Plauderei im Cafe – ein helles Kipferl

geplauderMontagmorgen – es regnet.
Im Cafe herrscht noch völlige Ruhe. Der Bäckersmann klopft an die Glastür und liefert Semmeln und Kipferl fürs Frühstück.
Die kleine Serviererin schlichtet das Gebäck in die Körbchen und richtet auf einigen Tabletts die Tassen und Teller, auf  Vorrat, damit sie schneller servieren kann, wenn der Frühstücksrun begann.
Herr Kraus, ein etwas schwieriger Gast, kam an diesem regnerischen Montag als Erster ins Cafe und bestellt, noch ehe er seinen Mantel abgelegt hat, ein kleines Frühstück mit einem Milchkaffee. Den nassen Schirm stellt er in den Schirmständer neben der Garderobe.
Die kleine Serviererin bereitet ihm schweigend den Kaffee zu, legt noch Butter und Marmelade ins Gebäckkörbchen und stellt alles zusammen Herrn Kraus auf den Tisch.
Kaum hat sie sich umgedreht, meckert sie der Herr Kraus an, dass das Kipferl viel zu dunkel wäre und er gern ein helleres haben möchte.
Die kleine Serviererin weiß zwar, dass der Herr Kraus immer was zu meckern hat, aber dass ein Kipferl zu dunkel sein könnte erstaunt sie nun doch. aber sie will keine Diskussionen vom Zaun brechen und bringt ihm wiederum schweigend ein neues Kipferl, auf einem frischen Teller und nimmt das zu dunkle Kipferl mit.
Herr Kraus nickt zufrieden, obwohl das Gebäck keinen anderen Braunton hatte, als das das er zurück geschickt hat.
Herr Kraus nimmt einen Löffel Zucker in seinen Kaffee und zieht dabei die Morgenzeitung aus seiner Aktentasche. Während er die Schlagzeilen studiert, rührt er immer noch seinen Kaffee um.
Dann legt er die Zeitung beiseite und beginnt seine Semmel und sein Kipferl vorzubereiten, indem er beides aufschneidet und dabei entdeckt, dass in dem Kipferl, das er neu geordert hat ein Luftloch ist.
Wiederum zitiert er die kleine Serviererin an den Tisch und zeigt ihr sein luftiges Kipferl.
Er hätte gern ein anderes, ohne Luftloch, denn er bezahlt ja nicht für die Luft im Kipferl.
Nun war guter Rat teuer, denn wie sollte die kleine Serviererin feststellen in welchem Kipferl kein Luftloch wäre ? Das wäre ihm egal, meint der schwierige Herr Kraus und betont nochmal, dass er doch nicht für Luft bezahlen würde.
Die kleine Serviererin nimmt das aufgeschnittene Kipferl und bringt es zurück an die Theke, wo noch das Kipferl das er vorhin zurück geschickt hat, weil es ihm zu dunkel war, lag.
Sie legte dieses Kipferl auf den Teller und brachte es dem Herrn Kraus.
Herr Kraus bemerkt gar nicht, dass das jetzt sein ersts Kipferl war, schneidet nun das neue -alte Kipferl mit dem scharfen Messer auf und stellt erfreut fest, dass da kein Luftloch drinnen wäre – ja warum denn nicht gleich so…..
Die Serviererin verschwindet schnell in der angrenzenden Küche, weil sie sich das Lachen nicht verbeißen kann.
Beim Zahlen meint der Herr Kraus unfreundlich, dass sie sich das bitte merken soll, für ihn immer ein helles Kipferl und keine Luftlöcher.
Zieht seinen Mantel an, nimmt die Aktentasche, samt Zeitung und verlässt brummend das Cafe.
Seinen Schirm hat er stehen gelassen, sehr schwierig der Herr Kraus !

Was macht man nur mit solchen schwierigen Gästen ?

