Momentan und überhaupt….

Vor einer Woche hat mich ein Gichtanfall außer Gefecht gesetzt.
Das war echt nicht lustig und ich bin im Eiltempo zum Doc.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich sonst nicht so ganz schnell meinen Arzt aufsuche.
Die Vorzimmerdame hat mich erst nach dem Blick auf meine Ecard erkannt 🙂
Nun, er hat mich mit Tabletten und Schmerzmittel versorgt und es hat ein paar Tage gedauert, dann war der Spuk vorbei.
Mit auf den Weg gegeben hat er mir aber, dass ich unbedingt abnehmen muss.

Und daher bin ich jetzt sehr mit Rezepte zusammen klauben und neue Gerichte kochen beschäftigt.
Ich hab mich für Low Carb entschieden und hoffe sehr, dass ich eine Weile durchhalten werde.
Haltet mir die Daumen.

Dampfen

Ja, jetzt habe ich es auch probiert das Dampfen. Der Anfang war ja doch etwas steinig, aber das hatte Euch ja meine Herzensfrau schon beschrieben. Ich bin ja im Grunde schon ein ziemlicher Technik-Freak, programmiere selbst und kenne mich eigentlich recht gut mit Terchnischen Geräten aus. Trotzdem lese ich eigentlich in der Regel immer die Bedienungsanleitungen.

Doch das war dieses Mal ein echter Fehler … Ich war hinterher noch verwirrter als vorher. Kannte ich mich bis dato in Sachen Dampfen gar nicht aus, war ich nach dem Lesen regelrecht frustriert. Kein vernünftiges Deutsch, selbst die Englische Übersetzung eher hahnebüchen … und dann all die Fachbegriffe ..

Aber hey, es gibt doch Google … Fehlanzeige ..eine vernünftige Anleitung an einer Stelle .. Ich las also die verschiedensten Quellen, überlegte, notierte und verglich. Verdampfer, Basis, Clapton, Cubis, Ohm, Widerstand, Watt, VT-Mode, Power-Mode, Temperatur Modi ..TI, TF und was es da nicht noch so alles gibt.

Irgendwann fand ich dann endlich das für mich passende .. Einen sogenannten Clapton Verdampfer mit 1.5 Ohm (8-20 Watt), Betrieb lediglich im Power Mode. OK .. Alle Bedenken beiseite geworfen und das Gerät entsprechend konfiguriert, gespeichert und dann mit dem Wassermelonen Liquid befüllt…

Das ging 1.5 Tage gut, dann schmeckte das ganze plötzlich .. kokelig .. verbrannt .. ich erinnerte mich an Berichte, die von einer relativ kurzen Lebensdauer einiger Verdampfer sprachen und tatsächlich .. der war hin, aber ich hatte keinen zweiten dieser Verdampfer.

Also bei Amazon, bestellt und keine 4 Tage später waren die neuen Verdampfer da 🙂 Welt gerettet … Alles wieder gut.

Ich merke,  je mehr ich dampfe, umso besser geht es mir .. schon nach 2 Tagen gehe ich Treppen wesentlich entspannter hinauf .. kein Keuchen und Schnaufen mehr wenn man oben ankommt .. Ob man es nun glauben mag oder nicht. Die in Dampferfachkreisen sogenannten „Pyrokracher“ (echte Zigaretten) haben sich auf jeden Fall wesentlich reduziert

Ich werde weiter berichten…

Neue Düfte ziehen durchs Haus

Hier duftet es seit gestern nach Wassermelone und Wildkirsche.
Mein Mann versucht das Rauchen aufzugeben und dampft jetzt.
Das ging allerdings nicht ganz ohne Hindernisse:
Er kam am Freitag mit einer E-Zigarette, also mit so einem Dampfgerät nach Hause.
Bei dem Ding musste erst der Accu aufgeladen werden.
Der leuchtete zuerst rot und nach einer Weile grün und dann gar nicht mehr.
Kein Weiterladen, kein Drücken und kein Ziehen verhalf ihm wieder ins Leben, das hatte das Ding offenbar schon vor dem ersten Gebrauch ausgehaut.
Kein guter Einstieg dachte ich mir, aber da kennt man meinen Herzensmann schlecht.
Gegen seine Gewohnheit stand er am Samstag früher auf als sonst und brachte das tote Ding zurück in den Laden um mit einem dreimal so teurem Gerät wieder zu kommen. Wäre doch gelacht, wenn er sich schon vornimmt, den Glimmstengeln ade zu sagen, dann wird er sich doch von so einer kleinen Panne nicht aufhalten lassen.
Nun dachten wir, dass der Accu des neuen Geräts auch erst laden müsste, aber mit nichten, der war nahezu komplett aufgeladen.
Für meinen Begriff sieht der neue Dampfer auch noch sehr gut aus, schwarz, elegant und gut in der Hand liegend.
Dem Dampfen war nun Tür und Tor geöffnet und mein Schatz hat sich als erstes für den Duft Wassermelone entschieden.
Riecht echt gut, vor allem wenn man bedenkt, dass es hier bislang nach Zigarettenrauch gerochen hat.
Das Geräusch das dieser Dampfer macht ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ist echt Meckern auf hohem Niveau.

