Papa Olli und seine Kochkünste

papa-zeichnung2Wenn Papa Olli keine Lust auf Oma Hilde hat oder die verreist ist, dann muss er selbst kochen.
Oma Hilde tischt ihm zwar gerne seine angeblichen Lieblingsspeisen auf, aber das sind Gerichte von denen nur sie denkt, dass es Papa Ollis Lieblingsessen sei.
Hühnerschnitzel mit Salat wäre ja ganz nett, wenn es Erdäpfelsalat wäre, aber Krautsalat oder grüner Salat passen da nicht dazu, nach Ollis Meinung. Und Pommes gibt es auch keine, weil die sind zu fett, meint Oma Hilde.
Dabei ist Olli rank und schlank.
Also wenn Papa Olli kocht, gibt es Pizza aus der Tiefkühltruhe oder Ravioli aus der Dose.
Nur wenn Evy bei ihm ist, dann muss es was “Gesundes ” sein und das ist schwierig, weil Evy ist heikel und ihre Mama ist sehr bedacht auf gesundes Essen.

*Neugierig* ? Hier gehts weiter…..

Papa Olli und seine Pläne

papa-zeichnung2Willst du Gott zum Lachen bringen, dann mach Pläne !

Kennt ihr sicher alle :)

Aber Papa Olli muss Pläne machen, vor allem Urlaubspläne.
Die müssen auch mit den beiden Müttern seiner Kinder abgestimmt sein.
Bettina ist da nicht ganz so speziell. Wenn er Evy mal ein Wochenende nicht holen kann, dann wäre Bettina auch bereit, ihre Termine umzustellen.
Aber bei Mareike geht das gar nicht.
Sie hat einen Kalender, in dem schon Termine für mehrere Wochen im Voraus stehen und an denen kann und darf nicht gerüttelt werden.
Wenn Olli nun auf Urlaub fahren will, meist eh nur ein paar Tage, dann verfällt ihm sein Wochenende mit Benny oder es gibt ziemlichen Ärger, weil Mareike da schon was vor hat und sich darauf verlassen hat, dass sie diesen Tag frei hat.
Meist ist das ja nur ein Treffen mit einer ihrer vielen Freundinnen, aber da ist sie ganz penibel, ausgemacht ist ausgemacht.
Also muss Olli schon sehr lange im Voraus seinen Urlaub planen. Wobei Mareike ja der Meinung ist, er bräuchte gar nicht auf Urlaub fahren, kostet ohnehin nur jede Menge Geld.
Und sein Chef scheint sich da mit Mareike abgesprochen zu haben, denn Urlaub genehmigt er immer nur ganz knapp.
Eine wirklich schwierige und verzwickte Situation.
Denn freie Wochenenden hat Olli ja nie, eine Woche hat er Evy und einen Tag am nächsten Wochenende den Benny. Da kommen grad mal ein paar Stunden am Sonntag als Freizeit in Frage.
Seine Mutter, die Hilde schüttelt ja den Kopf wenn sie das besprechen, sie meint ja, dass sich Olli endlich durchsetzen soll und beide Kinder an einem Wochenende bei sich haben soll und dann ein Wochenende frei hat.
Die beiden Mütter schütteln aber ebenfalls den Kopf, wenn sie sich auch sonst nicht sehr grün sind, da sind sie einer Meinung, kein gemeinsames Wochenende mit beiden Kindern.
Ja und auch beim Unterhalt und den Alimenten sind sich die Damen einig, wie könnte es auch anders sein.
Olli ergibt sich den Wünschen seiner Exfrauen, wenngleich es ihm anders auch lieber wäre.
Und heuer wird er eine Woche Urlaub machen, wo ist er sich noch nicht sicher.
Nächste Woche ist Ferienmesse in Wien und da wird er sich die diversen Angebote anschauen und dann für eine  Woche ohne Kinder und ohne Exfrauen und auch ohne Mutter Hilde !

Drücken wir ihm die Daumen, dass er es schafft und dass die Mütter keinen zu großen Ärger deswegen machen werden.

