Supermarkt-Erlebnis

Meine Nachbarin (nein, nicht die Frau Huber ggg) meinte gestern, wenn es ihr zu heiß wird in unserem Betonbau, geht sie in den Supermarkt, dort kann man sich wunderbar abkühlen.
Ich persönlich würde ja einen Hüpf in einen Pool bevorzugen oder ein schattiges Plätzchen unter einem großen Sonnenschirm, aber wenn Frau Nachbarin meint….

Nun musste ich am Nachmittag ohnehin in den Laden meines Vertrauens zum Einkaufen, was ich nur sehr ungern mache. Der Blick in unseren Kühlschrank belehrte mich allerdings, dass da Nachschub gefordert wird.
Beim Eintreten in das Geschäft war es im ersten Moment tatsächlich angenehm kühl, da wird wohl doch einiges des Etats für die Klimaanlage ausgegeben.
Bei den Milchprodukten ist es naturgemäß sowieso immer etwas frischer, ich fing an mich richtig wohl zu fühlen und dankte im Geiste der Frau Nachbarin für den Erfrischungstipp.
Aber dann …. ich hörte nerviges Gebimmel…..
Ich schob meinen Einkaufswagen in Richtung Brottheke und traute meinen Augen nicht.
Da stand die Herrin über Brot und Semmeln bei offener Backofentür und ließ mindestens 200° Hitze aus dem Ofen strömen, während sie ein Schwätzchen mit einem Kunden hielt.
Ich hab zwar nicht verstanden worum es in der Unterhaltung ging, aber die beiden waren sehr vertieft in das Gespräch.
Weder die heiße Luft – nein nicht die des Gesprächs – die aus dem Backofen – noch das Gebimmel des Geräts, das offenbar nicht amused war über die offene Tür, haben die beiden gestört.

Ich bin da eilenden Fußes zur Kasse, wo es nicht mehr ganz so kühl war, hab gezahlt, wobei sich meine EC Karte noch geweigert hat mit NFC zu zahlen, musste sie also in herkömmlicher Art in den Schlitz stecken und den PIN eingeben, und hab dann so schnell ich konnte den Laden verlassen.
An der Tür hat es mir dann wieder die 30° Außentemperatur um die Ohren gehauen, aber gebimmelt hat nichts mehr.