 

Urheberrechte/© Andrea Voss

Die Frage des Tages – Mobbing

mobbingVon einer Bekannten habe ich erfahren, dass sie gekündigt hat, weil sie gemobbt worden ist.
Es würde jetzt hier zu weit führen, wenn ich erzählen was da alles passiert ist.
Allerdings ist die Frau weit über 50 und hat jetzt reale Angst, dass sie keinen neuen Job mehr finden wird.
Aber man weiß ja, dass Mobbing immer öfter vorkommt und nur wenige Chefs wirklich etwas dagegen unternehmen. Meist wird um des lieben Friedens Willen gebeten, dass man “Streitigkeiten” unter sich ausmachen möge und den Chef damit nicht belästigen soll. Das öffnet natürlich, im wahren Mobbingfall, den Mobbern Tür und Tor.
Es gibt aber schon psychologische Zweige, die sich nur mit Mobbingkandidaten beschäftigen und alle können sich die Situationen denen sie ausgesetzt gewesen sind, nicht aus den Fingern saugen.

Dazu meine Fragen:

Fragezeichen1
Habt ihr Erfahrung in Sachen Mobbing ?
Als Chef oder als Angestellter ? Gibt es in eurem Betrieb einen Mobbingbeauftragten ?
Hättet ihr eine Strategie, wie ihr vorgehen würdet, wenn ihr gemobbt werden solltet ?

Frau Huber und die Männer

frauhuber1Seit geraumer Zeit telefoniert die Frau Huber jeden Abend nicht mehr nur mit dem Herrn Hans sondern auch mit dem Herrn Haller.
Inzwischen ist das ja der Emmanuel, sie sind ja jetzt auch per DU.
Dem Herrn Hans passt die ganze Sache nach wie vor nicht, er reagiert immer sehr eifersüchtig und darüber muss die Frau Huber schmunzeln “Alter Depp” nennt sie den Herrn Hans dann in Gedanken.
Aber sie freut sich auch ein wenig darüber, dass in ihrem Alter es noch Männer gibt, die auf sie so reagieren.
Dem Emmanuel ist der Herr Hans egal, er freut sich einfach, dass da jemand ist, mit dem er sich austauschen kann.
Er ist ja inzwischen in das Appartement im Pensionistenheim gezogen und fühlt sich dort auch schon recht wohl, obwohl er natürlich seine Werkstatt sehr vermisst.
Er hat einen Teil seines Uhrmacherwerkzeuges ins Heim mitgenommen und schaut hier manchmal die Uhren der Mitbewohner an, die sich sehr darüber freuen, dass sie nicht irgendwohin laufen müssen um ihre alte Uhr reparieren zu lassen. Und der Herr Haller hat eine Aufgabe.
Nun hat der Herr Emmanuel die Frau Huber schon ein paar Mal eingeladen, ihn besuchen zu kommen und ihr auch eine Tasse Tee versprochen. Am vergangenen Sonntag hat sich die Lintschi nun auf den Weg gemacht und ist zu dem Pensionistenheim gefahren. Zweimal hat sie umsteigen müssen, jedesmal war der Bus sehr voll und sie hat sich überlegt ob die Leute wohl alle zu Besuch in dieses Heim fahren würden.

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Die Frage des Tages – Bargeldlose Welt

Immer öfters hört man in den Nachrichten, dass geplant ist, das Bargeld abzuschaffen.
KreditkarteOhne Bargeld gäbe es keine Geldfälschungen und weniger Kriminalität überhaupt, so argumentieren die Politiker die für die Abschaffung des Bargeldes sind.

Nur bitte wie soll das gehen ?
Nun ja, in USA oder in Schweden wird fast nur noch mit Karten bezahlt, auch Kleinstbeträge.
Es wird auf zahlen mit dem Handy gesetzt oder mit Kreditkarten.
Allerdings frage ich mich, wie gibt man Bettlern oder Obdachlosen dann ein paar Cent ?
Wie funktioniert das mit Trinkgeld für Handwerker oder mit dem Klingelbeutel in der Kirche ?
Das sind nur ein paar kleine Beispiele, wenn man nachdenkt fällt einem da sicher noch der eine oder andere Grund FÜR Bargeld ein.

Wie sehr ihr das ?

Fragezeichen1Könntet ihr euch vorstellen ohne Bargeld zu leben ?
Habt ihr eine Kreditkarte ?
Könntet ihr im Fall des Falles mit Handy oder Karten bezahlen ?
Meint ihr, dass man mit einer bargeldlosen Welt Terrorismus und Kriminalität
eindämmen kann ?

Die Frage des Tages – Mindesthaltbarkeit

kühlschrankIch hab gestern unseren Kühlschrank aufgeräumt.
Ja, das muss ich ab und zu machen, denn immer wieder passiert es, dass ein Produkt “vergessen” wird. So ist es auch diesmal wieder passiert. Ein Becher Joghurt war bereits am 20.02 abgelaufen. Dabei war ich mir so sicher, dass ich diesen Becher erst vorige Woche gekauft habe. Ich hab ihn mal geöffnet, den Joghurtbecher und daran geschnuppert – riecht wie Joghurt eben riecht.
Da ich aber kein Joghurt essen kann, wegen meiner Milcheiweiß- Allergie, hab ich nicht davon gekostet und ihn meinem Mann unter die Nase gehalten:
Der meinte nur, wirf das Zeug weg.

Dazu nun meine Fragen:

Fragezeichen1Hättet ihr das Joghurt noch gegessen ?
Passiert es euch auch, dass ihr abgelaufene Produkte im Kühlschrank findet ?
Verwendet ihr solche Produkte noch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus ?
Werft ihr oft Lebensmittel weg ?

Plauderei im Cafe – Die Liaison II

geplauderEs war Montag, kurz nach 12 Uhr, da kommt die Frau des Pärchens herein.
Nennen wir sie Barbara, von ihren Freunden Babs gerufen.
Sie ist sehr erleichtert, dass der Tisch, an dem sie und ihr Freund, den nennen wir Emil, so gerne sitzen, ganz hinten in der Ecke des Lokals, diesmal frei ist.
Da sie ein paar Minuten früher dran ist als sonst, schaut sie sich gar nicht suchend um und nimmt Platz. Die neue Serviererin eilt herbei und nimmt die Bestellung von Kaffee und belegtem Brot entgegen und kommt auch der Bitte nach einem großen Glas Leitungswasser gerne nach.
Babs zieht einen kleinen Handspiegel aus der Tasche und kontrolliert ihr MakeUp, das tadellos aussieht.
Und dann schaut sie doch wartend zur Tür, wo jeden Moment Emil herein kommen muss.
Emil ist immer pünktlich und wenn mal nicht, dann ruft er verlässlich vorher an.
Kaffee, Brot und Wasser werden gebracht und Babs schaut gelangweilt durchs Lokal.
Wo nur Emil bleibt ?

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Die Frage des Tages – Jobsuche

jobNein, nein … ich suche keinen Job, dieses Kapitel ist für mich Geschichte.
Aber anderen geht es nicht so gut und die müssen sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machen.
Nur wie – das ist hier die Frage ?
Setzen Firmen heute nur noch auf neue Kommunikationsmittel, was bedeutet, dass man Bewerbungen per Mail versendet um dann später beim Bewerbungsgespräch, so man dazu eingeladen wird, seine Bewerbungsunterlagen abzugeben ?

Dazu die Frage des Tages:
Fragezeichen1
Wie bewirbt man sich richtig, wenn man einen guten Job bekommen möchte ?
Bewirbt man sich heute auch noch telefonisch oder gar per Brief  ?
Oder richtet man Bewerbungen eher online an die entsprechenden Firmen ?

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