{"id":7241,"date":"2018-01-28T18:38:50","date_gmt":"2018-01-28T17:38:50","guid":{"rendered":"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=7241"},"modified":"2018-01-28T18:38:50","modified_gmt":"2018-01-28T17:38:50","slug":"plauderei-im-cafe-tuerkischer-kaffee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=7241","title":{"rendered":"Plauderei im Cafe &#8211; T\u00fcrkischer Kaffee"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7242\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7242\" class=\"wp-image-7242 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/plaudern250x200-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-7242\" class=\"wp-caption-text\">Zeichnung: Dominik Voss<\/p><\/div>\n<p>Sonntagmorgen, im Cafe war nicht sehr viel los.<br \/>\nDer Herr Moser, der Fotograf kam vorbei um mit Jo, den Bilderwechsel zu besprechen und trinkt dann einen Kaffee und liest die Zeitung.<br \/>\nDie Frau Winter nimmt ihren Morgenkaffee und ist ungew\u00f6hnlich still und am Fenster sitzt noch ein fremder Mann, der heute das erste Mal im Cafe ist, der wollte Tee mit Sahne, was die kleine Serviererin sehr ungew\u00f6hnlich findet.<br \/>\nSie hat den Jo erst Mal gefragt, was sie bei Sahne nehmen sollte, Kaffeeobers oder Schlagobers ?<br \/>\nDer Jo hat Kaffeeobers entschieden und nachdem der Mann den Tee gen\u00fcsslich schl\u00fcrft, d\u00fcrfte die Entscheidung richtig gewesen sein. Er wollte dann auch noch eine Buttersemmel mit Salz, die ihm die kleine Serviererin ohne Salz brachte, den Salzstreuer aber dazu stellte.<\/p>\n<p>Klack &#8211; Klack &#8211; Klack<br \/>\nDa war seit einigen Tagen ein seltsames Ger\u00e4usch, das offenbar von der Stra\u00dfe kommt, aber jedesmal wenn der Jo dachte, er muss mal schauen was oder wer das Ger\u00e4usch verursacht, war er grad so besch\u00e4ftigt, dass er nicht vor die T\u00fcr gehen konnte.<br \/>\nKlack-Klack-Klack &#8211; da war es wieder.<br \/>\nJo war grad dabei die Einnahmen vom Samstag zu z\u00e4hlen und in die Banktaschen zu sortieren, hob lauschend den Kopf und konnte wieder nicht raus laufen um zu schauen.<br \/>\nDie Frau Winter sieht seinen fragenden Blick und fragt gleich:<br \/>\n&#8220;Fragst dich, was da so klackt ?&#8221;<br \/>\n&#8220;Ja, ich h\u00f6r das schon seit ein paar Tagen immer wieder, dann ist das Ger\u00e4usch weg und kommt nach einiger Zeit wieder&#8221;<br \/>\nDie Frau Winter grinst wissend&#8230;<br \/>\n&#8220;Das ist die Frau Kamila, die hat vor ein paar Wochen einen Schlaganfall gehabt und muss wieder Gehen lernen.<br \/>\nUnd ihr Mann der Jakup geht jeden Tag mit ihr die Gasse rauf und runter, zwei Mal, einmal am Vormittag und einmal am Abend. Und das Klacken, das ist der Stock von der Frau Kamila&#8221;.<br \/>\n&#8220;Aha&#8221; staunt der Jo. &#8220;Die Leute kenn ich noch gar nicht&#8221;.<br \/>\nDie Frau Winter die, wie immer alles wei\u00df, kl\u00e4rt den Jo auf; &#8221; Das sind T\u00fcrken, die haben fr\u00fcher in einem anderen Bezirk gewohnt, sind erst vor ein paar Monaten her gezogen und dann ist gleich das Ungl\u00fcck passiert&#8221;<br \/>\n&#8220;Kamila und Jakob sind aber keine t\u00fcrkischen Namen, oder ?