{"id":5555,"date":"2016-01-20T11:40:18","date_gmt":"2016-01-20T10:40:18","guid":{"rendered":"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=5555"},"modified":"2016-01-21T17:11:57","modified_gmt":"2016-01-21T16:11:57","slug":"frau-huber-holt-ihre-goldene-uhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/?p=5555","title":{"rendered":"Frau Huber holt ihre goldene Uhr"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5419\" src=\"http:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/frauhuber1-1.jpg\" alt=\"frauhuber1\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/frauhuber1-1.jpg 200w, https:\/\/peggytalk.peggy-forum.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/frauhuber1-1-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Ja eigentlich ist es ja nicht <em>ihre<\/em> goldene Uhr, sondern die von ihrem verstorbenen Mann Leo.<br \/>\nAber sie hat die Uhr\u00a0geerbt und nun ist es doch irgendwie ihre.<br \/>\nDa diese goldene Taschenuhr\u00a0stehen geblieben ist und sie die Uhr\u00a0nicht mehr aufziehen hat k\u00f6nnen, hat sie sie zu einem alten Uhrmacher gebracht, der sie hoffentlich wieder zu Laufen\u00a0bringt.<br \/>\nEr hat sich eine Woche Zeit erbeten und nun war die Frau Huber auf dem Weg in den kleinen, fast unscheinbar wirkenden Laden und dem alten Herrn, der die Lupe sicher wieder im Auge haben wird.<br \/>\nEs hatte geschneit und der Gehsteig war etwas rutschig und die Frau Huber hat schon zu Hause \u00fcberlegt ob es wirklich sein muss, dass sie heute dahin geht.<br \/>\nAber die Neugierde hat \u00fcberwogen, sie wollte unbedingt wissen ob die Uhr nun gerichtet ist.<br \/>\nDer alte Uhrmacher hatte seinen Laden schon abgesperrt, weil an dem Tag keine Kundschaft vorbei gekommen ist, aber er war im Gesch\u00e4ft und hatte auch das Licht aufgedreht.<br \/>\nDie Frau Huber wollte die T\u00fcr \u00f6ffnen, aber das ging nicht, also klopfte sie an die Scheibe und der Uhrmacher erhob sich etwas schwerf\u00e4llig aus seinem gro\u00dfen Sessel und kam an die T\u00fcr.<br \/>\nAls er die Frau Huber erkannte, ging ein breites L\u00e4cheln \u00fcber sein Gesicht. Er drehte aber nochmal um, um den Schl\u00fcsselbund zum \u00d6ffnen zu holen und bat dann die Frau Huber schnell herein, damit sie sich aufw\u00e4rmen konnte.<br \/>\nEs schneite noch immer und es war wirklich sehr kalt.<br \/>\nEr hatte sich einen Pfefferminztee gemacht und bot der Frau Huber auch eine Tasse an, die sie nur zu gern annahm.<br \/>\nDazu durfte sie sich an seinen Arbeitstisch setzen und der Mann holte aus der Lade die goldene Uhr vom Leo heraus.<br \/>\nStolz zeigt er, dass der Sekundenzeiger sich nun wieder bewegt und die sichtbaren R\u00e4dchen der Uhr sich wieder drehen. Er hat offenbar gute Arbeit geleistet.<br \/>\nJetzt war es an der Frau Huber zu strahlen. Die Uhr vom Leo funktioniert wieder.<br \/>\nDer Uhrmacher hat das gute St\u00fcck in eine neue kleine Holzschachtel gepackt, die er der Frau Huber nun in die Hand dr\u00fcckt und sie dabei mehr als freundlich anl\u00e4chelt.<br \/>\n&#8220;Was bin ich denn schuldig, f\u00fcr die gute Arbeit&#8221; fragt die Frau Huber.<br \/>\nFast war es dem Uhrmacher peinlich, er wehrt ab, &#8220;Ach wissen sie das war ja nur eine Kleinigkeit, ich wei\u00df gar nicht, was ich da nehmen soll&#8221; \u00a0&#8211; &#8220;Na das geht aber gar nicht, gute Arbeit muss auch belohnt werden&#8221; da ist die Frau Huber ganz streng.<br \/>\n&#8220;Gut, dann gebens mir was sie meinen&#8221; &#8211; jetzt war der Ball bei der Frau Huber, die keine Ahnung hatte, was Uhrmacherarbeit wert sein k\u00f6nnte.<br \/>\nSie z\u00fcckt aber schnell ihre Geldb\u00f6rse und nimmt einen 50 Euro Schein heraus.<br \/>\nDer alte Uhrmacher bekommt einen roten Kopf und wehrt bescheiden ab &#8211; &#8220;Das ist viel zu viel&#8221;.<br \/>\n&#8220;Na nun nehmen sies schon, mir ist es das wert. Ich bin so froh und gl\u00fccklich, dass die Uhr wieder funktioniert.&#8221;<br \/>\n&#8220;Aber dann m\u00fcssen sie ab und zu auf einen Tee zu mir kommen&#8221; freut sich der Uhrmacher.<br \/>\nJa, so eine Einladung nimmt die Frau Huber wirklich von Herzen gerne an.<br \/>\nEin wenig plaudern die Beiden noch \u00fcber dies und das.<br \/>\nAber jetzt muss die Lintschi\u00a0leider gehen. Mit einem festen H\u00e4ndedruck verabschiedet sie sich, steckt die Taschenuhr vom Leo mitsamt der neuen Schachtel in ihre Handtasche und macht sich auf den Weg nach Hause.<br \/>\nVor dem Laden f\u00e4llt ihr ein, dass sie nicht mal wei\u00df wie der Uhrmacher eigentlich hei\u00dft.<br \/>\nSie schaut sich um und findet \u00fcber der Eingangst\u00fcr ein verwittertes Schild:<br \/>\nUhrmacher Friedrich Haller &amp; Sohn&#8230;.<br \/>\nIhre Gedanken schweifen w\u00e4hrend dem Heimweg zu dem Herrn Haller und sie \u00fcberlegt, warum der alte Herr da so allein in seinem Gesch\u00e4ft sitzt, wenn es doch Haller &amp; Sohn hei\u00dft.<\/p>\n<p>Mal sehen, ob sie das beim n\u00e4chsten T\u00e4sschen Tee heraus finden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Urheberrechte\/\u00a9 Andrea Voss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja eigentlich ist es ja nicht ihre goldene Uhr, sondern die von ihrem verstorbenen Mann Leo. 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