Sonntag mit den Öffis

Gestern war ein wirklich schöner Tag, es hatte um die 25°, einige nette Wölkchen am Himmel, eine sanfte Prise Wind und viel Zeit für einen Ausflug.
Wir haben uns mit unseren Fotofreunden für das Lusthauswasser im Wiener Prater entschieden.
In der Hoffnung dort einige Fotomotive zu finden, haben wir alle 4 auch unsere Cameras mit genommen.
Allerdings hieß es zuerst einen Treffpunkt auszumachen und dann die Route zu bestimmen.
Mein Herzensmann und ich haben uns entschieden mal wieder unsere Jahreskarte für die Wiener Linien zum Glühen zu bringen und sind erstmal mit dem Bus zur U-Bahn gefahren, außer dass wir über 10 min auf den Bus warten mussten, der fährt nämlich am Sonntag nur alle 15 min, war die Fahrt unspektakulär.
Dann der Abstieg zur U-Bahn, wiederum einige Minuten warten. Geht halt nicht anders….
Beim Einstieg in die wunderbar gekühlte Bahn geht ein Mädchen vor uns, wie könnte es anders sein, mit angewachsenen Handy, darauf tippend, bleibt einen Schritt nach dem Einstieg genau in der Tür stehen, hinter ihr und uns, noch mindestens 10 Personen. Das Mädel schien nun auch am Boden angewachsen zu sein, denn alle Schubbserei hat nichts genützt sie blieb wo sie war und tippte weiter.
Endlich merkte sie, dass sich da hinter ihr was tat und sie sprintete auf einen freien Platz, den Blick nahm sie allerdings nicht von ihrem Handy, aber sie las nun nur noch, war wohl die Antwort auf ihr Getippse.
Das Rudel Menschen hinter uns verteilte sich auf den Wagon und wir fanden auch jeder ein Plätzchen.
Da nahte bereis das nächste Kuriosum, zwei Englisch sprechende Damen, mit großer Tasche, einigen Beuteln und Handtaschen nahmen auf der einen langen Bank, wo 6 Leute sitzen könnten. Da die beiden Damen aber dachten sie wären allein auf der Welt, haben die 5 Plätze belegt, 2 auf denen sie ihre Pöpsche platziert haben und drei fürs Gepäck, wobei eine Handtasche allein sitzen durfte. Es hat sich aber keiner derer die stehen mussten aufgeregt.
Ich bin ja bereits gesessen, also hab ich nur die Augen verdreht, was die Damen nicht gestört hat, wahrscheinlich haben sie es gar nicht auf sich bezogen.
Dann war Umsteigen in die nächste U-Bahn angesagt. Da mussten wir nur noch 2 Stationen fahren und das war gut so, denn der nette Zeitgenosse vis a vis hatte offenbar einen leichten Schnupfen, aber kein Taschentuch bei der Hand.
Dann lagen bis zur Weiterfahrt einige Stunden dazwischen, in denen wir 6 km gewandert sind und uns danach an Spaghetti, Bier für meinen Herzensmann und Hollundergetränk für mich, gelabt haben.
Für die Rückfahrt haben wir uns für die S- Bahn entschieden, weil wenn wir schon die Jahreskarten glühen lassen, dann für mehrere Verkehrsmittel der Wiener Linien.
Den Spaziergang durch den Wurstelprater hätten wir uns sparen können. Millionen von Menschen, aller Nationen haben sich da getummelt und 10 min länger und ich hätte heute statt zum Augenarzt, zum HNO-Arzt gehen müssen.
Bei der S- Bahn hatten wir großes Glück, die kam innerhalb von 2 min.
Und es waren ausreichend Plätze, wenn auch sehr enge, aber besser unbequem gesessen, als gestanden.
Neben uns saß eine kleine Familie, Mama, Papa und ein ca. 2 jähriger Bub.
Die Mama hatte eine Tupperdose mit Apfelstückchen und lies die im Mündchen des kleinen Manns verschwinden, beim vorletzten Bröckchen möchte der Kleine das nicht mehr und hat es auf den Boden der Bahn geschmissen.
Papa wurde böse und hat ihm erklärt, dass man das nicht macht, Mama verstaut das Döschen im Rucksack, in dem Moment mein Junior er könnte doch ein wenig Bewegung gebrauchen, da musste die Bahn leider leicht bremsen und der Bub köpfelt ungebremst von seinem Sitz.
Ehrlich, ich dachte, der hat mindestens ein blutendes Cut oder sich überhaupt den Kopf auseinander geschlagen.
Großes Geschrei, eh klar, der hat sich mächtig erschreckt.
Aber es ist halt schon ein wenig unaufmerksam, ein zweijähriges Kind, ohne es zu halten, allein auf dem Sitz zu lassen.
Es ist dem Bübchen Gottseidank nichts passiert, keine Schramme, keine blutende Lippe, nur ein Schreck.

Dann waren wir wieder zu Hause angekommen und ich geb zu, jetzt hab ich wieder eine Weile keine Lust auf Öffi fahren, Jahreskarte hin oder her…..

Sonntag= Muttertag= Familientag

Ja heute ist Montag, aber ich erzähl mal vom Sonntag.
Sonntag war Muttertag.
Bei uns ist Muttertag ja immer Familientag.
Mein Sohn und mein Schwiegersohn haben kurz vorm Muttertag Geburtstag und die beiden Geburtstage feiern wir immer mit dem Muttertag zusammen. Also Familientag.
Und das ist gut so.
Wir haben bei meiner jüngeren Tochter gefeiert und gegrillt.
Sehr, sehr lecker, jede Menge Grillgut, wunderbar zubereitetes Schmorgemüse und Salat.
Mein Sohn hat sich eigentlich erst Schnitzel und Pommes gewünscht, dann aber umdisponiert auf Grillen.
Ein Schnitzel und Pommes gabs trotzdem, eins für alle „lach“ – als Gag.
Angestoßen haben wir mit Prosecco und Orangensaft und als Nachtisch gabs dann auch noch eine wunderbare Schokoladentorte.
„boah“ – war ich angegessen.
Abendessen fiel demnach dann auch aus.

