Der war auch kalt.
Ohje, da muss wohl etwas defekt geworden sein.
Schnell huscht er ins Badezimmer und auch dort ist es schnatterkalt.
Also macht er Katzenwäsche und ruft dann den Herrn Polt, den Hausmeister, an.
Der weiß schon von den anderen Mietern Bescheid.
Allerdings seufzt er laut ins Telefon und meint, dass heute Samstag sei und er wohlkaum einen Heizungstechniker erreichen wird.
Also zieht Herr Jakob über seinen Trainingsanzug noch eine warme Jacke an und öffnet das eine Fenster, an dem er jeden Morgen den Zeitungshändler begrüßt, der ihm seine Tageszeitung bringt.
Normal bekommt der Achmed von ihm eine Tasse heißen Kaffee, aber bei der Kälte möchte er das Fenster nicht so lange offen lassen.
Also schnappt er nur schnell seine Zeitung und erklärt dem Achmed die Lage. Der nickt nur verständnisvoll und verschwindet im grauen Herbstnebel.
Von Vis a vis eilt die Blumenfrau herbei uns bestaunt die Eisblumen am Fenster des Herrn Jakob.
Auch sie versteht, dass das Fenster schnell wieder zugemacht werden muss und wünscht dem Herrn Jakob, dass sich ein Fachmann für die Heizung findet.

Bald hört der Herr Jakob Stimmengemurmel vor seinen Fenstern. Trotz Kälte hält er neugierig Ausschau.
Vor dem Fenster mit den Eisblumen haben sich einige Leute versammelt und alle bestaunen die hübsche Eiszeichnungen. Da die Straßenlampe darauf leuchtet, sieht es richtig schön und wie gemalt aus.

“Wie kommt es denn dass an ihrem Fenster so schöne Eisblumen sind ?” fragt einer der älteren Herrn durch die Glasscheibe den Herrn Jakob.
Der erklärt wieder, dass die Heizungen im ganzen Haus ausgefallen sind und sich jetzt am Wochenende wohl kaum ein Techniker finden wird, der die Anlage reparieren würde.
Da lächelt der Mann, der einen dicken weißen Bart im Gesicht trug und meint, “sie haben ihn schon gefunden”
Das Erstaunen war groß beim Herrn Jakob. Der ältere Mann war ein pensionierter Heizungsmann und bot an sich die Anlage anzusehen.
Der Herr Polt war schnell herbei geholt und zu dritt ging es nun in den Keller.
Es war nur eine Kleinigkeit, ein paar gezielte Handgriffe und die Anlage begann zu glucksen und zu rauschen und nach einiger Zeit wurden auch schon die Heizkörper in der Wohnung des Herrn Jakob wieder warm.
Der Herr Polt fragte nun verlegen, was man denn schuldig wäre.
Aber der ältere Mann meinte, es ist doch Advent, da hilft man doch gerne.

Leider war das auch das Ende der Eisblumen an den alten Fenstern der ebenerdigen Wohnung.
Das fanden die Blumenhändlerin und auch der Heizungsmann schade, der Herr Jakob aber war froh, dass es in seinem Zimmer wieder wohlig warm geworden ist.

Der Mann aber verschwand wie er gekommen war. Und die Blumenhändlerin sinnierte laut: “Ob das vielleicht der Weihnachtsmann war ?”
(Dabei kommt bei uns doch das Christkind :herz: )

Die Dienstagsfrage

Als ich noch kein Handy besessen habe, wusste ich sämtliche Nummern meiner Verwandten und Freunde auswendig.
Ich konnte in jede Telefonzelle gehen und jemand anrufen ohne ein Notiz- oder Telefonbuch zu bemühen.
Leider ist mir im Zeitalter von Smartphones diese Fähigkeit abhanden gekommen.
Nur meine eigene Nummer, die weiß ich zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Wie ist das denn bei euch ?

