{"id":6760,"date":"2016-12-02T15:19:21","date_gmt":"2016-12-02T14:19:21","guid":{"rendered":"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=6760"},"modified":"2016-12-03T10:38:31","modified_gmt":"2016-12-03T09:38:31","slug":"plauderei-im-cafe-02-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=6760","title":{"rendered":"Plauderei im Cafe &#8211; 02.12."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6623\" src=\"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/geplauder11.jpg\" alt=\"geplauder11\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Kalt ist es geworden und es regnet und schneit abwechselnd, eher ungem\u00fctlich das Wetter.<br \/>\nDie G\u00e4ste die ins Cafe kommen schauen recht durchgefroren aus und freuen sich, ein warmes, ruhiges\u00a0Pl\u00e4tzchen zu finden.<br \/>\nSo auch Clara, eine junge Frau, die \u00f6fter mal ihre Mittagspause im Cafe verbringt. Heute jedoch m\u00f6chte sie sich hier mit Marie, ihrer besten Freundin treffen. Aber Marie ist chronisch unp\u00fcnktlich, das wei\u00df Clara seit Jahren und so hat sie sich ein nettes Buch mit gebracht, in dem sie lesen m\u00f6chte, bis Marie aufkreuzt.<br \/>\nSie bestellt einen Fr\u00fcchtetee beim Kellner und lehnt sich in die Kissen der gem\u00fctlichen Bank am Fenster und vertieft sich in ihr Buch, dabei bemerkt sie nicht mal, dass der Tee schon eine Weile vor ihr steht und dass Marie immer noch nicht da ist.<br \/>\nAls ihr bewusst wird, dass das ihr Tee ist, der so verf\u00fchrerisch duftet, nimmt sie einen gro\u00dfen Schluck aus der runden Tasse.<br \/>\n&#8220;Ist hier vielleicht ein Platz frei&#8221; &#8211; eine tiefe Stimme rei\u00dft sie aus der Vertiefung ihres Buches.<br \/>\nVor ihr steht nicht Marie, die immer noch nicht zum Treffen gekommen ist, sondern ein h\u00fcbscher, junger Mann mit dunklen Augen und einer Nickelbrille auf der Nase.<br \/>\nClara nickt und der junge Mann setzt sich zu Clara an den Tisch.<br \/>\nInzwischen ist auch die geschw\u00e4tzige Frau Winter gekommen. Sie sitzt an einem der vorderen Tische, wie immer.<br \/>\nHat einen Kaffee und ein Glas Soda bestellt. Eigenartig, dass immer wenn Frau Winter kommt, der Tisch den sie haben m\u00f6chte, wie reserviert da steht.<br \/>\nDamit war es aber leider mit der Ruhe im Cafe vorbei. Frau Winter hat ein sehr lautes Organ und spricht alle Leute an, ob sie nun mit ihr sprechen wollten oder auch nicht.<br \/>\nHeute wollte sie es mit Politik versuchen und schwafelt laut von einem Minister, den sie absolut unm\u00f6glich findet.<br \/>\nKeiner gibt ihr wirklich Antwort, manche heben irritiert den Kopf oder sch\u00fctteln auch jenen, aber niemand geht auf das Thema ein.<br \/>\nDas gef\u00e4llt der Frau winter, die immer auf Konfrontation aus ist, gar nicht.<br \/>\nUnd sie h\u00e4lt f\u00fcr wenige Minuten den Mund.<\/p>\n<p>Da st\u00fcrmt auch schon Marie zur T\u00fcr herein, ziemlich au\u00dfer Atem, weil sie so gelaufen ist. Sie kennt doch ihre Freundin Clara, die immer so p\u00fcnktlich ist.<br \/>\nMarie rei\u00dft sich die M\u00fctze vom Kopf und \u00f6ffnet mit Schwung ihre Jacke und begr\u00fc\u00dft dann Clare \u00fcberschw\u00e4nglich.<br \/>\nFrau Winter grinst und versucht das Thema zu \u00e4ndern und schwadroniert nun \u00fcber die heutige Jugend. Wiederum bekommt sie keine Antwort.<br \/>\nClara freut sich, dass Marie endlich da ist, zieht ihr einen Stuhl an den Tisch und macht ein Eselsohr in ihr Buch, damit sie sp\u00e4ter wei\u00df wo sie aufgeh\u00f6rt hat zu lesen.<br \/>\nDer junge Mann am Tisch zieht etwas die Augenbrauen hoch und will eben was sagen, da ruft Frau Winter quer \u00fcber die Tische: &#8220;Also das macht man doch nicht, junge Frau. In ein Buch macht man kein Eselsohr. Legens doch einen Zettel rein oder das Papier vom Zucker, dann wissen sie auch wo sie aufgeh\u00f6rt haben zu lesen&#8221;<br \/>\nDass in dem Papier vom Zucker noch Zucker drinnen war, hat sie geflissentlich \u00fcbersehen.<br \/>\nClara war rot geworden, ihr war es \u00fcberaus peinlich, dass Frau Winter sie so dreist ansprach, wenn sie ihr im Geheimen auch recht geben musste.<br \/>\nUnd schon hatte Frau Winter ein neues Thema, keiner w\u00fcrde mehr auf seine Sachen acht geben, es gehe eben allen viel zu gut ect. ect.<br \/>\nDer junge Mann am Tisch von Clara und Marie erhob sich, packte seine Zeitschrift zusammen und sah Frau Winter streng an.<br \/>\n&#8220;K\u00f6nnen sie nicht mal f\u00fcr ein paar Minuten still sein, ist ja unertr\u00e4glich was sie hier f\u00fcr einen Markt machen&#8221;<br \/>\nUnd weg war er.<br \/>\nFrau Winter schnappte kurz nach Luft, meinte dann &#8220;so eine Frechheit&#8221;, legte aber 5 Euro f\u00fcr ihren Kaffee und das Glas Soda auf den Tisch und marschierte aus dem Cafe.<br \/>\nEin erleichtertes Raunen geht durch das Lokal, jeder ist\u00a0froh, wenn diese geschw\u00e4tzige Frau mit dem lauten Organ das Lokal verl\u00e4sst.<br \/>\nClara und Marie k\u00f6nnen sich nun endlich fr\u00f6hlich unterhalten.<br \/>\nHeimlich hat Clara das Eselsohr aus ihrem Buch weg gefaltet und einen Kassenbon, den sie noch in ihrer Tasche hatte, als Lesezeichen eingelegt.<br \/>\nGanz unrecht hatte die Frau Winter ja nicht, wenn sie nur nicht so laut und so geschw\u00e4tzig w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Macht ihr Eselsohren in eure B\u00fccher ?<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kalt ist es geworden und es regnet und schneit abwechselnd, eher ungem\u00fctlich das Wetter. 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