{"id":7220,"date":"2018-01-23T07:49:09","date_gmt":"2018-01-23T06:49:09","guid":{"rendered":"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=7220"},"modified":"2018-01-23T07:49:09","modified_gmt":"2018-01-23T06:49:09","slug":"frl-yvi-wer-bist-denn-du","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=7220","title":{"rendered":"Frl. Yvi &#8211; &#8220;Wer bist denn du ?&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7208\" src=\"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ivy-kl.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ivy-kl.jpg 219w, https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ivy-kl-131x150.jpg 131w, https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ivy-kl-175x200.jpg 175w\" sizes=\"(max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/>Das Frl. Ivy schaltet den PC in der Kanzlei aus,<br \/>\nEin wenig wehm\u00fctig schaut sie aus dem Fenster, der Herbst zeigt sich schon sehr deutlich, die Bl\u00e4tter der B\u00e4ume, im Park, verf\u00e4rben sich bereits deutlich und die Sonne hat diesen ganz eigenen Glanz, den sie nur im Herbst bekommt.<br \/>\nDer Sommer war wunderbar. Yvi hatte viele sch\u00f6ne, laue Abende verbringen d\u00fcrfen. Ein M\u00e4delsabend hat sich an den anderen gereiht.<br \/>\nMeist war ihre Cousine Annchen mit dabei und Gabi, Marie und Sonja. In besagtem Park befand sich ein sehr nettes Lokal, mit gro\u00dfem Gastgarten, wo es sehr s\u00fcffigen Wein und viele warme und kalte Gerichte gab und es fand sich mindest zweimal die Woche ein Grund dort am Abend zu feiern.<br \/>\nDie Wirtsleute kannten die kleine Gruppe von 5 Frauen und freute sich immer wenn sie kamen um bis nach Mitternacht zu bleiben.<br \/>\nWarum auch immer, im Herbst fiel die Gruppe auseinander. Da blieben die jungen Frauen am Abend lieber zu Hause. Yvi wird diese Abende sehr vermissen.<br \/>\n&#8220;Frl. Yvi, gehen sie schon nach Hause ?&#8221; Jeden Abend die gleiche Frage, sie kam von Frau Lore, dem Faktotum der Kanzlei, die genau wusste dass es 16.30 Uhr war und Yvi nun Feierabend hatte, es war also eher eine rhetorische Frage, die Yvi, auch wie jeden Abend, mit &#8220;Ja Frau Lore, ich bin gleich weg.&#8221; beantwortet.<br \/>\nMeist fragte Frau Lore dann was sie vor h\u00e4tte, mit diesem langen Abend, denn Frau Lore war immer bis 20.00 Uhr und auch noch l\u00e4nger im B\u00fcro. Sie hat keine Familie und meinte, ohne sie w\u00fcrde es nicht gehen, also verbrachte sie unbezahlter Weise meist ihre Abende mit Akten sortieren oder Briefe schreiben.<\/p>\n<p>Das Frl. Yvi schl\u00fcpft in ihre Jacke, nahm ihre volumin\u00f6se Handtasche und verlie\u00df die Kanzlei, ehe der Frau Lore vielleicht noch eine kleine Arbeit f\u00fcr sie einfallen w\u00fcrde.<br \/>\nJa, diese gro\u00dfe Handtasche, die war das Heiligtum von Yvi, niemand durfte da hinein sehen. Weder Annchen, noch die Gro\u00dfmutti, die sie immer ein wenig aufzog, mit ihrer gro\u00dfen Handtasche.<br \/>\nZwar fand Yvi sehr oft Dinge die sie grad ben\u00f6tigen w\u00fcrde nicht auf Anhieb, weil der Inhalt der Tasche ein wahres Sammelsurium ist und sehr oft alles durcheinander fiel, aber das st\u00f6rt Yvi nicht, sie kramt gerne und freut sich oft, dass sie irgendwelche Dinge, an die sie gar nicht mehr gedacht hatte darin wieder findet, wenn sie ganz was anderes sucht.<br \/>\nEinzig ihr Handy und ihr Schl\u00fcssel haben einen bestimmten Platz in einem Seitenfach, die beiden Dinge findet Yvi immer auf Anhieb,<\/p>\n<p>So wie grad eben, als sie den Klingelton ihres Smartphones h\u00f6rt, aber es war nicht das Telefon, sondern der Messenger der da geh\u00f6rt, bzw gesehen werden m\u00f6chte.<br \/>\nAllerdings hat ihr nicht eine ihrer Freundinnen oder Anna eine Nachricht geschickt, sondern eine ihr v\u00f6llig unbekannte Nummer.<br \/>\n&#8220;Hast du heute Zeit, wir m\u00fcssen reden&#8221; stand da, Yvi hat keine Ahnung wer da so dringenden Redebedarf h\u00e4tte.<br \/>\nYvi setzt sich auf eine Bank im Park, unter ihren F\u00fc\u00dfen rascheln ein paar Bl\u00e4tter, die der Baum schon verloren hat, noch ein Zeichen, dass es Herbst werden d\u00fcrfte.