Frau Huber und der Herr Hans

frauhuber1Ich hab ja schon mal erwähnt, dass die Frau Huber Witwe ist und einen platonischen Freund hat. Den Herrn Hans.
Der ist eigentlich der Mann einer Freundin, die vor ein paar Jahren verstorben ist. Nach der Beerdigung von der Freundin hat es sich ergeben, dass der Herr Hans die Frau Huber zum Spaziergang eingeladen hat und die hat sich gefreut.
Er hat halt jemanden gebraucht zum Reden, nach dem Tod seiner Frau.
Und so hat es sich ergeben, dass die Frau Huber einen Freund hat.
Aber sie wollte auf keinen Fall einen Mann, der bei ihr einzieht, weil sie wollte keine Socken und Hemden mehr waschen. Dem Herrn Hans war das auch sehr recht und so haben sich zwei gefunden.
Leider muss der Herr Hans jetzt umziehen, die Wohnung, in der er mit seiner Frau gewohnt hat, wird ihm zu groß.
Er machte sich aber Sorgen, dass er vielleicht keine geeignete Bleibe in der Nähe finden wird.
Das würde der Frau Huber auch nicht gefallen, weil sie doch mit dem Herrn Hans dann nicht mehr spazieren gehen könnte und er vielleicht auch nicht mehr ins Kaffeehaus um die Ecke kommen würde.
Nun heute ist ein Brief gekommen und der Herr Hans hat eine Zusage für eine kleine Wohnung bekommen, gleich eine Gasse weiter.
Die platonische Freundschaft ist also gerettet.

Ich finde es ja gut, wenn ältere Leute sich wohnungsmäßig verkleinern. Viele traun sich das ja nicht, weil man ja einen alten Baum nicht verpflanzen soll. Aber es wird den alten Leutchen dann doch zu viel wenn sie eine große Wohnung putzen und betreuen müssen.

Ich glaub ja, dass ich fast lieber in eine Senioreneinrichtung gehen würde, als mir eine andere Wohnung zu suchen. Kommt aber schon auch drauf an wie alt man ist, wenn dieses Problem auf einen zu kommt.

Urheberrechte/© Andrea Voss

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5 Responses to Frau Huber und der Herr Hans

  1. Susanna says:

    ja eine schwierige Entscheidung. Ich (kinderlos) tendiere ja eher auch zu einem Seniorenhaus, aber ob man sich dann auch wirklich mit 60 anmeldet damit man mit 70 oder 75 einen Platz bekommt? Die Wartezeiten dort sind ja enorm…

  2. Inge says:

    Hier in Hamburg bleibt man lieber in einer größeren Wohnung, weil die kleineren Wohnungen nicht viel billiger sind. Meine Schwiegermutter hatte so eine große Wohnung und ein Zimmer wurde einfach nicht mehr benutzt.

    • Peggy says:

      Wenn die kleineren Wohnung nicht günstiger angeboten werden, als die großen, dann ist es wohl klar, dass Leutchen im fortgeschrittenen Alter lieber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen.

  3. Linda says:

    Das freut mich, daß die Freundschaft somit lebendig bleiben kann.
    Ich möchte auch nicht alleine in einem großen Haus oder einer großen Wohnung sein. Ich würde auch eine kleine Wohnung nehmen, oder – wenn das Geld da wäre, was ja meist sehr teuer ist – eine entsprechende Wohnung mit Betreuung im Alter.
    Liebe Grüße zu dir!
    Linda

    • Peggy says:

      Irgendwann wird leider der Zeitpunkt kommen, wo man Betreuung braucht. So Wohngemeinschaften mit Betreuung sind da sicher eine gute Alternative.
      Ich bin mir nur nicht so sicher, ob man dann im fortgeschrittenen Alter noch weiß, dass man das so geplant hatte.
      Mein Vater war ein Verfechter von einem Seniorenheim, gemeinsam mit meiner Mutter.
      Leider starb meine Mutter relativ jung, von da an wollte er nichts mehr davon wissen.

Sag bitte was dazu - ich freu mich darüber