Mein Wunsch ans Universum – möge die Übung gelingen !!

Plauderei im Cafe – Sprachlos

Der Jo hat sich entschlossen, die Fotos des Herrn Moser aufzuhängen.
Einige Landschaftsaufnahmen, zwei Fotos, mit Kaffeetassen, die besonders gut ins Lokal passen, zwei Blumenfotos, ein Schmetterlingsbild und ein Mädchenfoto, das sehr ästhetisch aussieht und gar nichts pornomäßiges an sich hat.
Und er hat mit dem Herrn Moser ausgemacht, dass die Fotos jeden Monat wechseln werden.
Begeistert zeigte sich auch die Frau Winter, denn sie nahm für sich in Anspruch, dass es ja ihr Werk sei, dass der Herr Moser und der Jo zusammen gekommen sind.
Jeden Tag sitzt die gute Frau jetzt im Cafe, schaut verliebt auf die Fotos und erzählt, jedem der es hören will oder auch nicht, dass sie den Künstler persönlich kennt.
Mehr als ihr Glas Wasser bestellt sie meist nicht.
Aber heute war alles ganz anders, die Frau Winter kam schwungvoll,  wie auf einem Hexenbesen, ins Cafe geritten.
Rief schon bei der Tür dem Jo zu, dass sie einen Cappuccino und ein Kipferl haben will – und ein Glas Wasser.
Der Jo überlegte was denn passiert sein könnte, wie er denn zu der Ehre käme, dass die Frau Winter mal wirklich was konsumiert.
Aber er musste nicht lange warten, schon sprudelte es aus der Frau Winter heraus, dass sie im Lotto gewonnen hat.
Ganze 550 Euro.
Davon konnte sie sich schon ein kleines Frühstück beim Jo leisten.
Der Jo freute sich für die Frau Winter, hat es aber auch gleich wieder vergessen, weil eine Horde Jugendlicher ins Cafe kam, sich auf die verschiedenen Tische verteilte und alle sofort und gleich was zu trinken wollten.
Keine Frage, es war heiß draußen und die Jungs und Mädeln sind durstig.
Die Frau Winter hat sich auf einen der kleinen Tische,ganz hinten im Lokal verzogen und sah dem bunten Treiben der Jugend aus sicherer Entfernung zu.
Da fiel ihr Blick auf die Füße des einen Jungen. Und ihre Augen wurden kugelrund und riesengroß.
Der Bub trug zwei verschiedene Schuhe. Beides Turnschuhe, aber der eine war gelb mit grün und der andere rot mit weiß.
Sie überlegte scharf ob sie den Buben drauf aufmerksam machen sollte.
Und sprach ihn dann echt mit ihrer doch recht lauten Stimme an.
„Buberl, du hast zwei verschiedene Schuh an“
Das Buberl fühlte sich erst gar nicht angesprochen, erst als einer seine Kollegen ihn drauf aufmerksam machte, dass die Frau da hinten, zu ihm was gesagt hat, schaut er fragend zur Frau Winter.
„Schau mal auf deine Füß, du hast heut früh wohl noch geschlafn wie du dich angezogen hast“
Der Junge schaut auf seine Schuhe – inzwischen war es mucksmauserlstill im Lokal.
Dann fing die Horde laut an zu lachen.
Und alle redeten durcheinander, aber man konnte erfahren, dass das Absicht sei.
„Das gehört so“ sagten einige Buben und die anderen lachten immer noch.
Entrüstet meinte die Frau Winter: „Und deine Mutter lasst dich so aus dem Haus gehen ?“
Der Knabe mit den zwei verschiedenen Schuhen meinte dann schlagfertig: „Die hat die anderen zwei Schuhe an“

Die Frau Winter versteht die Welt nicht mehr, trinkt ihren Kaffee aus, legt dem Jo das Geld auf den Tresen und verlässt schweigend und kopfschüttelnd das Lokal. Sehr ungewöhnlich, dass es der Frau Winter die Sprache verschlagen hat.

Die Horde Burschen und Mädchen aber kriegen sich vor Lachen gar nicht mehr ein.