Papa Olli und der 10 Euro-Schein

papa-zeichnung2Papa Olli hat die beiden Besuchstage mit seinen Kindern gut überstanden, natürlich auch Dank der Hilfe seiner Mutter.
Gott sei Dank lieben beide Kinder die Oma Hilde sehr und so kann Papa Olli mit seinem Nachwuchs immer ein paar Stunden bei ihr verbringen.
Grad der kleine Benny braucht manchmal eine weibliche Hand, vor allem wenn die Windel voll ist.
Oma Hilde wäre ja der Meinung, dass man Benny mit seinen 2 Jahren schön langsam auf den Topf setzen sollte, aber seine Mama, die Bettina will das noch nicht und Benny brüllt auch wie am Spieß, wenn er das Töpfchen nur sieht.
Also gibt Bettina dem Olli immer einen Packen Windeln mit. Er ist aber immer froh wenn Hilde ihm die Wickelei abnimmt.
Als er seinen Sohn am 2. Weihnachtstag bei seiner Mama, der Bettina abgeliefert hat, ihr versichert hat, dass Benny die paar Stunden in seiner und Omas Hildes Obhut gut überstanden hat, ohne dass ihm auch nur ein Haar gekrümmt worden ist, hat er sich auf einen Bummel durch die Wiener Innenstadt auf gemacht.
Festlich beleuchtet schaut Wien ja wirklich zauberhaft aus.
Am Graben schaut er einige Schaufenster auf, seufzt leise, weil ihm mal wieder dämmert, dass er sich all diese Herrlichkeiten nie wird leisten können.
Er verdient zwar recht ansehnlich, aber die Kosten für seine beiden Kinder, da zeigt er sich recht großzügig, sind doch so hoch, dass er sich keine zu großen Sprünge leisten kann.
Ja was solls, die Kinder gehen halt vor.
Während er so vor sich hin sinniert, sieht er am Boden einen 10 Euro Schein liegen.
Er bückt sich und hebt den Geldschein auf, sieht sich um, ob da jemand sein Geld verstreut und vielleicht danach sucht.
Aber alle Menschen schlendern oder eilen an ihm vorbei und es interessiert keinen, dass da ein junger Mann grad einen kleinen Geldfund gemacht hat.
Aber was nun ?
Darf er das Geld behalten ?
10 Euro, das ist jetzt nicht so eine große Summe – aber doch ganz nett, 2 Bier würden sich davon schon ausgehen.
Oder 1 Bier und eine Bratwurst  beim Würstelstand.
Er steckt den Geldsegen vorsorglich mal ein und bleibt noch einige Zeit stehen und schaut ob da nicht doch jemand danach sucht.
Aber nichts dergleichen passiert.
Also auf zum Würstelstand. Das Wasser läuft ihm schon im Mund zusammen, wenn er an die köstliche Bratwurst denkt.
Auf dem Weg dahin sieht er einen Obdachlosen, einen etwas verwahrlosten Mann, der auf dem kalten Boden sitzt, einen Becher vor sich stehen hat und der bittend in die Runde sieht.
Da kann Olli nicht anders, er zieht den Schein aus der Tasche und steckt ihm den Bettler in seinen Becher.
Und geht dann gut gelaunt um die Ecke, der Imbiss Stand hat schon geöffnet und der Mann hinter der Glasscheibe brät grad Leberkäse und Würstel.
Papa Olli bestellt eine große Bratwurst, eine Scheibe Brot, scharfen Senf, eine Pfefferoni und ein Gurkerl und ein Bier darfs auch dazu sein. Kostet etwas mehr als 10 Euro, die leistet sich Olli aber heute ganz besonders gern.
Und es schmeckt ihm auch heute ganz besonders gut.

Wie gewonnen so zerronnen ? Ist das so ?
Sehr ihr das auch so ?
Wie hättet ihr reagiert ?

 

Urheberrechte/© Andrea Voss

Papa Olli und der ärgerliche Einkauf

papa-zeichnung2Papa Olli muss sich ja selbst versorgen und das klappt auch schon ganz wunderbar.
Nach der Trennung von Bettina hat er sich da mitunter sehr schwer getan, aber mit der Zeit ist der tägliche Einkauf schon Routine.
Und manchmal geht Olli sogar auf Schnäppchenjagd.
Aber so hin und wieder hat diese Schnäppchenjagd auch so ihre Tücken.

Erst kürzlich sieht Olli am Käseregal ein Sonderangebot seines Lieblingskäses, immerhin fast 1 Euro günstiger. Also schnappt er sich gleich 3 Packungen, nachdem er das Haltbarkeitsdatum kontrolliert hat und festgestellt hat, dass er noch 3 Wochen haltbar sein soll.
Er geht fröhlich zu Kasse, sehr erfreut, dass er so ein Schnäppchen ergattert hat.
Aber da zeigt die Kasse plötzlich den originalen Preis an.
Sehr verwundert weist er die Kassierin drauf hin, dass am Regal ein anderer Preis steht.
Die meint nur lakonisch, dass der Preis erst ab dem nächsten Tag gilt.
Wie bitte kommt das ?
Die Filialleiterin, die dann gerufen wird, weil Olli nicht auf fast 3 Euro Preisnachlass verzichten will, erklärt das so, dass der günstigere Preis ab dem nächsten Tag gilt, weil da die Sonderangebote des Flugblattes zum Tragen kommen.
Und warum steht dann der günstige Preis schon heute da,will Olli nun wissen.
Ja, weil das Personal die Order hatte schon am Vortag der Angebote die Preise neu auszuzeichnen.
Olli schüttelt verärgert den Kopf und besteht nach wie vor darauf, den günstigeren Preis zu bezahlen.
Es gibt einen ziemlich heftigen Wortwechsel zwischen Kassierin, Filialleiterin und Olli.
Am Ende geben sie ihm gnädigerweise den Käse zum Schnäppchenpreis.
Olli ärgert sich trotzdem, weil er versteht nicht, warum der Laden die Preisschilder nicht erst an dem Tag anbringen kann, an dem die Preise dann auch gelten.