<br \/>\nSie \u00fcberlegt ob sie zur\u00fcck schreiben soll oder ob sie die Nachricht einfach ignorieren sollte,<br \/>\nEs stand jedenfalls fest, dass sie da jemand angeschrieben hat, der zwar ihre Telefonnummer besa\u00df, sie aber die des anderen Teilnehmers nicht. Ihre Neugierde war geweckt, sie wollte wissen wer sich dahinter verbarg.<br \/>\nAlso tippt sie in das Antwortfeld;&#8221; Wer bist denn du?&#8221; und dr\u00fcckt z\u00f6gerlich auf <em>Absenden<\/em><br \/>\nNach wenigen Sekunden kam Antwort &#8220;Sei nicht kindisch, das wei\u00dft du doch genau&#8221;<br \/>\nNa das war wohl nicht, sie schreibt zur\u00fcck, tut mir leid, &#8220;ich hab keine Ahnung, sie d\u00fcrften eine falsche Nummer eingetippt haben,&#8221; Aus irgendeinem Grund ist Yvi zum SIE \u00fcbergegangen, wahrscheinlich um nachdr\u00fccklich zu demonstrieren, dass sie tats\u00e4chlich nicht wusste wer da am anderen Ende dran war.<br \/>\nLeicht verwirrt, versenkt sie ihr Smartphone in ihrer gro\u00dfen Tasche und macht sich auf den Heimweg.<br \/>\nSie kauft noch ein paar Dinge f\u00fcrs Abendessen ein, sie war diese Woche mit Kochen dran und Annchen w\u00fcrde sicher m\u00e4chtig Hunger haben.<br \/>\nYvi wundert sich immer wieder, wo Annchen die Unmengen hin essen konnte, ohne auch nur den Hauch eines Figurproblems zu bekommen. Yvi nahm schon zu, wenn sie Annchen beim Essen zusah.<br \/>\nAuch ein bunter Strau\u00df mit Herbstblumen h\u00fcpfte in den Einkaufswagen und schon hatte Yvi die omin\u00f6se Nachricht auf ihrem Smartphone vergessen.<br \/>\nErst als sie ihren Einkauf verstaut hatte, die Blumen in die Vase gestellt hat, fallen ihr die beiden Nachrichten wieder ein und sie wirft noch mal einen Blick darauf und schon war wieder eine neue Antwort gekommen.<br \/>\n&#8220;Es tut mir leid, ich hab tats\u00e4chlich eine falsche Nummer eingetippt. Liebe Gr\u00fc\u00dfe Patrick&#8221;<br \/>\nNun wusste Yvi zumindest mal, dass es ein Mann war, der Patrick hei\u00dft und der offenbar jemanden zum Reden brauchen w\u00fcrde.\u00a0 Fand sie ja sehr nett, dass er sich nicht einfach aus ihrem Telefon stehlen will, sondern ihr eine Erkl\u00e4rung zukommen hat lassen.<br \/>\n&#8220;Schon ok, es ist ja nichts passiert. Hoffentlich findet sich die richtige Nummer bald. Liebe Gr\u00fc\u00dfe Yvonne&#8221;<br \/>\nGanz schnell hat sie das Yvi zu Yvonne ausgebessert. und abgeschickt.<br \/>\n&#8220;Yvonne, was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Name, LG Patrick&#8221; kam postwendend zur\u00fcck. Oh, endlich jemand der Yvonne sch\u00f6n fand.<br \/>\nLangsam bekam Yvi Spa\u00df an der kleinen anonymen Unterhaltung.<\/p>\n<p>&#8220;Leider wird er von allen Leuten rund um mich, immer abgek\u00fcrzt, LG Yvonne&#8221;<br \/>\n&#8220;W\u00fcrde ich niemals machen, dazu ist Yvonne viel zu sch\u00f6n, LG Patrick&#8221;<br \/>\nDie beiden scheiben noch einige ganz nebulose Nachrichten an diesem Abend, bis sie sich gegen 22 Uhr &#8220;Gute Nacht, Yvonne&#8221; und &#8220;Gute Nacht, Patrick&#8221; schreiben.<br \/>\nAnna, die Cousine und Mitbewohnerin von Yvi wundert sich bis dahin still, was denn mit Yvi los sei und fragt sie dann ob sie denn eine neue Bekanntschaft gemacht h\u00e4tte, was Yvi mit einen ehrlichen &#8220;Nein&#8221; beantwortet, denn diese kleine anonyme Plauderei konnte man ja wahrlich nicht als neue Bekanntschaft bezeichnen, aber wer wei\u00df was daraus noch werden k\u00f6nnte.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen, der Benachrichtigungston ihres Messengers erklang und da stand &#8220;Hast du heute Zeit, wir m\u00fcssen reden&#8221; &#8211; wieder mit Patricks Nummer.<br \/>\nYvi sch\u00fcttelt den Kopf, was war das denn f\u00fcr ein Depp, der hatte offenbar wieder die falsche Nummer erwischt.<br \/>\nUnd sie schreibt ihm mit einem Smily zur\u00fcck &#8220;Wer bist denn du ?&#8221;<\/p>\n<p>Mal sehen wie es weiter gehen wird&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Frl. 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