07.08. – Scheck und Scheckkarte

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Heute hab ich eine Lade aufgeräumt und dabei ist mir eine alte Brieftasche in die Hände gefallen.
Ihr werdet es nicht glauben, darin war ein Scheckformular, wie man es vor Jahren benötigt hat, wenn man bei der Bank Geld beheben hat wollen.
Damals, als es noch keine Automaten in der Kassenhalle der Bankfiliale gegeben hat und an den Kassen noch Menschen gesessen haben.
In meiner Filiale hat man mich tatsächlich persönlich gekannt und mit Namen begrüßt.

Ich wünsche mir den Service schon manchmal zurück.
Es war doch etwas persönlicher.

Wenn man in einem Geschäft bargeldlos bezahlen hat wollen, musste man besagtes Scheckformular ausfüllen und eine dazugehörige Scheckkarte vorweisen.
Das Formular musste korrekt ausgefüllt sein.
Mir ist es einmal passiert, dass ich den Ort falsch angegeben hatte.
Wir waren in Baden bei Wien und ich hab aus Gewohnheit auf das Formular Wien geschrieben, der Scheck wurde so nicht angenommen.

Sein Konto konnte man auf diese Art und Weise zwar überziehen, denn der der den Scheck entgegen genommen hat konnte ja nicht überprüfen ob man noch genügend Guthaben auf seinem Konto hatte.

Heute ist das schwieriger, der Bankomat gibt nur bis zu einem gewissen Kontostand Bargeld her.

Die Kassenhallen mit den diversen Automaten sind schon sehr unpersönlich, auch wenn ich verstehen kann, dass man die Technik nützt.

Ältere Menschen tun sich da schon mitunter recht schwer.
Eine liebe Bekannte, die über 80 ist, kommt damit nicht mehr zurecht, sie schickt jeden Monat ihre Tochter damit sie ihre Pension vom Konto abhebt und sie bezahlt alles bar wenn sie einkaufen geht.

Ich zahl ja fast ausschließlich mit Karte, was aber auch mitunter so ihre Tücken hat, wenn die Technik versagt.
Seit es mir passiert ist, dass ich bei meiner Fußpflegerin mit Karte zahlen wollte und der kleine Bankomat immer wiederholte, dass meine Karte ungültig ist, was allerdings nicht an meinem Kontostand, sondern am Server der Bank lag, hab ich immer einen Schein in einem Fach meiner Handtasche verstaut, damit ich nicht mehr in diese Verlegenheit kommen kann.

 

Wie alles hat auch das Bankwesen so seine Vor- uns Nachteile.
Aber mit Scheck und Scheckkarte würde ich dennoch nicht mehr so gern bezahlen wollen.

 

3 Kommentare

  • Marion

    An die Schecks erinner ich mich noch, glaube aber selten damit gezahlt zu haben. Ich gehöre zu der Fraktion der fast nur mit Karte zahlt. Wobei ich auch mit Handy zahle…Blue Code. Sehr praktisch da ich beim arbeiten nie Geld dabei habe.Ich finde es sehr praktisch.
    Das mal ab und zu die Technik spinnt jagd einen ein Schrecken ein. Aber wenn der Server zur Bank down ist nützt auch kein Bankomat. Da man dann nicht mal Geld ziehen kann.
    Bargeld habe ich kaum noch dabei.

  • Susanna

    Ich kann mich zwar erinnern, dass es früher Schecks gab, aber ich hab die nie benutzt und weiß auch gar nicht ob ich jemals eine Scheckkarte dafür hatte… Ich zahl nach wie vor am liebsten alles in bar und im Internet mit Kreditkarte.

  • Ja, an die Scheckkarte und das Scheckheft kann ich mich auch noch erinnern, aber das Procedere an der Kasse hatte ich schon ganz verdrängt. Dabei war es eine richtige Erleichterung und ein toller Fortschritt, dass man spontan mal mehr kaufen konnte als der Inhalt des Geldbeutels gerade hergab.

    In den Geschäften bezahle ich heutzutage auch fast nur mit Karte. Das Pech, das du bei deiner Fußpflegerin hattest, hatte ich mal beim Discounter, aber zum Glück hat der die Kreditkarte auch akzeptiert, uff, da schwitzte ich doch ein bisschen :-)

    Hab einen schönen Sonntag, und liebe Grüße nach Wien!

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