Ist euch so ein Vorfall auch schon mal passiert ?
Und wie würdet ihr reagieren ?

Papa Olli und der Weihnachtstrubel

papa-zeichnung2Weihnachten gehts bei Papa Olli sehr unterschiedlich zu.
Am Hl. Abend feiert er mit Mutter Hilde.
Das ist zwar nicht wirklich Ollis Traumweihnachten, denn seine Mutter ist da mitunter noch anstrengender als sonst, aber ehe er allein daheim sitzt vor dem Fernseher und den Sängerknaben lauscht, nimmt er seine Mama in Kauf.
Mutter Hilde wird kochen, auch das ist nicht so toll, wie es sich vielleicht anhört, denn Hilde ist keine so begnadete Köchin, aber eine Packung Tiefkühlfisch paniert in der Pfanne gebacken und dazu zwei Salate bekommt sie grad so eben hin.
Olli denkt dabei an das wirklich leckere Essen, dass seine beiden Ex-Frauen jeweils auf den Tisch gestellt haben.
Das ist aber schon eine Weile her.
Das Geschenk von Hilde, das Olli schon Wochen im Voraus kennt, wird heuer ein Armband aus Silber sein.
Hilde schenkt jedes Weihnachten Schmuck. Und Olli darf sagen, ob er eine Halskette, eine Uhr, ein Armband oder einen Ring haben möchte.
Sehr spendabel ist Mutter-Hilde ja, da darf der gute Olli nicht meckern.

Nach dem Essen gehts dann zu den Nachbarn von Hilde, gute Freunde, seit vielen Jahren und dort wird dann Punsch getrunken und ruhig gefeiert.
Gegen Mitternacht macht sich Olli dann auf den Weg nach Haus.

Am 1. Feiertag holt er dann Evy und verbringt den Tag mit ihr, auch wieder bei Oma Hilde, denn Olli hat bei sich daheim keinen Weihnachtsbaum und Evy wäre sehr enttäuscht, wenn sie das Geschenk von Papa und Oma ohne Lichterglanz entgegen nehmen müsste.
Lieber wäre es Olli ja, wenn er bei Bettina daheim feiern könnte, aber Bettina ist zwar meist kooperativ wenn es um Evy geht, ansonsten ist sie auf Olli nicht so gut zu sprechen, denn er hat sie damals vor 3 Jahren wegen Mareike verlassen und das verzeiht sie ihm nie.
(Diese Geschichte um das “Bäumchen-wechsle-dich”-Spielchen erzähle ich ein anderes Mal.)
Also Evy abholen und zu Oma Hilde düsen, dort Geschenke auspacken und mit Evy spielen.
Dann möchte Olli noch einen Spaziergang mit Evy, was sich gar nicht so einfach gestaltet, denn der Wetterbericht sagt nicht grad weihnachtliches Wetter vorher.
Außerdem vermutet Olli ja, dass Evy lieber wird spielen wollen, als draußen herum laufen.
Er hat für Evy eine Puppe besorgt und Oma Hilde einige Anziehteile die dazu passen.
Das Geschenk musste mit Bettina bis ins Detail abgesprochen werden, damit Evy ja nicht überladen wird und auch damit sie kein Geschenk zwei Mal bekommt.

Am 2. Feiertag holt er dann für ein paar Stunden Benny zu sich.
Mit ihm kann er in seiner Wohnung sein, denn Benny ist ja erst zwei Jahre alt und dem ist es egal ob da ein Weihnachtsbaum steht oder nicht, das nimmt Olli zumindest so an.
Außerdem hat es Mareike nicht so gern, wenn Olli mit Benny bei Hilde ist, wegen dem Zigarettenrauch, dem er dort wahrscheinlich ausgesetzt wäre, auch wenn Hilde verspricht in seiner Gegenwart nicht zu rauchen, in der Wohnung riecht es nun mal nach Rauch.
Benny bekommt eine kleine Holzeisenbahn, die baut Olli schon auf, ehe er seinen Sohn abholt und dann wird er ein paar Stunden am Boden liegend verbringen und mit seinem Sprössling Zug spielen.

Und dann ist Weihnachten für Papa Olli auch schon wieder vorbei.
Gerne würde er dieses Prozedere ändern und mit den beiden Frauen gemeinsam das Fest verbringen.

Ob das den beiden Frauen gefallen würde ?
Was meint ihr, könnte ihm das irgendwann gelingen ?
Wie machen das eigentlich andere geschiedene Papas ?