 

Kennt ihr die Telefonnummern eurer Partner, Kinder und engeren Freunde ohne nachzuschauen ?
Könnt ihr eure eigene Nummer aufsagen, wenn sie jemand wissen will ?

1. Adventsonntag bei Frau HUBER

1. Adventsonntag bei Frau HUBER

Auch im Zimmer der Frau Huber steht ein Adventkranz auf dem Tisch.
Ganz traditionell mit drei lila und einer rosa Kerze.
Die Frau im Blumengeschäft hat ganz verdutzt geschaut, als die Frau Huber sie gebeten hat, eine der vier lila Kerzen durch eine rosa zu ersetzen.
Hat sie aber gern gemacht und die Frau Huber hat ihr dann erklärt dass man die rosa Kerze am 3. Adventsonntag anzündet, als Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Als es dunkel wird, zündet die Frau Huber die erste lila Kerze an und gibt eine CD mit weihnachtlichen Liedern in den CD Player.
Dabei denkt sie an früher, als ihr Mann, der Leo noch gelebt hat und die Linda noch ein kleines Mädchen war.
Am 1. Adventsonntag haben sie gemeinsam die ersten Kekse gebacken und am Abend dann beim Schein der ersten Kerze diese Kekse verkostet.
CD Player hatten sie damals keinen, aber einen Plattenspieler und eine Langspielplatte mit Weihnachtsliedern.
Zwar hat die Nadel auf der schwarzen Platte gekratzt, aber das hat der freudigen Stimmung keinen Abbruch getan.
Und dann kamen die Nachbarn zu Besuch und auch die bekamen ein paar Kekse und heißen Tee mit Rum.
Dann wurde gemeinsam zu der krächzenden Platte gesungen.
Sehr gemütlich war das.

Einen heißen Tee hat Frau Huber auch gemacht, aber ohne Rum und die Kekse hat sie am Vormittag im Supermarkt gekauft, denn für sie allein zahlt es sich nicht aus, dass sie Kekse backt.
Ein wenig traurig war die Lintschi Huber schon, dass sie den 1. Adventsonntag so allein verbringen muss.
Aber die Linda war mit dem neuen Mann und den Kindern zum Schifahren gefahren und die Nachbarn waren nicht zu Hause gewesen, es waren auch inzwischen ganz andere Leute eingezogen und die kennen den alten Brauch gar nicht.

Nach etwa einer Stunde, in der sich Frau Huber so in die Vergangenheit geträumt hatte, die Kerze am Adventkranz war schon ein wenig kleiner geworden, da klingelt es plötzlich an der Tür.
Ganz erschrocken fährt Frau Huber hoch und eilt zur Tür.
Davor steht der junge Nachbar, dem sie manchmal erklärt wie man etwas kocht oder dem sie ab und zu ein Stück Kuchen rüber bringt.
Er hält einen Teller mit duftenden Vanillekipferln in der Hand und wünscht der Frau Huber einen schönen 1. Adventsonntag.
Seine neue Freundin, die schüchtern aus der Nachbarswohnung schaut, hat das erste Mal diese Kipferl gebacken und ist so stolz drauf, dass er meinte, die müsse er der Frau Huber zeigen.

“Na kommen sie doch rein und die Freundin soll auch kommen” bittet, die Frau Huber die beiden jungen Leute in ihre Wohnung.
Sie freut sich, dass nun doch noch Nachbarn zu ihr zum Adventfeiern gekommen sind und sie erklärt dem jungen Paar diese Tradition von früher.
Die CD die längst aufgehört hat zu spielen wurde neu gestartet und es wurde ein sehr gemütlicher und stimmungsvoller Abend.

“Nächsten Sonntag kommen wir gern wieder”, meint die Freundin vom Nachbarn.
Und die Frau Huber sucht, nachdem die Beiden gegangen sind, ihr Buch mit den Keksrezepten, nun zahlt es sich ja doch aus, ein paar Kekse zu backen, ganz so wie früher !


 

 

Kommt gut in die erste Adventwoche !!