Ich liebe unsere Familientage.

Unglaublich – aber wahr !

Heute war endlich mal wieder schönes Wetter, 22 ° und strahlender Sonnenschein, wenn auch ein klein wenig windig.
Das allein ist schon unglaublich, oder ?
Aber es kommt besser…..
Wir wohnen ja gleich neben einem Friedhof, der für uns eine wahre Oase der Erholung ist.
Sehr gepflegt, sehr grün und sehr ruhig !
Heute haben wir mal wieder unsere Cams ausgepackt und sind eine Runde über diesen Friedhof gegangen.

Nach dem vielen Regen der letzten Tage hat es dort ganz viel zu sehen gegeben, viele wunderschön aufgeblühte Baumen, Bienen und Hummeln und jede Menge Vögel die gezwitschert haben, dass man fast schon sein eigenes Wort nicht verstanden hat.
Und es gab viel zu fotografieren.

Bei einem der Gräber sind wir dann fassungslos stehen geblieben – da haben die Hinterbliebenen doch tatsächlich Tomaten, Salat, Erdbeeren, Schnittlauch und Petersilie angebaut anstatt Blumenschmuck !


Ich dachte ja erst, das sei eine einmalige Sache, aber nein, ein paar Meter weiter waren noch ein paar Gräber derart beflanzt:

Nun ja, wenn man weder Garten noch Balkon hat, ist die Idee vielleicht gar nicht so dumm.
Ich bin ja nur gespannt ob die Leute das dann auch tatsächlich ernten werden können, denn auf diesem Friedhof gibt es eine große Kolonie von Raben und Krähen und ich fürchte die werden ein Festmahl haben, wenn die Produkte reif sind.


Was haltet ihr von der Idee, das Grab eines Verstorbenen zur Nutzfläche für Obst und Gemüse und Kräuter zu machen ?

 

Friseurbesuch in pink

Heute hatte ich ein Erlebnis, also da hab ich mal wieder in den Glückstopf gegriffen.
Ich war heute Vormittag beim Friseur und wollte mir meinen Schopf vorne, der im Gegensatz zu meinem Avatarfoto nicht mehr kupferfärbig, sondern weiß ist, wieder auf kupfer umfärben lassen.
Meine Friseurin meinte: Kein Problem.
Sie hat das dann mit ihrer Assistentin der Christina besprochen und die hat fluggs angefangen die Strähnen zu teilen und einzufärben.
Der Gatsch den sie da rauf getan hat war magenta-pink – ich meinte: Na gut, es ist ja Fasching.
Christina beeilte sich, mir zu versichern, dass das schon kupfer wird.
Mitnichten – als ich nach dem Waschen in den Spiegel geschaut hab, hat mich der Schlag getroffen, mein Schopf war genau so pink wie sie ihn eingefärbt hat.
Meine Friseurins ist blass geworden und hat ein wenig gestottert, was sonst gar nicht ihre Art ist.
Na was mach ma denn da ????
Also erstmal hat sie versucht zu bleichen, das Resultat war nun nicht mehr pink, sondern zuckerlrosa. Auch nicht wirklich besser…..
Ich habs mit Humor genommen – was blieb mir auch anderes übrig.
Nach einigem Hin und Her, war der Schopf dann so dunkelrot wie mein restliches Haupthaar.
Gut, das war nicht wirklich das was ich wollte, aber immer noch besser wie pink.
In ein paar Wochen starten wir dann einen neuerlichen Versuch, wobei ich da wieder eher zu weißblond tendiere, da kann weniger passieren.
Angeblich hat die Firma da irgendwas in den Tuben vertauscht – keine Ahnung ob mich das nur beruhigen hat sollen oder tatsächlich so ist.

Bezahlt hab ich die komplette Färberei nicht, nur das Schneiden und Fönen und einen 10 Euro Gutschein hab ich auch noch bekommen.
Alles wieder gut :herz: