Momentan und überhaupt….

Vor einer Woche hat mich ein Gichtanfall außer Gefecht gesetzt.
Das war echt nicht lustig und ich bin im Eiltempo zum Doc.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich sonst nicht so ganz schnell meinen Arzt aufsuche.
Die Vorzimmerdame hat mich erst nach dem Blick auf meine Ecard erkannt :-)
Nun, er hat mich mit Tabletten und Schmerzmittel versorgt und es hat ein paar Tage gedauert, dann war der Spuk vorbei.
Mit auf den Weg gegeben hat er mir aber, dass ich unbedingt abnehmen muss.

Und daher bin ich jetzt sehr mit Rezepte zusammen klauben und neue Gerichte kochen beschäftigt.
Ich hab mich für Low Carb entschieden und hoffe sehr, dass ich eine Weile durchhalten werde.
Haltet mir die Daumen.

Neue Düfte ziehen durchs Haus

Hier duftet es seit gestern nach Wassermelone und Wildkirsche.
Mein Mann versucht das Rauchen aufzugeben und dampft jetzt.
Das ging allerdings nicht ganz ohne Hindernisse:
Er kam am Freitag mit einer E-Zigarette, also mit so einem Dampfgerät nach Hause.
Bei dem Ding musste erst der Accu aufgeladen werden.
Der leuchtete zuerst rot und nach einer Weile grün und dann gar nicht mehr.
Kein Weiterladen, kein Drücken und kein Ziehen verhalf ihm wieder ins Leben, das hatte das Ding offenbar schon vor dem ersten Gebrauch ausgehaut.
Kein guter Einstieg dachte ich mir, aber da kennt man meinen Herzensmann schlecht.
Gegen seine Gewohnheit stand er am Samstag früher auf als sonst und brachte das tote Ding zurück in den Laden um mit einem dreimal so teurem Gerät wieder zu kommen. Wäre doch gelacht, wenn er sich schon vornimmt, den Glimmstengeln ade zu sagen, dann wird er sich doch von so einer kleinen Panne nicht aufhalten lassen.
Nun dachten wir, dass der Accu des neuen Geräts auch erst laden müsste, aber mit nichten, der war nahezu komplett aufgeladen.
Für meinen Begriff sieht der neue Dampfer auch noch sehr gut aus, schwarz, elegant und gut in der Hand liegend.
Dem Dampfen war nun Tür und Tor geöffnet und mein Schatz hat sich als erstes für den Duft Wassermelone entschieden.
Riecht echt gut, vor allem wenn man bedenkt, dass es hier bislang nach Zigarettenrauch gerochen hat.
Das Geräusch das dieser Dampfer macht ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ist echt Meckern auf hohem Niveau.

Mein Wunsch ans Universum – möge die Übung gelingen !!

Plauderei im Cafe – Sprachlos

Der Jo hat sich entschlossen, die Fotos des Herrn Moser aufzuhängen.
Einige Landschaftsaufnahmen, zwei Fotos, mit Kaffeetassen, die besonders gut ins Lokal passen, zwei Blumenfotos, ein Schmetterlingsbild und ein Mädchenfoto, das sehr ästhetisch aussieht und gar nichts pornomäßiges an sich hat.
Und er hat mit dem Herrn Moser ausgemacht, dass die Fotos jeden Monat wechseln werden.
Begeistert zeigte sich auch die Frau Winter, denn sie nahm für sich in Anspruch, dass es ja ihr Werk sei, dass der Herr Moser und der Jo zusammen gekommen sind.
Jeden Tag sitzt die gute Frau jetzt im Cafe, schaut verliebt auf die Fotos und erzählt, jedem der es hören will oder auch nicht, dass sie den Künstler persönlich kennt.
Mehr als ihr Glas Wasser bestellt sie meist nicht.
Aber heute war alles ganz anders, die Frau Winter kam schwungvoll,  wie auf einem Hexenbesen, ins Cafe geritten.
Rief schon bei der Tür dem Jo zu, dass sie einen Cappuccino und ein Kipferl haben will – und ein Glas Wasser.
Der Jo überlegte was denn passiert sein könnte, wie er denn zu der Ehre käme, dass die Frau Winter mal wirklich was konsumiert.
Aber er musste nicht lange warten, schon sprudelte es aus der Frau Winter heraus, dass sie im Lotto gewonnen hat.
Ganze 550 Euro.
Davon konnte sie sich schon ein kleines Frühstück beim Jo leisten.
Der Jo freute sich für die Frau Winter, hat es aber auch gleich wieder vergessen, weil eine Horde Jugendlicher ins Cafe kam, sich auf die verschiedenen Tische verteilte und alle sofort und gleich was zu trinken wollten.
Keine Frage, es war heiß draußen und die Jungs und Mädeln sind durstig.
Die Frau Winter hat sich auf einen der kleinen Tische,ganz hinten im Lokal verzogen und sah dem bunten Treiben der Jugend aus sicherer Entfernung zu.
Da fiel ihr Blick auf die Füße des einen Jungen. Und ihre Augen wurden kugelrund und riesengroß.
Der Bub trug zwei verschiedene Schuhe. Beides Turnschuhe, aber der eine war gelb mit grün und der andere rot mit weiß.
Sie überlegte scharf ob sie den Buben drauf aufmerksam machen sollte.
Und sprach ihn dann echt mit ihrer doch recht lauten Stimme an.
“Buberl, du hast zwei verschiedene Schuh an”
Das Buberl fühlte sich erst gar nicht angesprochen, erst als einer seine Kollegen ihn drauf aufmerksam machte, dass die Frau da hinten, zu ihm was gesagt hat, schaut er fragend zur Frau Winter.
“Schau mal auf deine Füß, du hast heut früh wohl noch geschlafn wie du dich angezogen hast”
Der Junge schaut auf seine Schuhe – inzwischen war es mucksmauserlstill im Lokal.
Dann fing die Horde laut an zu lachen.
Und alle redeten durcheinander, aber man konnte erfahren, dass das Absicht sei.
“Das gehört so” sagten einige Buben und die anderen lachten immer noch.
Entrüstet meinte die Frau Winter: “Und deine Mutter lasst dich so aus dem Haus gehen ?”
Der Knabe mit den zwei verschiedenen Schuhen meinte dann schlagfertig: “Die hat die anderen zwei Schuhe an”

Die Frau Winter versteht die Welt nicht mehr, trinkt ihren Kaffee aus, legt dem Jo das Geld auf den Tresen und verlässt schweigend und kopfschüttelnd das Lokal. Sehr ungewöhnlich, dass es der Frau Winter die Sprache verschlagen hat.

Die Horde Burschen und Mädchen aber kriegen sich vor Lachen gar nicht mehr ein.

Supermarkt-Erlebnis

Meine Nachbarin (nein, nicht die Frau Huber ggg) meinte gestern, wenn es ihr zu heiß wird in unserem Betonbau, geht sie in den Supermarkt, dort kann man sich wunderbar abkühlen.
Ich persönlich würde ja einen Hüpf in einen Pool bevorzugen oder ein schattiges Plätzchen unter einem großen Sonnenschirm, aber wenn Frau Nachbarin meint….

Nun musste ich am Nachmittag ohnehin in den Laden meines Vertrauens zum Einkaufen, was ich nur sehr ungern mache. Der Blick in unseren Kühlschrank belehrte mich allerdings, dass da Nachschub gefordert wird.
Beim Eintreten in das Geschäft war es im ersten Moment tatsächlich angenehm kühl, da wird wohl doch einiges des Etats für die Klimaanlage ausgegeben.
Bei den Milchprodukten ist es naturgemäß sowieso immer etwas frischer, ich fing an mich richtig wohl zu fühlen und dankte im Geiste der Frau Nachbarin für den Erfrischungstipp.
Aber dann …. ich hörte nerviges Gebimmel…..
Ich schob meinen Einkaufswagen in Richtung Brottheke und traute meinen Augen nicht.
Da stand die Herrin über Brot und Semmeln bei offener Backofentür und ließ mindestens 200° Hitze aus dem Ofen strömen, während sie ein Schwätzchen mit einem Kunden hielt.
Ich hab zwar nicht verstanden worum es in der Unterhaltung ging, aber die beiden waren sehr vertieft in das Gespräch.
Weder die heiße Luft – nein nicht die des Gesprächs – die aus dem Backofen – noch das Gebimmel des Geräts, das offenbar nicht amused war über die offene Tür, haben die beiden gestört.

Ich bin da eilenden Fußes zur Kasse, wo es nicht mehr ganz so kühl war, hab gezahlt, wobei sich meine EC Karte noch geweigert hat mit NFC zu zahlen, musste sie also in herkömmlicher Art in den Schlitz stecken und den PIN eingeben, und hab dann so schnell ich konnte den Laden verlassen.
An der Tür hat es mir dann wieder die 30° Außentemperatur um die Ohren gehauen, aber gebimmelt hat nichts mehr.

Die Frage des Tages – 27.06.

Heute ist Siebenschläfertag.
Eine Bauernregel dazu:

  • Wie das Wetter am Siebenschläfertag sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt

Nun soll es heute hier bei uns in Wien, heiß und trocken sein.
Es soll einiges über 30° bekommen, vielleicht am Abend ein kleines Wärmegewitter.

Nun ja, nicht grad das Wetter,das ich mir für die nächsten 7 Wochen wünschen würde.
Aber am Wetter kann man ohnehin nicht drehen.

 

Glaubt ihr an Bauernregeln  oder Lostage ?
Wie ist das Wetter heute in eurer Region ?

Frau Huber und der unruhige Morgen

Lange haben wir von Frau Huber nichts gehört, heute gibt es wieder mal eine neue Geschichte aus dem Leben der Frau Huber.

Der Morgen hat nicht so gut begonnen, Frau Huber hat schlecht geschlafen und war dementsprechend nicht gut drauf.
Wahrscheinlich war der Krimi gestern Abend im Fernsehen doch zu spannend.
Mehrmals hat die Lintschi geträumt, dass es an ihrer Wohnungstür geläutet hat. Das hat ihr nach Mitternacht doch etwas Angst gemacht und daher der unruhige Schlaf.
Am Morgen fiel ihr beim Blick in den Küchenschrank siedendheiß ein, dass sie vergessen hatte Kaffee zu kaufen.
Also gab es Tee zum Frühstück.
Grad als sie die Tasse zum ersten Schluck ansetzen will, läutet es an ihrer Tür.

Erschrocken setzt sie die Teetasse ab und geht leise zur Tür um durch den Spion zu schauen.
Sie kann niemand sehen und bekommt noch mehr Herzklopfen.
So eine Situation war gestern auch in dem Krimi und die alte Frau hat trotzdem die Tür geöffnet und der Mörder sprang aus der Dunkelheit hervor.
Zwar war es nicht dunkel, aber Frau Huber öffnete trotzdem nicht.
Zurück an den Küchentisch trank sie ihren Tee und machte sich ein Butterbrot.
Sie überlegte hin und her, wer denn bei ihr zu morgendlicher Stunde läuten könnte. Es fiel ihr niemand ein.

Nach dem Frühstück war Morgentoilette angesagt und dann Schuhe putzen, ehe sie sich ausgehbereit machte.
Vorsichtig öffnete sie die Tür, sah links und rechts, da sie niemanden sehen konnte, wollte sie raus  aus der Wohnung, da sah sie am Boden einen Korb voll mit wunderbar roten Kirschen stehen.
Entzückt hob sie das Körbchen auf, sah nochmal links und rechts und und trug es dann in die Küche.
Leider wusste sie absolut nicht wer der edle Spender sein könnte, aber sie freute sich richtig über das Geschenk, denn Kirschen sind derzeit so teuer, die konnte und wollte sie sich nicht leisten.
In Hut und Mantel setzte sich Frau Huber auf den Küchenstuhl und überlegte, was sie mit der roten Pracht anstellen wolle.
Auf jeden Fall einen saftigen Kuchen backen, ein wenig Kompott für den Kaiserschmarren, den sie heute Mittag machen würde und den Rest würde sie einfach so vernaschen.
Nun musste sie aber weg zum Einkaufen, die geputzten Schuhe hatte sie ja noch an.
Vor allem braucht sie frische Eier, sowohl für den Kuchen wie auch für den Kaiserschmarren.
Und Kaffee, den durfte sie auch nicht vergessen.
Grad als sie an der Wohnungstür war, läutete ihr Telefon.
Also zurück ins Wohnzimmer, ausnahmsweise wieder mit Schuhen, und den Hörer abgehoben.
Da war der Herr Emanuel Haller dran, der alte Uhrmacher.
Sie war sehr erfreut, wieder mal von ihm zu hören, denn seit er in diese Pensionistenresidenz gezogen ist, haben sie sich nicht mehr so oft gesehen und so lud sie ihn einfach für heute zum Essen ein.
Als der Herr Haller hörte, dass es Kaiserschmarren mit Kirschenkompott gäbe, sagte er auch sofort zu.
In der Pensionisteneinrichtung in der er jetzt lebt, war das Essen zwar sehr gut, aber gegen einen huberischen Kaiserschmarren kam es natürlich nicht an.

Aber jetzt…..
Jetzt musste sie schnell weg, ehe sie noch irgendwas vom Einkauf abhalten würde.
Im Lift überlegte die Frau Huber wer ihr wohl die Kirschen gespendet haben könnte…..
Aber es kam ihr niemand in denn Sinn.

So war der Morgen der Frau Huber, auch ohne Kaffee, doch noch ein sehr netter.
Und sie freute sich auf den Tag, der ihr bestimmt noch Einiges wird bringen.

FOTO DES TAGES

Zwar habe ich diese Fotos schon gestern gemacht, aber erst heute bin ich dazu gekommen sie zu bearbeiten.

Palais Ferstel in Wien 

Das Palais Ferstel wurde eigentlich gar nicht als Palais erbaut , sondern als Bank- und Börsengebäude,
das im Auftrag der Nationalbank (die sich in der Herrengasse 17 befand) errichtet wurde.
Die Bezeichnung Palais kam erst viel später dazu, ebenso wie der Name Ferstel.
Das Palais Ferstel ist das einzige Wiener Palais, das nicht nach dem Eigentümer, sondern nach dem Architekten – Heinrich von Ferstel – benannt wurde.

 

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