&#8221;<br \/>\n&#8220;Jo, das hei\u00dft Jakup, mit u, net mit o und mit p nicht mit b&#8221; kl\u00e4rt die Frau Winter auf.<br \/>\n&#8220;Was sie immer alles wissen, Frau Winter, sagenhaft&#8221; der Jo sch\u00fcttelt den Kopf und verstaut weiter sein Geld.<br \/>\nDa h\u00f6rt man das Klack-Klack-Klack wieder, jetzt hat der Jo Zeit um raus zu gehen und kann mit eigenen Augen sehen, wie das \u00e4ltere Ehepaar die Stra\u00dfe runter kommt.<br \/>\nEr l\u00e4chelt den Beiden zu und bekommt ein &#8220;Gr\u00fc\u00df Gott! &#8221; zur\u00fcck.<br \/>\nJo fragt, ob die beiden Lust h\u00e4tten, auf einen Kaffee ins Lokal zu kommen &#8211; &#8220;geht aufs Haus&#8221; schiebt er gleich nach.<br \/>\nDer Herr Jakup antwortet: &#8221; Tut leid, wir trinken nur t\u00fcrkischen Kaffee, haben sie den ?&#8221;<br \/>\nDa musste der Jo allerdings passen, T\u00fcrkischen Kaffee gibt es bei ihm keinen &#8211; noch nicht.<br \/>\nDann hatte er einen Geistesblitz&#8230;&#8230;<br \/>\n&#8220;Kommen sie doch rein und zeigen sie mir, wie sie t\u00fcrkischen Kaffee machen&#8221;<br \/>\nDer Herr Jakup bekam gro\u00dfe Augen, ungl\u00e4ubig fragt er: &#8220;Wollen sie das wirklich ?&#8221;<br \/>\n&#8220;Ja klar, ihre Frau kann sich inzwischen in den bequemen Sessel setzen und sie kommen zu mir in die K\u00fcche und zeigen mir wie man euren Kaffee macht&#8221;<br \/>\nDas Ehepaar war sehr erfreut, die Frau Kamila st\u00fctzt sich auf ihren Stock und wankt allein zu dem besagten Sessel und der Herr Jakup \u00fcbersetzt seiner Frau, die nicht sehr gut Deutsch spricht und nicht ganz verstanden hat, was da passiert, warum sie jetzt in dieses Cafe gehen.<br \/>\nDer Herr Jakup nimmt 2 Mokkatassen, normale halt, weil diese typischen Tassen hat der Jo nat\u00fcrlich nicht, f\u00fcllt 2x Wasser und je 2 Kaffeel\u00f6ffel Kaffee, der auch nicht so ideal gemahlen ist und kochte alles zusammen auf kleiner Flamme auf,\u00a0 bis so ein H\u00e4ubchen entstanden ist, davon kommt in jede Tasse etwas, den Kaffee noch einmal aufkochen und in die beiden Tassen verteilen und schon war der t\u00fcrkische Kaffee fertig.<br \/>\nDer Jo serviert den beiden Leutchen den so entstandenen Kaffee.<br \/>\nDie Frau Winter und der Herr Moser, der das Geschehen auch beobachtet hat, applaudieren und alle lachen fr\u00f6hlich.<br \/>\nDer Herr Moser gibt dem Jo den Rat, sich auch t\u00fcrkisches Geschirr zu besorgen, dann w\u00fcrde er mit seiner Kamera kommen und die Tassen fotografieren. So ein Bild w\u00fcrde sich bestimmt gut machen, an der Wand des Lokals.<br \/>\nDie Idee gef\u00e4llt dem Jo.<br \/>\nDas Paar Kamila und Jakup verabschieden sich und versprechen bald wieder zu kommen, wenn die Frau Kamila wieder ihre Geh\u00fcbungen machen muss.<br \/>\nSo entstehen Freundschaften&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntagmorgen, im Cafe war nicht sehr viel los. Der Herr Moser, der Fotograf kam vorbei um mit Jo, den Bilderwechsel zu besprechen und trinkt dann einen Kaffee und liest die Zeitung. 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